| Wappen | Karte |
|---|---|
| Karte Idar-Oberstein in Deutschland.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Kreis: | Birkenfeld |
| Fläche: | 91,57 km² |
| Einwohner: | 32.254 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 352 Einwohner je km² |
| Höhe: | 450 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 55743 |
| Vorwahl: | 06781 und 06784 (Stadtteile: Georg-Weierbach, Kirchen-, Mittel- und Nahbollenbach, Weierbach) |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIR |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 34 045 |
| Stadtgliederung: | 13 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Georg-Maus-Str.1 55743 Idar-Oberstein |
| Website: | www.idar-oberstein.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Hans Jürgen Machwirth (CDU) |
| Bürgermeister: | Peter Simon (CDU) |
| Beigeordneter: | Bruno Zimmer (SPD) |
| Lage der Stadt im Landkreis | |
| Lk-bir.png | |
Idar-Oberstein ist eine Große Kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Idar-Oberstein ist als Edelstein- und Garnisionsstadt bekannt. In der Stadt sind u.a. die Deutsche Diamant- und Edelsteinbörse (Deutsche Edelsteinbörse) und die Artillerieschule der Bundeswehr beheimatet. Außerdem wurde hier in den 1980ern der Fluss Nahe längs mit einer vierspurigen Straße, der Bundesstraße B 41 überbaut, so dass der Fluss jetzt unterirdisch unter der Stadt hindurchfliesst.
Der Stadtrat hat 40 Sitze, die sich auf 6 Fraktionen / Listen und ein Einzelmandat verteilen.
Die Sitze im Stadtrat verteilen sich zur Zeit (August 2005) wie folgt:
Die Deutsche Diamant- und Edelsteinbörse e.V. wurde 1974 als weltweit erste kombinierte Börse für Diamanten als auch Farbedelsteine eröffnet. Die Diamant- und Edelsteinbörse gehört als eine von 25 Börsen dem Weltverband der Diamantbörsen an.
Die B 41 stellt die wichtigste Straßenverbindung dar. Einen direkten Autobahnanschluss besitzt die Stadt nicht. Die A 62 kann jedoch über die Anschlussstellen Birkenfeld (B 41) oder Freisen erreicht werden.
Auch das Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe Edelsteine/Edelmetalle GmbH (FEE) hat seinen Sitz in Idar-Oberstein. Das FEE ist spezialisiert auf die Kristallzucht und Herstellung optischer Elemente für Laser.
Das Deutsche Diamantprüflabor GmbH bewertet seit 1970 die Qualität geschliffener Diamanten. Als erstem Labor seiner Art in Deutschland und weltweit als zweitem Labor wurde der DPL von der Deutschen Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH, Berlin, offiziell attestiert, dass sie die Qualitätsbestimmung nach Farbe, Größe, Schliff und Proportion von Diamanten kompetent nach international anerkannten Standards durchführen kann.
Die Johannes Gutenberg Universität Mainz unterhält in Idar-Oberstein das Institut für Edelsteinforschung. Die Abteilung Edelsteinforschung gehört zur Lehreinheit Mineralogie im Fachbereich Geowissenschaften.
Seit über 20 Jahren findet in Idar-Oberstein die Internationale Fachmesse für Edelsteine, Edelsteinschmuck und Edelsteinobjekte - kurz Intergem - statt. Rund 130 Aussteller präsentieren exquisite Edelsteine in modernen und klassischen Schliffen, vollkommenen Schmuck, kunstvolle Gravuren, raffinierte Colliers mit Farbsteinen, Mineralien, Rohsteine, die ganze Zuchtperlenpalette und Zubehör.
Als eine Messe der Region rund um Idar-Oberstein verstehen sich die von den Wirtschaftsjunioren Idar-Oberstein initiierten Idar-Obersteiner Wirtschaftstage.
Die einzige Realschule der Stadt liegt im "Schulzentrum Vollmersbachtal" und mehrere Hauptschulen sind über das Stadtgebiet verteilt. Vier Gymnasien hat die Stadt: Das Gymnasium an der Heinzenwies und das Göttenbach-Gymnasium können ab der fünften Klasse besucht werden, ein Technisches Gymnasium und ein Wirtschaftsgymnasium ab der elften Klasse.
Ein im September 2005 fertig gestelltes Naturfreibad und ein Hallenbad laden zum Schwimmen ein.
Am Stadtrand ist ein Naturfreundehaus gelegen, das (Rad-) Wanderern und Touristen kostengünstige Verpflegung und Unterkunft bietet.
Achicourt (F) seit 1966, Les Mureaux (F) seit 1971, Margate (GB) seit 1981
Der Stadtteil Kirchenbollenbach unterhält seit 1963 eine Partnerschaft mit Achicourt (F).
Seit 2004 gehört die brasilianische Großstadt Goiânia, Hauptstadt des Bundesstaates Goiàs, zu den Partnerstädten Idar-Obersteins.
Stand 31. Dezember 2003
Im Jahre 1933 wurde Idar-Oberstein aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Algenrodt, Idar, Oberstein und (Tiefenbach und Hettstein) Tiefenstein gegründet.
Darüber hinaus steht der Stadt im Stadtteil Nahbollenbach die Konversionsfläche Gewerbepark Nahetal, die 23 ha umfaßt, zur Verfügung.
Die Kleinkunstbühne Theaterchen * bietet Comedy- und Theaterveranstaltungen, Kabarett, Konzerte, Lesungen und vieles mehr.
Alljährlich begeistert der Theatersommer Schloss Oberstein Einheimische und Besucher mit nationalen und internationalen Bühnenproduktionen vor der Kulisse des Schlosses Oberstein.
Junge Kultur und zahlreiche Konzertveranstaltungen bietet das Jugend- und Kulturzentrum "Depot" im Stadtteil Oberstein.
Das Museum Idar-Oberstein (http://www.museum-idar-oberstein.de) im Stadtteil Oberstein liegt direkt unterhalb der berühmten Felsenkirche und beschäftigt sich ebenfalls mit der Idar-Obersteiner Schmuckindustrie und der Edelsteinbearbeitung, speziell der Achatschleiferei. Auf vier Ausstellungsebenen, die thematisch geordnet sind, werden dem Besucher eine Vielzahl von Exponaten gezeigt. Besondere Beachtung finden auch die vielen Nachbildungen berühmter Edelsteine, die auf eindrucksvolle Weise präsentiert werden.
Einblicke in die Produktion von Art Deco-Schmuck, wie er um die Jahrhundertwende gefertigt wurde, bietet das ganzjährig geöffnete Industriemuseum Jakob Bengel.
Nach jetzigem Kenntnisstand war diese Burg die erste Wehranlage der Herren von Stein und Zufluchtsstätte für die Bewohner der Siedlung darunter, die in der großen Naturhöhle des "oberen Steins" (= Felsen) an der Nahe errichtet wurde. (Daraus entstand der Name Oberstein.)
Diese "Burg im Loch" war übrigens die einzige Höhlenburg in unserem Raum gewesen. Die Felsenkirche ist heute für Besucher durch einen in der Neuzeit entstandenen Felstunnel zugänglich.
Über dem kleinen Gotteshaus erhebt sich auf dem Felsbuckel (Bossel!) die Burg Bosselstein, die seit 1600 aufgelassen wurde. Von ihr stehen lediglich noch ein Turmstumpf und einige Mauerreste. Im Mittelalter war sie sicher eine schwer einnehmbare Burg mit ihrem Vorwerk, den zwei Halsgräben sowie ihren beiden Vorburgen.
Etwas oberhalb, nur einen Büchsenschuss von der Bosselstein entfernt, entstand um 1325 die dritte Burg, das heutige Schloss Oberstein. Es war bis 1624 die Residenz der Grafen von Daun-Oberstein. 1855 brannte es ab. In den Jahren 1926-1956 wurde das Schloss als Jugendherberge genutzt, danach diente ein Raum als Gaststätte.
1961 gab es einen Einsturz eines Teiles der Ostmauer. Der daraufhin 1963 gegründete Burgenverein Schloss Oberstein e. V. kümmerte sich bis heute um die Erhaltung der damals akut gefährdeten Bausubstanz der ehemaligen Vierturm-Anlage. 1998 wurde die Stadt Idar-Oberstein Eigentümer von Schloss Oberstein. Heute gibt es wieder eine kleine Gaststätte, die Wyrich-Stube, und es existieren jetzt einige vom Burgenverein restaurierte Räumlichkeiten, welche für festliche Anlässe und kulturelle Veranstaltungen gemietet werden können.
In den Edelsteinminen Steinkaulenberg, der einzigen für Besucher zugänglichen Edelsteinmine Europas, und der Historischen Weiherschleife kann man einiges über Schmuckverarbeitung und die Geschichte Idar-Obersteins erfahren. Siehe auch: Jaspis
Im Stadtteil Idar hielten sich um 1790 die Eltern des Räubers Johannes Bückler (1777-1803), genannt Schinderhannes, auf.
Der Stadtteil Oberstein war 1796 Schauplatz eines der ersten Vergehen des Schinderhannes. Dort vertrank er in einer Gastwirtschaft das Geld (1 Louisdor) des Gastwirts Koch aus Veitsrodt, für den er Branntwein hätte kaufen sollen (Peter Bayerlein: Schinderhannes-Chronik, S. 45).
Aus dem Stadtteil Weierbach stammt Juliana Blasius (1781-1851), die Geliebte des Schinderhannes, der in Mainz hingerichtet wurde. Das "Julchen" trat seit seiner Kindheit zusammen mit seinem Vater und seiner älteren Schwester Margarethe als Bänkelsängerin und Geigenspielerin auf Märkten und Kirchweihen auf. Zu Ostern 1800 sah der Schinderhannes das "Julchen" erstmals auf dem Wickenhof bei Kirn, wo die 19-jährige zum Tanz aufspielte. Aus der Verbindung des "Julchen" mit dem Schinderhannes gingen eine Tochter und 1802 der Sohn Franz Wilhelm hervor. Nach dem Tod des Schinderhannes heiratete das "Julchen" zunächst einen Gendarmen, mit dem es sieben Kinder zeugte, und nach dessen Tod einen Viehhirten und Tagelöhner. (Ernst Probst: Superfrauen 1 Geschichte, S. 10, Mainz-Kostheim 2001).
Bei der wichtigsten Zubereitungsart wird das Fleisch (Schweinenacken oder Roastbeef) am Tage vor der Zubereitung in rohen Zwiebeln, Salz und Pfeffer eingelegt. Die Zwiebeln werden gerne während der Zubereitung des Fleisches roh am Feuer zu einem Bier gegessen.
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