Professor Hugo Schauinsland (* 30. Mai 1857 auf Rittergut Dedawe (Krs. Labiau, Ostpreußen); † 5. Juni 1937 in Bremen) war Zoologe und ein bedeutender Direktor des Bremer Übersee-Museum.
Auf der von 1890 bis 1895 laufenden „Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung“ im Bürgerpark wurden die Sammlungen in der Abteilung „Handels- und Kolonialausstellung“ mit großem Erfolg gezeigt und noch während der Ausstellung befürworteten kaufmännische Kreise und die Sparkasse dafür ein eigenes Museum zu bauen. Nach Planung durch Direktor Schauinsland, Oberbaudirektor Franzius und Bauinspektor Flügel wurde der Rohbau 1883 fertig und am 15. Januar 1896 wurde durch die Senatoren Carl Barkhausen und Hermann Gröning sowie Direktor Schauinsland das „Städtische Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde“, heute Überseemuseum, eröffnet.
1896 wurde Schauinsland vom Bremer Senat der Professorentitel verliehen. Sein großes Verdienst war die Gestaltung von Schaugruppen und Panoramen; Natur- und Kulturwissenschaft standen gleichberechtigt nebeneinander. Er schuf ein Schaumuseum, das Wissenschaft und Bildung verband. Durch größere Sammelreisen (1896/97, 1905/06, 1907/08, 1912/14 und 1926) in die Südsee, nach Ostasien und Ägypten bereicherte und gestaltete er die Sammlungen.
Schauinsland blieb bis über die Pensionsgrenze im Amt und wurde 1933 unter unwürdigen Umständen in den Ruhestand gezwungen. Die Nationalsozialisten glaubten, dass er nicht bereit sei die Forderungen der „neuen Zeit“ zu berücksichtigen.
Mann | Deutscher | Geboren 1857 | Gestorben 1937 | Bremen | Zoologe
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