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Huaraz
Huaraz (119.000 Einwohner) ist die Hauptstadt der peruanischen Region Ancash, ca. 450 km nördlich von Lima in den Anden gelegen (3100m ü.NN).
Lage
Huaraz ist das Zentrum des landwirtschaftlich bedeutsamen Tales
Callejón de Huaylas sowie Ausgangspunkt für die angrenzende Hochgebirgsregion
Cordillera Blanca mit Perus höchstem Berg
Huascarán (6768 m). Huaraz wurde im 20. Jahrhundert viermal von Gletschereis-Lawinen getroffen, die aus der Cordillera Blanca heraus die Stadt überrollt haben.
Tourismus
Huaraz ist die größte Stadt im Santa-Tal und wichtiger Ausgangspunkt für Erkundungsausflüge in die Cordillera Blanca.
7 km nördlich der Stadt liegt Willkahuain, eine über 1000 Jahre alte Tempel- und Wehranlage aus
schweren Megalith-Quadern. Aufgrund der Struktur der Gebäude und der Außen- und Innenverzierungen nimmt man an, dass Willkahuain zur Zeit der Wari-Kultur errichtet worden ist, einer der vor-inkaischen Regionalkulturen Südamerikas, die in der Zeit von etwa 600 bis 1100 n.Chr. die Küste und die westliche Andenregion des heutigen Peru beherrschte.
Zerstörung 1941
Am frühen Morgen des
13. Dezember 1941 stürzte ein riesiger
Gletschereisbrocken in den 23 km nordöstlich der Stadt auf 4.566 m
ü.NN gelegenen
Palcacocha-See und führte zum Bruch des
Moränenwalls, der den See talwärts begrenzte. Die Flutwelle durchbrach auch den talabwärts liegenden Jiracocha-See, stürzte das Cohup-Tal hinab und riss Erde, Pflanzen und Felsen mit sich. Innerhalb von 15 Minuten erreichte die Schlammlawine die Stadt Huarez, wo gegen 6:45 rund 400 m³ Schuttmaterial weite Teile der Stadt zerstörten und 5-7.000 Menschen töteten.
Zerstörung 1970
Huaraz wurde am 31. Mai 1970 durch ein Erdbeben schwer zerstört, bei dem schätzungsweise 18.000 Menschen ums Leben kamen. Die Stadt wurde jedoch wieder vollständig neu aufgebaut und erfährt besonders seit Ende der 1990er Jahre einen starken Aufschwung durch ganzjährlichen Tourismus (Bergsteigen und Trekking).
Weblinks
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