Horw ist ein südlicher Vorort der Stadt Luzern. Die Gemeinde gehört zum Amt Luzern des Schweizer Kantons Luzern.
Der recht grosse Bireggwald liegt zwischen dem Dorf und den südöstlichen Quartieren der Stadt Luzern (u.a. Matthof und Hirtenhof). Nordwestlich von ihm ist das Quartier Biregg, welches zwar politisch zu Horw gehört, aber mit der Stadt Luzern zusammen gewachsen ist.
Die Halbinsel Horw ist mit Ausnahme des Dickwalds fast vollständig gerodet. An den Uferpartien des Vierwaldstättersees liegen zahlreiche Siedlungen. Die grössten sind die Ortsteile St. Niklausen im Osten und Kastanienbaum im Südosten der Halbinsel. Bei Felmis/Halten, südlich des Bireggwalds im Norden der Halbinsel, entstand in den letzten Jahren ein grosses Neubauquartier.
Das Dorf Horw mit den Teilen Waldegg, Althof und Rank ist in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stark gewachsen und verstädtert und wird von mehreren Bächen durchflossen.
Südöstlich des Dorf liegt an der Nordwestecke der Halbinsel der Ortsteil Winkel an der Horwer Bucht. Winkel und der - westlich davon - ebenfalls an der Horwer Bucht liegende Ortsteil Ennethorw sind durch die rege Bautätigkeit mit dem Dorf verwachsen.
Ennethorw liegt am Fuss des Pilatushangs. Dieser ist grösstenteils bewaldet und durch ihnen fliessen zahlreiche Bäche. Die grössten sind der Steinibach , der durch Horw-Dorf fliesst und im Delta in der Horwer Bucht in den Vierwaldstättersee einmündet und der Wiedenbach , welcher am Westufer der Horwer Bucht in den See einfliesst. Das Waldgebiet, welches die Gemeinden Horw und Hergiswil NW trennt, heisst Haltiwald.
Der tiefste Punkt der Gemeinde ist der Seespiegel auf 434 m.ü.M. Der höchste Punkte der Gemeinde liegt zwischen der Krienseregg und Fräkmünt auf 1'281 m.ü.M. im Hochwald (auch Oberer Wald genannt).
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von mehr als 20 km². Davon sind allerdings nur 1287 ha Landgebiet. Dieses wird zu einem Drittel (32,4%) landwirtschaftlich genutzt. Rund ein Viertel (24,1%) ist Siedlungsfläche. Der Bireggwald und Wälder am Pilatushang bedecken 42,4% des Gemeindeareals.
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1798 | 836 |
| 1837 | 1'278 |
| 1860 | 1'244 |
| 1880 | 1'278 |
| 1910 | 2'234 |
| 1920 | 2'293 |
| 1930 | 2'715 |
| 1941 | 3'553 |
| 1950 | 4'621 |
| 1960 | 7'638 |
| 1970 | 10'632 |
| 1980 | 11'629 |
| 1990 | 11'782 |
| 2000 | 12'648 |
| 2004 | 12'296 |
Die Abteilung Heizung-Lüftung-Klima (HLK, neue auch Gebäudetechnik) ist einmalig in der Schweiz. Sie ist in drei Studienrichtungen unterteilt. Einerseits Heizung-Lüftung-Klima (HLK), Heizung-Sanitär (HS) und Gebäude-Elektroengeneering (EE). Jedes Jahr schlissen nur rund 25 hochqualifizierte Ingenieure aus dem ganzen Land diese Ausbildung ab. Ihre Berufliche Zukunft liegt Hauptsächlich in der Planung der vielfälltigsten Gebäudetechnik in der Baubranche.
Horw liegt an der Hauptstrasse Luzern-Sarnen-Interlaken/Stans-Engelberg (bis Hergiswil NW gemeinsam). Es verfügt über den Autobahnanschluss Schlund an der A2 . Für gewisse Quartiere sind auch die Autobahnanschlüsse Kriens und Luzern-Zentrum - beide ebenfalls an der A2 - von Bedeutung.
Die Gemeinde war Teil des Besitzes des Hofklosters zu Luzern. Erstmals erwähnt wird der Name in Form von Horwe im Jahr 1231 , als Walther von Hochdorf und dessen Gattin Berta ihre Güter dem Hofkloster vermachen. 1291 wurden die Habsburger die neuen Herren. Nach der Schlacht bei Sempach übernahm die Stadt Luzern im Jahr 1395 die hohe Gerichtsbarkeit, 1425 auch die niedere. Horw wird zur Zahlung eines hohen Geldbetrags verpflichtet, weil es sich 1653 im Bauernkrieg gegen die Stadt Luzern stellte. Beim Winkel gab es damals ein Gefecht zwischen den aufständischen Bauern und den Truppen der Stadt.
Bei der Eroberung der Schweiz durch die Franzosen im Jahr 1798 wurden Truppen einquartiert, die den Auftrag hatten, die rebellischen Nidwaldner zu unterwerfen. Bis in dieses Jahr wurde Horw als Teil der Landvogtei Kriens verwaltet. Bis 1803 gehörte es zum Distrikt Luzern , seither zum Amt Luzern . In den Jahren 1844 und 1847 waren wiederum Truppen in Horw stationiert (Freischaren respektive Eidgnössische).
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