| Geografische Lage | |
|---|---|
| Hotzenwald_Region.gif | |
| Land: | Baden-Württemberg |
| Landkreise: | Waldshut, Lörrach |
| Region: | Hotzenwald |
Der Hotzenwald ist eine Region im Südschwarzwald.
Der Name Hotzen für die Bewohner dieser reizvollen Berglandschaft wurde von Joseph Victor von Scheffel im Jahr 1853 benutzt, die bis dahin einfach die Wälder hießen (Scheffels Werke, Bd. 4 Leipzig 1917, S. 52).
Das Wort Hotzen leitet sich möglicherweise auch vom Wort Houtz ab, welches ein altalemannischer Ausdruck für Bauer oder Wälder war. Eine andere Deutung kommt vom Mittelhochdeutschen hotzen – schnellgehen, schaukeln.
Im weiteren Sinn werden Gebiete dem Hotzenwald zugerechnet, die mit dem historisch im Südschwarzwald bedeutenden Kloster St. Blasien oder der Grafschaft Hauenstein in Verbindung standen. Dies sind im Westen die Gebiete bis zum Mittel- und Oberlauf der Wiese und im Osten bis zum Bergrücken zwischen Schlücht und Steina.
Die Region, nach beiden Definitionen, erstreckt sich überwiegend über mittlere und hohe Lagen des Südschwarzwaldes. Sie steigt vom Niveau des Hochrhein (etwa 300 m ü. NN) zügig an und erreicht auf dem größten Teil der Fläche eine Höhe von 500 bis über 1000 m ü. NN. Die Region fällt von den Erhebungen des Südschwarzwaldes im Norden zum Hochrhein im Süden hin ab und ist gekennzeichnet durch sonnige Hochebenen und Hochtäler.
Die Flüsse im Hotzenwald bilden im Oberlauf in der Regel ein Hochtal und schneiden in ihrem weiteren Verlauf tief in das Grundgebirge des Schwarzwaldes ein. Sie folgen dem Gefälle des Südschwarzwaldes in Nord-Süd-Richtung und münden schließlich als rechte Nebenflüsse in den Rhein. Flüsse in der Region Hotzenwald sind von Westen nach Osten Wiese, Wehra, Murg, Alb und Schlücht. Die Gemeinden im Kern der Region sind Rickenbach, Herrischried, Dachsberg und Görwihl.
In der Zeit als sich die Bezeichnung Hotzenwald im Sprachgebauch etablierte, verlor die Region, im Wesentlichen als Folge der Eisenbahnlinie am Hochrhein, den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung. Die Bergwerke im Hotzenwald sowie die Eisenhütten und -schmieden am Hochrhein wurden unrentabel. Die Holzwirtschaft und Köhlerei im Hotzenwald verlor ihren Absatzmakt. Die Region entwickelte sich zu einem Armenhaus in Süddeutschland, bis nach dem Zweiten Weltkrieg das Land Baden-Württemberg ein Hotzenwaldprogramm auflegte, das die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und die touristische Entwicklung beförderte.
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