| Wissenschaftlicher Name
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| Erinaceidae
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| Fischer 1817
|
| n
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Die
Igel (Erinaceidae) bilden eine
Familie von
Säugetieren, deren bekannteste Vertreter die in Europa lebenden Arten
Braunbrustigel (
Erinaceus europaeus) und
Weißbrustigel (
Erinaceus concolor) sind. Insgesamt gehören rund 25 Arten in diese Familie, die in zwei Unterfamilien,
Rattenigel (Hylomyinae) und
Stacheligel (Erinaceinae) eingeteilt wird.
Die Ameisenigel hingegen sind nicht mit den Igeln verwandt, sondern gehören zu den eierlegenden Kloakentieren.
Merkmale
Die beiden Unterfamilien unterscheiden sich erheblich in ihrem Äußeren. Während Rattenigel keine Stacheln haben und aufgrund ihrer langen Schnauze an
Spitzmäuse erinnern, tragen die Stacheligel am Rücken Stacheln zur Verteidigung, und viele Arten können sich zu einer Kugel zusammenrollen. Das Gesicht aller Arten ist durch eine verlängerte Schnauze und gut entwickelte Augen und Ohren gekennzeichnet. Das scharfe Insektenfressergebiss weist 36 bis 44 Zähne auf. Die Gliedmaßen sind relativ kurz, die Füße enden meist in fünf Zehen. Die Schwanzlänge ist variabel, einige Vertreter der Rattenigel haben einen langen Schwanz, während er bei den Stacheligel meist nur ein kurzer Stummel ist.
Die Kopfrumpflängen dieser Tiere variieren von 10 bis 45 Zentimetern, der größte Igel ist der Große Rattenigel, der ein Gewicht von 2 Kilogramm erreichen kann, während die Kleinen Rattenigel nur 20 bis 80 Gramm auf die Waage bringen.
Verbreitung und Lebensraum
Igel sind auf die Alte Welt beschränkt, sie kommen in
Europa,
Afrika und Teilen
Asiens vor. Sie bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, wobei die Stacheligel eher auf trockene Lebensräume beschränkt sind. Einige Gattungen wie die
Wüsten- und
Langohrigel sind sogar ausgesprochene Bewohner trockener Regionen. Die Rattenigel hingegen bevorzugen feuchte Habitate wie Regenwälder, zumindest eine Art, der
Große Rattenigel, kann ausgezeichnet schwimmen und geht auch im Wasser auf Nahrungssuche.
Lebensweise
Igel verbergen sich in Felsspalten, zwischen Baumwurzeln oder graben eigene Baue. Während die Stacheligel nachtaktiv sind, können Rattenigel auch tagaktiv sein. Obwohl in erster Linie terrestrisch (bodenlebend), können viele Arten gut klettern und schwimmen. Die meisten Igel führen außerhalb der Paarungszeit ein Einzelgängerleben. Die Arten in kühleren Regionen halten einen
Winterschlaf.
Die Nahrung der Igel besteht aus Wirbellosen (beispielsweise Insekten und Regenwürmern), kleinen Wirbeltieren (unter anderem Schlangen), aber auch Wurzeln und Beeren.
Systematik
Äußere Systematik
Früher wurden die Igel gemeinsam mit den
Spitzmausartigen (Soricomorpha) zur Gruppe der
Insektenfresser (Insectivora oder Lipotyphla) vereinigt. Nach jüngsten genetischen Untersuchungen spiegelt diese Einteilung aber nicht die tatsächlichen Verwandtschaftsverhältnisse wieder, die Igel stehen vermutlich an der Basis der
Höheren Säugetiere (Eutheria) und bilden das Schwestertaxon aller übrigen Höheren Säuger. Sie werden deshalb in einer eigenen Ordnung, Erinaceomorpha, geführt.
Innere Systematik
Die Igel werden in 10 Gattungen mit rund 25 Arten unterteilt:
Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Familie kommen in folgendem Diagramm zum Ausdruck:
Igel (Erinaceidae)
|--Rattenigel (Galericinae)
| |--N.N.
| | |--Kleine Rattenigel (Hylomys)
| | |--Hainan-Rattenigel (Neohylomys)
| | |--Spitzmausigel (Neotetracus)
| |
| |--N.N.
| |--Großer Rattenigel (Echinosorex)
| |--Philippinische Rattenigel (Podogymnura)
|
|--Stacheligel (Erinaceinae)
|--N.N.
| |--Kurzohrigel (Erinaceus)
| |--Afrikanische Igel (Atelerix)
|
|--Steppenigel (Mesechinus)
|--N.N.
|--Wüstenigel (Paraechinus)
|--Langohrigel (Hemiechinus)
Literatur
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
- D. E. Wilson & DA. M. Reeder 2005: Mammal species of the world. ed. 3. Johns Hopkins University Press, 2005. ISBN 0801882214
Weblinks
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