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Die Hunte ist ein 198 km langer, linker bzw. westlicher Nebenfluss der Weser in Niedersachsen (Deutschland).
Die Hunte, die nach der 263 km langen Aller den zweitlängsten Weser-Nebenfluss darstellt, ist ein vielseitiger Fluss, der auf seinem Lauf verschiedene Landschaften (Mittelgebirge, Geest, Moor und Marsch) tangiert bzw. durchfließt.
Verlauf
Der
Fluss entspringt im
Landkreis Osnabrück im
Wiehengebirge. Von ihrer
Quelle (), die sich im Westteil des
Naturparks Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge nordwestlich von Buer (nordöstlicher Ortsteil von
Melle) befindet, fließt die Hunte zu Beginn zwischen dem
Linner Berg (181 m) im Westen und dem
Kleinen Kellenberg (161 m) im Osten nach Norden bzw.
Bad Essen, das sie – den Naturpark verlassend und den
Mittellandkanal unterquerend – östlich und in Richtung Nordwesten fließend passiert. Hiesig tritt sie in die
Norddeutsche Tiefebene ein.
Die Hunte passiert danach weitestgehend unkanalisiert und in meist nördlichen Richtungen verlaufend Bohmte und durchfließt den Dümmer. Sie durchfließt oder passiert Diepholz, Drebber und Barnstorf, wonach sie in den Naturpark Wildeshauser Geest einfließt und Goldenstedt durchfließt. Anschließend verläuft die Hunte durch Wildeshausen, wonach sie Dötlingen passiert und die landschaftlich reizvolle Niederung westlich der Osenberge durchschneidet; dieser Flussabschnitt gehört zu den schönsten und ökologisch bedeutendsten an der Hunte.
Nach dem Unterqueren der A 29 fließt die Hunte östlich an Wardenburg vorbei, wonach sie den Naturpark Wildeshauser Geest verlässt und die von links bzw. Südwesten kommende Lethe einmündet. Danach verläuft sie durch Oldenburg, wo ihr von links bzw. Westen kommend das Wasser der Haaren zufließt.
Ab Oldenburg, wo die Hunte nach Nordosten abknickt und die A 28 kreuzt, stellt sie einen Abschnitt des Küstenkanals dar, wodurch sie Teil einer Schifffahrtsstraße zwischen Ems und Weser ist, auf der auch Küstenmotorschiffe verkehren können. Unterhalb Oldenburg kreuzt die Hunte erneut die A 29. Nordöstlich von Elsfleth mündet sie in die von Südosten kommende Weser.
Bauwerke
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Hubbrücke Huntebrück
Das
niedersächsische Baudenkmal Hubbrücke Huntebrück wurde
1951 bis
1953 für die
B212 in der Nähe der Ortschaft
Huntebrück erbaut und ist die älteste und größte noch existierende
Hubbrücke in Deutschland. Die Fahrbahn der Straße verläuft in einem Stahlgittertrog, der mit einem Elektromotor in Brückenmitte von 42 kW (57
PS) Leistung bewegt wird. Die
Gegengewichte in den
Hubtürmen wiegen je 155 t. Bei mittlerem
Tidehochwasser beträgt die Durchfahrtshöhe in den beiden Hubstufen 8,23 m bzw. 24,53 m. Der Hubvorgang benötigt 2 Minuten, bei Nutzung der Schnellstufe 30 Sekunden.
Etwa einen Kilometer hunteabwärts steht eine Stahlgitter-Drehbrücke der Eisenbahnlinie Hude–Nordenham.
Huntesperrwerk
An der Mündung der Hunte in die Weser bei Elsfleth befindet sich zur Hochwasserabsperrung das Huntesperrwerk. Vier mächtige, konvex gebogene Sperrtore können bei
Sturmflut geschlossen werden und schützen so das Hinterland vor Überflutung. Damit die Schifffahrt ungehindert das
Sperrwerk passieren kann, ist es mit einer
Klappbrücke überbaut, die tagsüber zu jeder vollen Stunde geschlossen wird und für fünf Minuten die Überquerung der Hunte für Fußgänger und Radfahrer ermöglicht.
Zuflüsse
Zu den
Zuflüssen der Hunte gehören:
Ortschaften
Zu den
Ortschaften an der Hunte gehören:
Weblinks
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