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Wasserorgel.PNG Die Hydraulis (Wasserorgel oder auch Hydraulos) ist ein seit der Antike bekanntes Musikinstrument mit einem Satz von Pfeifen, bei dem ein gleichmäßiger Luftdruck durch Wasser aufrecht erhalten wird. Dabei wird ein unten offener Behälter in ein Wassergefäß getaucht. Durch Pumpen wird Luft in den Behälter gedrückt, wodurch das Wasser aus dem Behälter verdrängt wird. Der Wasserdruck hält den Luftdruck im Behälter weitgehend konstant, obwohl die Pumpen keinen gleichmäßigen Luftstrom erzeugen.

Heron von Alexandria hat eine solche Wasserorgel beschrieben (organon hydraulikon griech. "Wasserpfeife"), die von Ktesibios um 250 v. Chr. konstruiert wurde. Im römischen Reich wurde die Wasserorgel im Zirkus und Theater eingesetzt, bei reichen Römern diente sie zur Hausmusik. Auch in der Zeit der Renaissance wurden solche Orgeln gebaut, zum Beispiel in der Villa d'Este in Tivoli.

Größere Wasserorgeln besaßen mehrere Pfeifenreihen, die einzeln registrierbar waren. Neben Labialpfeifen dürften auch Lingualpfeifen mit Aufschlag- oder Gegenschlagzungen zum Einsatz gekommen sein, worauf die Bezeichnung Hydraulos (Hydra: Wasser; Aulos: antikes Rohrblattinstrument mit Einfach- oder Doppelrohrblatt) hindeutet.

Aerophon | Orgel | Historisches Musikinstrument

Hydraulis | Vannorgel

 

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