| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Ichtershausen.jpg | Lage von Ichtershausen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Ilm-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 249 m ü. NN |
| Fläche: | 20,35 km² |
| Einwohner: | 3.927 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 193 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 99334 |
| Vorwahl: | 03628 |
| Kfz-Kennzeichen: | IK |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 70 028 |
| Gemeindegliederung: | Ichtershausen und 3 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Erfurter Straße 42 99334 Ichtershausen |
| Website: | www.ichtershausen.de |
| Bürgermeister: | Klaus von der Krone (CDU) |
Die erste urkundliche Erwähnung von Ichtershausen reicht in das Jahr 948 zurück. 1147 wurde in dem Ort ein Zisterzienserinnenkloster gegründet, dessen markante Klosterkirche das Ortsbild noch heute prägt. Während des Bauernkrieges versammelten sich 1525 in Ichtershausen 4.000 Bauern. Von hier aus versuchten sie, die nahe gelegene Veste Wachsenburg zu schleifen, weil sie die dort amtierenden Herren des Fürstlichen Amtes Wachsenburg für ihre schlechte Lage verantwortlich machen. In dieser Zeit wurde auch das Kloster weitgehend zerstört, das dann 1530 endgültig aufgegeben wurde.
Im Jahr 1676 erklärt Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen Ichtershausen zu seiner Residenz, die er aber bereits vier Jahre später nach Meiningen verlegte. In diese Zeit fällt der Bau eines Walls mit zwei Toren um den Ort, der aber heute nicht mehr erhalten ist. 1697 erhielt Ichtershausen das Marktrecht.
1862 gründete der Gothaer Wilhelm Wolff und der Iserlohner August Knippenberg in Ichtershausen eine Nadelfabrik, die die weitere Entwicklung des Ortes in den nächsten 130 Jahren bestimmen sollte. In kurzer Zeit wuchs die Einwohnerzahl auf über Tausend (1885: 1959 Einwohner). 1877 wurde im ehemaligen Schloss ein Landesgefängnis errichtet, dass noch heute als Jugendstrafanstalt betrieben wird. Um die zunehmend notwendigen Transporte von Menschen und Gütern nach Ichtershausen abzusichern, wurde im Jahr 1885 eine Eisenbahnstrecke als Stichbahn vom fünf Kilometer entfernten Arnstadt gebaut. 1967 wurde diese Strecke wegen mangelnder Rentabilität wieder eingestellt.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
Seit den Kommunalwahlen am 27. Juni 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Der nächste Bahnhof befindet sich in Arnstadt.
Bedingt durch die verkehrsgünstige Lage am Erfurter Kreuz der Autobahnen A4 und A71 entstand in den 1990er Jahren am nördlichen Rand des Ortsteils Thörey ein etwa 100 ha großes, inzwischen gut belegtes Gewerbegebiet mit der Bezeichnung Gewerbepark Ichtershausen-Thörey-Autobahn (GITA), in dem sich vor allem Logistik- und Bauunternehmen angesiedelt haben.
In Planung befindlich ist ein Flugzeugmotorenwerk von Rolls-Royce am südlichen Rand des Gewerbegebietes. Die wenige Jahre alte Verbindungsstraße zwischen dem Gewerbegebiet und dem nördlichen Teil Arnstadts wird daher umgeleitet und erreicht am südlichen Ortsausgang von Ichtershausen die B4.
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