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Der Hoover-Staudamm, der allerdings kein Staudamm, sondern eine Staumauer ist, befindet sich in den USA 48 Kilometer südöstlich der Touristenhochburg Las Vegas im Black Canyon. Der Staudamm staut den Grenzfluss Colorado zwischen Arizona und Nevada zum Lake Mead auf. Die Größe des aufgestauten Sees ist mit einer Fläche von 69.000 Hektar, einer Länge von ca. 170 km und einer maximalen Tiefe von ca. 180 Metern auch für amerikanische Verhältnisse beeindruckend. Um den Verkehr zu entspannen wird der Hoover Dam Bypass (U.S. 93) gebaut, der Juni 2008 fertig werden soll.

Bau des Staudamms


Gebaut wurde der Hoover-Staudamm zwischen 1931 und 1935 als Bogengewichtsmauer mit einer Höhe von 221 m und einer oberen Dicke von ca. 14 Metern. Die untere Dicke beträgt 201 Meter. In der Staumauer wurden ca. 2,6 Millionen Kubikmeter Beton verbaut. Dies wäre genug, um einen 5 m breiten und 20 cm hohen Streifen von San Francisco nach New York zu legen. Die Staumauer wurde nicht in einem Stück gegossen, sondern aus vielen einzelnen, trapezförmigen, 1,5 m hohen Betonblöcken erstellt. So konnte die beim Abbinden des Betons entstehende Wärme schneller abgeleitet werden. Um die Baustelle trocken zu legen, wurden auf jeder Flussseite jeweils zwei Tunnel durch die Felswände der Schlucht getrieben und der Colorado durch diese hindurchgeleitet. Der Durchmesser der Tunnel betrug 17 Meter, die Gesamtlänge fast 5 Kilometer.

Die elektrische Leistung der Turbinen (Generatoren) beträgt ca. 2.000 MW.

Bemerkenswert ist auch, dass zur Realisierung der von den Maschinentransformatoren wegführenden Hochspannungsleitungen einige Hochspannungsmasten als schiefe Konstruktion am Rand der senkrecht abfallenden Schlucht gebaut werden mussten.

Der Name der Staumauer


Die Staumauer wurde nach Herbert C. Hoover benannt, dem 31. Präsidenten der USA.

Das Projekt, nach dem die Staumauer ursprünglich im Boulder Canyon (ca. 16 km stromabwärts) gebaut werden sollte und aus bautechnischen Gründen letztendlich im Black Canyon errichtet wurde (der dortige Felsuntergrund erlaubte eine höhere Staumauer), begann mit der Bezeichnung „Boulder Dam“-Projekt, die auch noch in der offiziellen Anweisung zum Start des Baus vom 7. Juli 1930 durch den Ray Lyman Wilbur, den Secretary of the Interior (Innenminister) Hoovers verwendet wurde. Zu Beginn der offiziellen Bauphase sorgte Wilbur jedoch dafür, dass das Projekt in „Hoover Dam“ umbenannt wurde. Herbert C. Hoover stellte sich zu diesem Zeitpunkt zur Wiederwahl als Präsident; die Verbindung dieses Bauprojekts, das während der Weltwirtschaftskrise viele Tausende von Arbeitsplätzen schuf, mit dem Namen Hoovers sollte helfen, seine Chancen auf die Wiederwahl zu erhöhen.

Hoover jedoch gewann die Wahl nicht und am 8. Mai 1933 sorgte der Innenminister des neuen Präsidenten Franklin D. Roosevelt dafür, dass das Projekt wieder den Namen „Boulder Dam“ trug. Erst unter Präsident Harry S. Truman machte man diesen Schritt wieder rückgängig. Am 30. April 1947 veranlasste er, dass die Staumauer wieder den Namen des Präsidenten trug, unter dessen Amtszeit das Projekt gestartet wurde.

Weblinks


Stausee | Staumauer | Speicherkraftwerk

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