| Europäische Hornotter | ||||||||||||
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| : | Vipern (Viperidae) |
| : | Echte Ottern (Vipera) |
| : | Europäische Hornotter |
Die Europäische Hornotter (Vipera ammodytes), auch Sandviper, Hornviper oder Sandotter genannt, ist eine Art aus der Familie der Vipern.
Namensgebend ist das auffällige, rundum mit kleinen Schuppen bedeckte Horn an der Schnauze. Über den Augen befinden sich, wie bei den meisten Vipern-Arten, kräftig ausgebildete Leisten, die ihr einen von Menschen als „drohend“ empfundenen Blick verleihen. Die Färbung variiert sehr stark; die meisten Tiere sind grau, gelblich, oder rotbraun mit dunklerem Zickzack- oder Rautenband auf dem Rücken, dessen Farbe ebenfalls von hellbraun bis schwarz variiert. Gelegentlich treten ähnlich wie bei der Aspisviper völlig schwarze (melanistische) Tiere auf. Männchen sind meistens etwas heller gefärbt als Weibchen und haben eine ausgeprägtere Kopf- und Körperzeichnung. Die Schwanzunterseite ist bei beiden Geschlechtern häufig gleblich, rötlich oder grünlich gefärbt. Um die Körpermitte haben die Europäischen Hornottern etwa 21 bis 23 gekliete Rückenschuppen.
In der Süd-Schweiz im Kanton Tessin kommt sie in Natur zwar nicht vor, sie wurde aber ohne Erlaubnis im steinigen Vallone di Freggio bei Osco ausgesetzt und konnte sich vermehren.
Sie lebt im trockenen, steinigen Buschland und lichten Wäldern. Besonders häufig ist sie an trockenen, sonnigen Felsenhängen und auf Steinmauern zu beobachten. Zu ihrem Lebensraum gehören aber auch lichte Laubwälder mit sonnigen Lichtungen, verwilderte Gärten und buschbestandene Geröllflächen. Anders als es ihr gelegentlich gebrauchter Trivialname Sandotter vermuten lässt, kommt sie nur sehr selten auf Sandflächen vor.
Die Europäische Hornotter ist nicht aggressiv. Sie vertraut auf ihre Schutzfärbung und versucht bei Bedrohung stets zu fliehen. Lediglich bei Fangversuchen zischt sie laut und beißt zu. Unter den europäischen Vipern hat die Europäische Hornotter allerdings eines der stärksten Gifte. Es wirkt auf Blut und Gefäßsystem. Ihr Gift wirkt bei gesunden und erwachsenen Menschen in der Regel nur lokal und verursacht meist nur Schmerzen und Ödeme an der Bißstelle, während Allgemeinsymptone (Erbrechen, Kreislaufprobleme) seltener auftreten. Todesfälle nach Viperbissen kommen höchst selten vor und es sind vor allem Kinder oder geschwächte Personen gefährdet.
Je nach Herkunft halten Hornottern eine bis zu 6 Monate dauernde Winterruhe, wobei sie sich in großen Zahlen an geeigneten Überwinterungsplätzen zusammenfinden.
Vipera ammodytes | Zandadder | Żmija nosoroga | modras | Boynuzlu engerek
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