In jeder Kolbenmaschine legt der Kolben einen Weg zwischen dem oberen und dem unteren Totpunkt im Zylinder zurück, den Kolbenhub. Durch die Multiplikation von Kolbenhub s mit der Zylindergrundfläche A (, wobei r der Halbmesser der sogenannten Bohrung ist) erhält man den Hubraum (Hubvolumen). Man unterteilt hierbei in Zylinderhubraum und Gesamthubraum, welcher sich aus der Multiplikation der Zylinderhubräume mit der Zylinderzahl ergibt.
Der Hubraum ist neben der Leistung eine der Kenngrößen eines Verbrennungsmotors.
Je nachdem ob der Kolbenhub größer oder kleiner als der Durchmesser des Zylinders ist, spricht man von einem Langhuber (oder überquadratisch) oder einem Kurzhuber (unterquadratisch).
Kurzhuber haben eine größere Kolbenfläche und ermöglichen die Unterbringung von größeren Ventilen. Sie sind drehzahlfester und werden daher überwiegend in Sportwagen und Motorädern verwendet.
Langhuber ermöglichen eine bessere Brennraumgestaltung und eine optimiertere Verbrennung. Sie haben einen geringfügig höheren Wirkungsgrad.
Die Tendenz im Kfz-Bau geht zunehmend zu kleineren und damit leichteren Motoren, da diese aufgrund der kleineren Wärmeübergangsflächen bei gleicher Leistung geringere thermische Verluste aufweisen. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig einen schlechteren Wirkungsgrad großvolumiger Motoren.
Faustformel für Saugmotoren: Der Wert für das maximale Drehmoment in Nm gemessen liegt hier bei etwa einem Zehntel des Hubraumes in cm3 gemessen. Eine Abweichung des Drehmomentwertes zum Zehntel des Hubraumwertes von etwa 10 bis 15 Prozent ist hierbei jedoch oft vorhanden, in der Regel nach unten.
Auch zahlreiche Gesetze, etwa das deutsche Kraftfahrzeuggesetz, nehmen den Hubraum als Bemessungsgrundlage, zum Beispiel Führerscheinklassen bei Kleinkrafträdern.
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