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William Blake 007.jpg Ijob (auch Hiob oder Job; hebr. איוב) ist eine Gestalt aus dem Alten Testament der Bibel, geschildert im Buch Ijob. Die ihm überbrachten Hiobsnachrichten oder Hiobsbotschaften wurden im allgemeinen Sprachgebrauch sprichwörtlich.

Ijob und Hiobsbotschaften im Alten Testament


Gemäß des biblischen Berichts lebte Ijob mit seiner Frau und zehn Kindern als wohlhabender Mann im Land Uz. Er besaß 11.500 Tiere (Kamele, Schafe, Rinder und Esel) und hatte zahlreich Knechte und Mägde (Ijob 1,1-3). Ijob wird als frommer Mann geschildert, dessen Gottestreue - mit Erlaubnis Gottes - vom Satan, dem Teufel, schwer geprüft wird. Der nichtsahnende Ijob verliert daraufhin auf Veranlassung des Satans zuerst seinen ganzen Besitz, dann alle seine Kinder - seine sieben Söhne und drei Töchter kommen durch einen Hauseinsturz ums Leben (Ijob 1,18f) und zuletzt sogar seine Gesundheit, indem eine schlimme, äußerst schmerzhafte Krankheit mit Geschwüren am ganzen Körper von Ijob Besitz ergreift.

Die Nachrichten von den Katastrophen, die Ijob in kurzer Folge ereilen, werden ihm jeweils von einem seiner Knechte, dem einzigen Überlebenden der jeweiligen Katastrophe, überbracht. In Anlehnung an diese Ereignisse bezeichnen im heutigen Sprachgebrauch die Begriffe Hiobsnachricht oder Hiobsbotschaft eine schlimme Unglücksnachricht, wie den plötzlichen Tod eines Angehörigen oder engen Freundes.

Während Ijobs Freunde Sünde als Grund für seine vermeintliche Bestrafung vermuten, beteuert Ijob seine Unschuld und seine Treue zu Gott. Weil Ijob, der nicht wusste, dass eigentlich der Satan hinter all den Anschlägen steckte, in all seinem Leid, seiner Armut und seiner Trauer seinem Gott dennoch die Treue hielt und ihn nicht verfluchte, wie seine Ehefrau es ihm nahegelegt hatte, und da er später auf die Belehrungen Gottes mit großer Demut reagierte, erlöste Gott Ijob schließlich von der Krankheit, mit der Satan ihn geschlagen hatte, und segnete sein weiteres langes Leben damit, dass er das Doppelte seines früheren Besitzes erwerben konnte. Auch bekam er wieder sieben neue Söhne und drei Töchter wie vor seinen Unglücksschlägen. Diese Töchter hießen Jemima, Kezia und Keren-Happuch (Ijob 42,10-14).

Eine Parallele zu Ijobs Geschichte findet sich im deuterokanonischen Buch Tobit (Tob 2,11-3,17).

Ijob im Neuen Testament


Im Brief des Jakobus im Neuen Testament wird das Ausharren und die Treue Ijobs zu seinem Gott als Vorbild für Christen hervorgehoben. Dort heißt es: "Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten. Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen." (Jak 5,11 zitiert nach der Neuen evangelistischen Übertragung)

Ijob in den Apokryphen


In der apokryphen Schrift "Die Apokalypse des Paulus" wird Paulus in einer Vision an den Fluss aus Wein im Norden der Stadt Christi geführt. Dort sieht er Ijob zusammen mit Abraham, Isaak und anderen Heiligen (Kapitel 27). In der gleichen Schrift wird Paulus von einem Engel in das Paradies geführt. Dort wird ihm von Ijob erzählt, alles Leid in der Welt auf sich zu nehmen, sei den Lohn am Ende wert (Kapitel 49).

Ijob im Koran


Auch im Koran wird die Geschichte Ijobs erwähnt. Sie gleicht dabei der biblischen Erzählung; siehe Sure 21,83f, Sure 38,41-43, Sure 6,84.

Zitate


  • Während dieser der vorige Bote noch redete, da kam ein anderer und sprach: Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Hause ihres erstgeborenen Bruders; und siehe, ein starker Wind kam von jenseit der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute, und sie starben; und ich bin entronnen, nur ich allein, um es dir zu berichten. (Ijob 1,18f, zitiert nach der Elberfelder Bibel von 1871)

Siehe auch


Biblische Person Tanach

Job (person) | Ijob | Job (Ancien Testament) | Job | Jób

 

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