Hubertus Knabe (* 1959 in Unna) ist deutscher Historiker und Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Er ist vor allem durch Veröffentlichungen zur Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in und gegen Westdeutschland bekannt geworden. Diese untersuchte er im Auftrag des Deutschen Bundestages. Weitere Veröffentlichungen widmen sich den Oppositionsbewegungen im ehemaligen Ostblock sowie der ostdeutschen Nachkriegsgeschichte.
Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Bremen wurde er 1983 Pressesprecher der Grünen in Bremen. 1985 ging er als DAAD-Stipendiat an die Universität Budapest in Ungarn. Anschließend promovierte er an der Freien Universität Berlin über Umweltkonflikte im Sozialismus. Eine vergleichende Analyse der Umweltdiskussion in der DDR und Ungarn. Danach war er Studienleiter der Evangelischen Akademie Berlin (West) und DAAD-Lektor an der Universität Ljubljana in Slowenien. Von 1992 - 2000 arbeitete er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde/Birthler-Behörde). Seitdem ist er wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit.
Hubertus Knabe gehört zu den Mitbegründern der Partei Die Grünen und engagierte sich in der blockübergreifenden Friedensbewegung. In Bremen gründete er 1978 ein Komitee für die Freilassung des DDR-Dissidenten Rudolf Bahro.
Mann | Deutscher | Historiker | Geboren 1959
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