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Huflattich
: Asternähnliche (Asteridae)
: Asternartige (Asterales)
: Korbblütengewächse (Asteraceae)
: Asteroideae
: Huflattich (Tussilago)
: Huflattich
Wissenschaftlicher Name Tussilago farfara L. Der Huflattich (Tussilágo fárfara) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Beschreibung


Die Pflanze wächst als mehrjährige krautige Pflanze und wird 10 bis 30 cm hoch. Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die gelben korbförmigen Blütenstände, erst nach deren Verblühen folgen die Laubblätter. Diese sind grundständig, herzförmig bzw. hufförmig (daher sein Name) und haben eine graufilzige Unterseite. Die Blütenstandsstängel sind mit behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel sind deutlich nickend.

Die Blätter haben einen schwachen Geruch; deren Geschmack wirkt zusammenziehend und ist etwas bitter und auch schleimig. Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, aber etwas süßer.

Blütezeit ist von März bis April. Er gehört somit zu den ersten Frühjahrsblumen und wird von Bienen, Käfern und Schwebfliegen bestäubt. Die Samenverbreitung erfolgt wie beim Gewöhnlichen Löwenzahn durch "Schirmflieger" mit dem Wind.

Vorkommen


Die Pflanze ist in Europa, Afrika und in West- und Ost-Asien heimisch. In Nordamerika gilt er als eingebürgert. Er besiedelt trocken-warme Standorte auf durchlässigen Böden. Daher ist der Huflattich oft auf Dämmen, in Steinbrüchen und an unbefestigten Wegen zu finden. Im Gebirge ist er bis in Höhen von etwa 2300 Meter NN anzutreffen.

Huflattich ist nach Gerhard Madaus' Heilpflanzenbuch von 1938 die einzige Pflanze, die selbst auf reiner Braunkohle gedeihen kann.

Inhaltsstoffe


Inhaltsstoffe sind unter anderem Polysaccharide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Verwendung


Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz (Tussis = Husten) und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet (Droge: Farfarae folium). Neuere Forschungen deuten jedoch auf unerwünschte Nebenwirkungen (Krebsrisiko) hin.

Die großen Blätter des Huflattichs sind unterseits weich behaart und werden daher von Naturfreunden auch als "des Wanderers Klopapier" bezeichnet.

Rücksicht beim Pflücken


Die Blüten des Huflattichs gehören zu den ersten Blumen des Vorfrühlings und bieten Insekten Nahrung. Daher empfiehlt es sich, nicht den gesamten Bestand an einer Stelle abzuernten.

Bild:Huflattich_Blaetter.jpg|Huflattich-Blätter Bild:Coltsfoot close-up aka.jpg|Blütenstand mit vielen Einzelblüten Bild:Tussilago farfara06.jpg|Samenstände Bild:Tussilago-farfara_0018_a.jpg|Samenstand Bild:Tussilago farfara 130403.jpg|Korbförmige Blütenstände im Frühjahr

Literatur


  • Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Bd 1. Heilpflanzen. G. Thieme, Leipzig 1938, Olms, Hildesheim 1979. ISBN 3-487-05890-1

Weblinks


Korbblütengewächse | Heilpflanze | Wildkraut

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