Der Idealtypus (auch Idealtyp) ist ein grundlegender Begriff der soziologischen Theoriebildung Max Webers. Idealtypen dienen ihm zur Abstraktion und Ordnung der komplexen Realität.
Weber benutzt Idealtypen, um die komplexe soziale Wirklichkeit ordnend beschreiben zu können. Idealtypen sind keine Kategorien, denen alle sozialen Phänomene anhand bestimmter Merkmale eindeutig zugeordnet werden könnten (z.B. jeder, der an einer Universität immatrikuliert ist, ist Student, alle anderen Personen nicht). Vielmehr werden sie gedanklich aus der Wirklichkeit konstruiert; sie beschreiben besonders typische Merkmale eines soziales Phänomens (z.B. ein Idealtyp des Studenten studiert lediglich, um schnell viel Geld verdienen zu können, ein anderer Idealtyp studiert ausschließlich, um zum Erkenntnisfortschritt der Wissenschaft beitragen zu können).
Idealtypen entstehen zwar aus der Beobachtung der sozialen Wirklichkeit, sind aber dort nicht (in „Reinform“) zu finden (so wird z.B. kein Student zu finden sein, der ausschließlich am Fortschritt der Wissenschaft interessiert ist. Unterschiedliche Studenten kommen diesem Idealtyp mehr oder weniger nahe). Idealtypen werden durch Abstraktion (Weber:„pointierende Hervorhebung“) aus der empirisch beobachtbaren Wirklichkeit konstruiert, sie werden also nicht von Axiomen abgeleitet.
Das bekannteste Beispiel Webers für Idealtypen sind die von ihm beschriebenen Typen legitimer Herrschaft. Gelegentlich stellt Weber dem Begriff des Idealtypus den des Realtypus gegenüber.
Idealtype | Ideal type | Idealtipo | 理念型 | Idealtype Typ idealny
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"Idealtypus".
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