Ein Hydrodynamisches Gleitlager gehört zu den Lagern im Maschinenbau. Beim hydrodynamischen Gleitlager entsteht im Betrieb ein Schmierfilm aus Öl oder Fett zwischen Lagerzapfen und Lagerschale, die Welle gleitet ohne direkten Kontakt zur Lagerschale.
Diese Betriebsbereiche können im Stribeck-Diagramm gekennzeichnet werden. Im Stillstand und Anfahrzustand liegt der Wellenzapfen auf der Lagerschale auf. Bei Rotation tritt eine relativ hohe Festkörperreibung auf, die auf Dauer die Lagerbuchse verschleißt. Ab einer bestimmten Drehzahl, der Übergangsdrehzahl, ist der hydrodynamische Schmierfilm tragfähig, der Zapfen beginnt auf dem Fluid zu gleiten. In diesem Betriebsbereich herrscht Mischreibung (Festkörperreibung und Flüssigkeitsreibung). Nach dem Übergangsbereich läuft das Lager im volltragenden Bereich. Obwohl hier nur noch Flüssigkeitsreibung auftritt, steigt der Betrag der Reibung mit steigender Drehzahl über den minimalen Betrag bei der Übergangsdrehzahl. Steigt die Drehzahl zu weit an, ist die zur Bildung des Schmierkeils nötige Exzentriziät des Wellenzapfens nicht mehr vorhanden, da der Wellenzapfen sich bei steigender Drehzahl dem Mittelpunkt der Lagerschale nähert. In diesem Punkt bricht der hydrodynamische Schmierfilm zusammen und das Lager kann durch Schwingungen und Stöße zerstört werden.
Gleitlager müssen bei der Dimensionierung immer den Betriebspunkt im volltragenden Bereich haben, auch wenn die Reibung dort geringfügig höher ist. Der Überganspunkt ist sehr instabil, da schon bei kleinen Drehzahländerungen Mischreibung auftreten kann, die das Lager verschleißen lässt.
wobei:
Folgende Bereiche ergeben sich:
| So <= 1 | Schnelllaufbereich |
| 1 < So < 3 | Mittellastbereich |
| So > 3 | Schwerlastbereich |
| 1 < So < 10 | Sollgrenzen in der Praxis |
| 10 < So < infinity | Mischreibungsgebiet |
Diese Vorteile machen sie zum idealen Lagertyp im Schwermaschinenbau, also bei größeren Motoren, Getrieben und hoch belasteten Wellen.
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"Hydrodynamisches Gleitlager".
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