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Die Hornsubstanz - kurz auch als Horn bezeichnet - ist das Material, aus dem Hörner, Hufen, Vogelschnäbel, Finger- und Zehennägel, usw. bestehen.

Diese von der Haut gebildete harte Substanz besteht hauptsächlich aus Keratin. Aus diesem Material besteht beispielsweise auch das Nasenhorn der Nashörner.

Eigenschaften

Härter und schwerer als Holz, jedoch leichter und elastischer als Knochen. Horn hat eine Reißlänge von ca. 31 km. Seine Druckfestigkeit beträgt bis zu 3 Tonnen pro Quadratzentimeter. Es ist unter Druck bis zu 3% elastisch, d.h. reversibel komprimierbar. Horn ist auf Druck stärker belastbar als auf Zug, wird es durch Biegung überbeansprucht, so bricht es auf der Zugseite. Es ist nicht brennbar, nicht löslich in Wasser und schwachen Laugen/Säuren, jedoch in starken Laugen/Säuren. Pigment-freies Horn kann völlig transparent sein (Hörner der Albino-Tiere, unsere eigenen Fingernägel).

Bearbeitung

Ähnlich wie Holz: Horn kann geraspelt, gesägt, gebohrt, geschnitzt, gespalten oder geschliffen werden. Bleichen ist ebenfalls möglich. Um Horn kleben zu können muss es durch gründliches Entfetten vom enthaltenen Klauenöl befreit werden, zb. durch einlegen in Benzin.

Manche Hornarten neigen beim Bearbeiten zu Delamination, d.h. dass sich ganze Schichten der Länge nach abspalten können, besonders beim Rinderhorn. Werden dünne Hornstücke/Streifen gebraucht kann der Effekt dagegen erwünscht sein (zb. für Hornbücher).

Durch mehrtägiges einlegen in Wasser kann Horn formbar gemacht werden. Noch stärker formbar wird es jedoch durch 20 minütiges Kochen, es kann dann heiß in fast jede beliebige Form gebogen werden (in dünne Streifen können sogar Knoten gemacht werden), nach dem Abkühlen und trocknen bleibt die neue Form erhalten. Auch durch trockene Hitze, über der Flamme, kann Horn etwas geformt werden.

Die grössten zusammenhängenden Hornplatten sind die Walbarten (Fischbein), sie können bis zu 3 Meter lang sein.

Verwendung

Heute zur Herstellung von Knöpfen, Kämmen, Löffeln, Messergriffen, Schmuckgegenständen wie Schnitzereien, Piercings.

In früheren Zeiten wurde Horn oft wie die heutigen Kunststoffe benutzt, zb. für das Hornbuch, den Kompositbogen, für Korsetts, für wasserdichte Gefäße, als Pulverhorn, für viele Musikinstrumente usw.

Hornspäne und Hornmehl sind ein wertvoller Stickstoffdünger.

Siehe auch


Haut

Hoorn (materiaal)

 

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