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I bzw. i ist der neunte Buchstabe des lateinischen Alphabets und ein Vokal (auch wenn er unter bestimmten Bedingungen konsonantisch ausgesprochen werden kann). Der Buchstabe I hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 7,75%. Er ist damit der dritthäufigste Buchstabe in deutschen Texten. Des Weiteren hat „I“ verschiedene andere Bedeutungen (zumeist Abkürzungen).

Aussprache


Das langgesprochene I

Ein langgesprochenes I wird in der Deutschen Sprache mit ie oder mit ieh gekennzeichnet. Doppel-i gibt es nur selten und auch nur in Fremdwörtern, wie z. B. in Hawaii. Ih gibt es dagegen häufiger (besonders am Wortanfang, wie z. B. Ihr).

Herkunft


Proto-semiticI-02.png
Proto-semitischer
Arm oder Hand
in zwei Varianten
Phönizisches Yodh Griechisches Iota Etruskisches I Lateinisches I

Im proto-semitischen Alphabet stellt der Buchstabe das Symbol für einen Arm mit Hand dar. Bereits in diesem Alphabet wurde begonnen, das Symbol stark zu stilisieren, sodass zum Teil nur noch die Armbeugung und die Umrisse der Hand erkennbar sind. Im phönizischen Alphabet hatte der Buchstabe den Namen Yodh (Arm/Hand) und stand für den Halbkonsonant * (wie in jung).

In das griechische Alphabet wurde das Yodh als Iota übernommen. Die Griechen änderten wegen ihrer vokalreichen Sprache den Lautwert des Buchstabens, er stand nun für *. Bereits im frühgriechischen Alphabet aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. verlor das Iota alle Anfügungen und wurde zum simplen senkrechten Strich.

Weder im etruskischen noch im lateinischen Alphabet wurde der Buchstabe noch wesentlich verändert, der Lautwert * blieb erhalten.

Der I-Punkt


Der Punkt auf dem Kleinbuchstaben entstand im 14. Jahrhundert. Es war ein Akzent, der immer kleiner wurde. In manchen europäischen Sprachen haben sich zwei Punkte auf dem kleinen I als Akzentuierung heraus kristallisiert. - Siehe auch Punkt (Akzent)

In anderen Sprachen, wie dem Türkischen, ist auch das kleine ı ohne Punkt verbreitet. Das große I gibt es auch mit Punkt:İ. Die Schreibweise ohne Punkt wird als nicht-akzenturiertes i ausgesprochen.

Bedeutungen


  • i (sonstige Formen: ie, ih und ieh) ist eine Interjektion, die Ablehnung, Ekel bzw. Abscheu ausdrückt
  • I ist der gälische Name für die Insel Iona (Eilean na I)

  • in der Chemie
    • bezeichnet I das Element Iod.

  • in der Numismatik steht der Kennbuchstabe I
    • für die französische Münzprägestätte Limoges von 1539 bis 1837.

  • i. ist Abkürzung für "in".
  • Das große I in einem Wort heißt Binnen-I.
  • Ein an ein Substantiv gehängtes i ist eine Möglichkeit, die Verkleinerungsform zu bilden. Meist wird es für eine Koseform oder wohlwollende Einstellung benutzt. (Schatzi, Fundi, Assi)
  • i bezeichnet den Zeigefinger der Zupfhand beim Fingersatz für Gitarre.

Ableitung


Ein "i-Dötzchen", bzw. "i-Schüler" oder auch "i-Männchen" ist umgangssprachlich ein Erstklässler, da im früheren deutschen Schreibunterricht, als die deutsche Kurrentschrift noch üblich war, der Buchstabe i der erste war, der gelehrt wurde. Der Merkspruch lautete: Auf, ab, auf, Pünktchen oben drauf.

Weblinks


  • http://www.wam.umd.edu/~rfradkin/alphapage.html
  • http://www.ancientscripts.com/greek.html

Siehe auch:


Abkürzung | Schriftzeichen

I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I | I (латиница) | I | I | I | I | I | I | I | I

 

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