Die Husqvarna AB ist ein schwedischer Hersteller von Geräten zur Garten- und Waldpflege, insbesondere Motorsägen und Rasenmähern. Die heute zur Electrolux-Gruppe gehörende Firma ist in über 100 Ländern mit Vertriebsrepräsentanten vertreten. Der Exportanteil liegt bei 95% (2004). Firmensitz ist Huskvarna/Schweden. Dort werden etwa 1900 der 2200 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Der Jahresumsatz liegt bei etwa 5,5 Mrd. schwedische Kronen. Präsident ist Bo Andreasson.
Neben den eigentlichen Montagestätten verfügt Husqvarna über eine eigene Gießerei für Aluminium und Magnesium.
Die Firmengeschichte beginnt 1689 mit der Herstellung von Musketen. Daher leitet sich auch das Logo ab: Es stellt einen Gewehrlauf dar, der von vorn betrachtet wird. Seit 1872 stellte man dort auch Nähmaschinen und gusseiserne Haushaltsgeräte her. 1896 folgte das erste Fahrrad. Seit 1903 werden Motorräder produziert. 1918 übernahm die Firma die Norrehammer Stahlwerke und begann mit der Herstellung von Handrasenmähern und Kesseln. In den 1920er Jahren machte die Motorradabteilung mit einigen Weltrekorden auf sich aufmerksam. 1935 begann die Produktion von Leichtmotorrädern. Da Schweden am 2. Weltkrieg kaum beteiligt war, konzentrierte man sich in den 1940er Jahren auf die Entwicklung von Haushaltsgeräten. Man nahm die Fertigung von Sintermetallprodukten auf. 1959 stellte man die erste Motorsäge und den ersten Mikrowellenherd her. 1977 schließlich wurde die Firma von der Electrolux-Gruppe übernommen, die die Elektro-Hausgerätesparte fortführt.
Auf dem Firmengelände befindet sich neben den ältesten erhaltenen Fabrikationsgebäuden auch ein Werksmuseum.
Zwischen 1912 und 1972 verfügte die Firma über eine breite Produktpalette:
Folgende Abteilungen wurde inzwischen verkauft:
1962 an Monark:
1970 an die Försvarets Fabriksverk:
In den 1960er und 1970er Jahren konnte die Marke zahlreiche Rennerfolge und auch Meisterschaften erringen. 1983 wurde mit der TE 510 der erste wettbewerbsfähige Viertakter für den Geländesport seit den 60er Jahren vorgestellt. Er sorgte für die Wiederbelebung der Viertaktklassen, da andere Hersteller rasch mit Neuentwicklungen folgten. Seit 1988 kommen alle Motorräder aus dem norditalienischen Varese. Seither gab es häufige Wechsel der Mehrheitsanteilseigner, was wiederholt zu Lieferengpässen führte. Die 1988 von ehemaligen Husqvarna-Mitarbeitern gegründete Motorradmarke Husaberg wurde nach sportlichen, aber nicht ökomischen Erfolgen, an KTM verkauft und produziert inzwischen in Mattighofen, Österreich.
Das aktuelle Husqvarna-Angebot besteht aus Geländesport-Motorrädern und Supermotos mit Zweitaktmotoren und Viertaktmotoren mit Hubräumen zwischen 50 cm³ und 630 cm³.
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