Horst Fuhrmann (* 22. Juni 1926 in Kreuzburg in Oberschlesien) ist ein deutscher Historiker.
Fuhrmann studierte nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft an der Universität Kiel die Fächer Geschichte, Klassische Philologie und Rechtsgeschichte und wurde 1952 mit der preisgekrönten Arbeit über mittelalterliche Patriarchate promoviert. Er arbeitete von 1954 bis 1957 am Institut der Monumenta Germaniae Historica in München und am Deutschen Historischen Institut in Rom und habiliterte sich 1960 in Kiel in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte mit einer Schrift über die Bedeutung und Wirksamkeit Pseudoisidorischen Dekretalien. 1962 wurde er auf den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen berufen. Von 1971 bis 1994 war er dann Präsident der Monumenta Germaniae Historica und Ordinarius für Geschichte an der Universität Regensburg, von 1992 bis 1997 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Fuhrmann wurde mehrfach mit Ehrenpromotionen bedacht und erhielt unter anderem das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste. Er war korrespondierendes Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.
Eine ausführliche Bibliographie findet sich in Mordek, FS Fuhrmann, 1991, 383 ff. (s. u.).
Mann | Deutscher | Historiker | Geboren 1926 | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Pour le Mérite (Friedensklasse)
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