| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Idstein.png | Karte_Idstein_in_Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hessen | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Darmstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Rheingau-Taunus-Kreis | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 79,6 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 23.229 (31. Dezember 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 287 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 260 - 517 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 65510 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 06126 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | RÜD
| bgcolor="#FFFFFF" | Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 06 4 39 008 | bgcolor="#FFFFFF" | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse der Stadtverwaltung: | König-Adolf-Platz 2 65510 Idstein | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.idstein.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@idstein.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Gerhard Krum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Auf der anderen Seite des Rügerts liegen die Ortsteile Oberauroff und Niederauroff im Tal des Auroffer Baches.
Nördlich von Idstein geht das Wörsbachtal in den Goldenen Grund über, fruchtbares Ackerland, das sich bis zum Lahntal erstreckt.
Bis zur hessischen Kreisreform von 1977 gehörte Idstein zum Untertaunuskreis (Kreisstadt Bad Schwalbach). Dieser wurde mit dem Rheingau-Kreis zum Rheingau-Taunus-Kreis zusammengelegt. Kreisstadt des neuen Kreises wurde wiederum Bad Schwalbach, es wurde jedoch das Kfz-Kennzeichen des alten Rheingaukreises (RÜD für Rüdesheim am Rhein) übernommen.
Seit der urkundlichen Erwähnung im Jahre 1102 bis 1721 war Idstein mit Unterbrechungen Residenz der Grafen von Nassau-Idstein und anderer nassauischer Linien. Einer der Grafen, Graf Adolf von Nassau war als Kompromisskandidat von 1292 bis 1298 Deutscher König; er fiel am Ende in einer Schlacht gegen den Gegenkönig Albrecht I. von Habsburg.
Der Besitz der Nassauer wurde mehrfach unter den Erben aufgeteilt und nach dem Aussterben einzelner Linien wieder zusammengeführt; so gab es von 1480-1509 eine ältere Linie Nassau-Idstein, die später wieder mit Nassau-Wiesbaden und Nassau-Weilburg zusammengeführt wurde, und von 1629-1721 eine jüngere Linie Nassau-Idstein.
Im 17. Jahrhundert erlangte Idstein traurige Berühmtheit durch die Hexenverfolgung, die von Graf Johannes mit unerbittlicher Härte betrieben wurde.
1721 fiel Idstein an Nassau-Ottweiler, 1728 an Nassau-Usingen. Es verlor damit seinen Status als Residenzstadt, wurde aber Sitz des nassauischen Archivs und eines Oberamts.
Nassau-Usingen wurde 1806 mit Nassau-Weilburg zum Herzogtum Nassau vereint und Mitglied des Rheinbunds. Nach dem Deutschen Krieg 1866 wurde das Herzogtum durch Preußen annektiert und zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.
Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Residenzschloss wird heute durch die Pestalozzischule als Schulgebäude genutzt, ergänzt durch einen Neubau unterhalb des Schlosses.
Seit Ende des 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Idstein Standort einer bedeutenden Lederindustrie. Während des Zweiten Weltkriegs waren in den Lederfabriken viele ZwangsarbeiterInnen eingesetzt. 1959 wurde die dominierende Fabrik inmitten der Innenstadt aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Die Fabrik wurde 1956 bei einen verheerenden Hochwasser überschwemmt. Das Gelände direkt am Rand der Altstadt blieb lange unbebaut und wurde bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als Parkplatz genutzt. Heute stehen dort neue Geschäfts- und Apartmenthäuser um den Löherplatz, der zugleich die Funktion eines Marktplatzes übernommen hat. Im Ortsteil Ehrenbach ist eine Lederfabrik übrig geblieben.
Unrühmlich bekannt wurde die Privat-Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein durch ihre Einbeziehung in das nationalsozialistische Euthanasie-Programm. Bei der Aktion T4 diente der Kalmenhof als Zwischensammellager für die Tötungsanstalt Hadamar. Nach dem Ende der Vergasungen in Hadamar aufgrund öffentlicher Proteste vor allem aus den Kirchen wurde der Kalmenhof im Zuge der Aktion Brandt selbst zum Tötungslager; die Patienten wurden hier durch Giftinjektionen ermordet.
Auch aus der Zeit unmittelbar nach dem Krieg sind mittlerweile Berichte über Misshandlungen von schutzbefohlenen Jugendlichen bekannt geworden (vgl. dazu HR Online und Presseberichte Heimkinder-Kongress).
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 22.346 |
| 1999 | 22.611 |
| 2000 | 22.611 |
| 2001 | 22.786 |
| 2002 | 22.998 |
| 2003 | 22.893 |
| 2004 | 22.893 |
| 2005 | 23.229 |
Seit dem Bau einer Stadtumfahrung führt die B275 in großem Bogen um das Stadtgebiet herum; dies ermöglichte eine weitgehende Verkehrsberuhigung im Bereich der historischen Altstadt. Dennoch ist das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt immer noch sehr hoch.
Innerstädtisch wurden konsequent Kreuzungen durch Kreisel ersetzt, was zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsablaufes und zu einer Verringerung der Belastungen geführt hat. Idstein liegt an der Deutschen Fachwerkstraße.
Zu den größeren Unternehmen gehören u. a. die RS systeme GmbH, die Telco Services GmbH, Jack Wolfskin, der DG-Verlag (Distribution und Logistik), die E. Schmitz Trading & Technical Services GmbH, die Black&Decker/ELU-Gruppe (Elektrowerkzeuge) sowie die Thermoplast + Apparatebau GmbH (thermoplastische Spritzgussartikel).
Ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor ist auch der Landeswohlfahrtsverband Hessen mit dem SPZ Kalmenhof, einer Einrichtung der Behinderten- und Jugendhilfe.
Idstein verfügt als historisch bedeutsames und modernes Mittelzentrum und Kern des Idsteiner Landes über eine vielfältige Einzelhandelsstruktur. Durch die Lage an der Bahnstrecke Frankfurt/Wiesbaden - Limburg und der A3 mit einem starken Anteil Berufspendler an der Bevölkerung stellen die größeren Einkaufszentren in Limburg a.d. Lahn und Wiesbaden bzw. generell im Rhein-Main-Ballungsgebiet eine direkte Konkurrenz und ständige Herausforderung für den örtlichen Einzelhandel dar.
Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche - seit 1553 war Idstein lutheranisch - wurde die Decke des Hauptschiffes im 17. Jahrhundert mit großformatigen Ölgemälden aus der Rubensschule vollständig verkleidet. Ihr Name erinnert an die in Idstein geschlossene Kirchenunion zwischen Reformierten und Lutheranern in Nassau zur Evangelischen Kirche im Jahre 1817.
Ein überbrückter Felsdurchbruch trennt diesen vom alten Burgbereich aus dem 11. Jahrhundert; durch diesen Durchbruch führt heute eine wichtige innerstädtische Verbindungsstraße.
Während der Regierungszeit des letzten Idsteiner Fürsten Georg August Samuel (* 1665, † 1721) erhielt das Gebäude seine Innenausstattung durch teilweise namhafte Künstler.
Das Schloss (seit 1946 Gymnasium Pestalozzischule) ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen.
Hexen oder Hexer wurden im Hexenturm nicht eingekerkert. An einer Felswand zu Füßen des Bergfrieds wurde eine Gedenktafel für die als Hexen ermordeten Personen angebracht.
Idstein-Rathaus.jpg Direkt am Torbogengebäude der nassauischen Burg steht über dem König-Adolf-Platz das Rathaus aus dem Jahre 1698. Zu seinen Eigenarten gehört, das es über dem Durchgang steht, der die Altstadt von der Burg trennt; erwähnenswert ist außerdem das Glockenspiel. Durch einen Felssturz wurde das Rathaus 1928 zerstört, jedoch 1932 - 1934 wieder aufgebaut.
Der König-Adolf-Platz ist umgeben von Fachwerkhäusern, die größtenteils um 1600 datieren. Neben dem Rathaus steht linkerhand das vor wenigen Jahren renovierte Schiefe Haus, das sich 1527 der Major der Stadtmiliz Nicolay erbauen ließ. Am Ausgang des Platzes zur Unionskirche hin steht das reich verzierte, 1615 errichtete Killingerhaus, das seit 1987 Museum und Fremdenverkehrsamt ist.
Auch der Rest der Altstadt ist von zahlreichen Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jh. geprägt, die in den letzten Jahren teils aufwändig renoviert wurden. Am Rande der Altstadt steht etwas unterhalb des Höerhofs der Stockheimer Hof, der Ende des 16. Jahrhunderts als Sitz der Herren von Stockheim erbaut wurde. Nach deren Aussterben kam der Besitz 1768-1776 in den Besitz der Familie von Calm, daher heißt das zugehörige Gelände heute Kalmenhof. Bis 2005 war der Fachwerkbau in Nutzung des Sozialpädagogischen Zentrums SPZ Kalmenhof.
Als letztes Zeugnis der einstigen Lederindustrie steht am Löherplatz unterhalb der Unionskirche das Gerberhaus, der ehemalige Trockenspeicher am Wörsbach. Der Löherplatz war seit dem Mittelalter Standort der Gerbereien und Lederbereitung, wegen des damit verbundenen Gestanks und Wasserbedarfs außerhalb der Altstadt an einem der Idstein durchfließenden Bäche angelegt. Das Gerberhaus dient nach seiner umfassenden Renovierung heute für Ausstellungen und Kleinkunst-Veranstaltungen.
Augenfälliges Zeugnis des Limes ist der Nachbau eines Wachturmes in Richtung Niedernhausen in der Nähe von Dasbach auf der Dasbacher Höhe. Auch der Kirchturm von Dasbach soll sich auf dem Fundament eines römischen Wachturms befinden.
Im Gemeindegebiet des westlichen Nachbarn Taunusstein befindet sich in der Nähe von Orlen direkt neben den Überresten des Kastells Zugmantel ebenfalls ein solcher Nachbau.
Beim Stadtteil Heftrich befand sich das Kastell Alteburg, von dem jedoch keine Reste mehr ersichtlich sind. An dessen Stelle findet dreimal im Jahr der traditionelle Alteburger Markt statt.
Am 15. Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.
Obwohl die Stadt Idstein nur einen kleinen Weinberg unterhält, dessen Wein nur zu besonderen Anlässen ausgeschenkt wird und nicht kommerziell erhältlich ist, findet jährlich ein Weinfest statt. Das nächste größere Weinanbaugebiet ist der Rheingau, der im selben Landkreis wie Idstein liegt. Von dort stammen die meisten der beim Weinfest ausgeschenkten Weine.
Alle zwei Jahre findet im Frühjahr im Bereich der Burg und des Schlosses der Idsteiner Hexenmarkt statt, ein Schau-Markt mit mittelalterlichem Handwerk sowie Unterhaltungsrahmenprogramm, dessen Name sich wie viele andere Veranstaltungen und Angebote auf das Wahrzeichen der Stadt bezieht, den Hexenturm.
Im Sommer findet von Juni bis August jeweils am dritten Donnerstag im Monat der "Alteburger Markt" auf dem entsprechenden Gelände im Stadtteil Idstein-Heftrich statt. Auf dem Gelände des "Alteburger Marktes" befand sich früher das Limes-Kastell_Alteburg.
Das Jugendzentrum in Idstein hat auch einen monatlichen Veranstaltungsplan, der Hip Hop, Metal, DJ-Night und Punkrock beinhaltet. Zusätzlich finden in unregelmässigen Abständen weitere Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel Live-Konzerte von lokalen Bands.
Seit 2004 findet jährlich im Gerberhaus der Idsteiner Frauentag "Frauen in Balance" unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten statt.
Seit 2005 findet einmal im Jahr das Monkey Jump Festival * statt. Die Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem durch seine Vielzahl an verschiedenen Live Bands.
Ort in Hessen | Taunus | Nassau | Ehemaliger Residenzort in Hessen | Idstein | Idstein | Idstein