Homocystein ist eine Aminosäure (SH-C3H5-NH2-COOH).
Homocystein ist ein Zwischenprodukt des Methioninstoffwechsels, das beim Stoffwechsel von Eiweiß im Körper gebildet wird. Erhöhte Werte können eine Schädigung der Blutgefäße zur Folge haben. Es soll auch einen Zusammenhang mit Demenzerkrankungen im Alter geben. Normale Laborwerte bei der Blutuntersuchung liegen zwischen 5 und 10 µmol/l. Zur Regulierung des Homocystein-Pegels im Blut ist eine ausreichende Versorgung mit Betain und der Vitamine B12 und Folsäure (FH4) erforderlich.
Aus Homocystein, Betain und CH3-(FH4) kann durch die Methionin-Synthase Methionin auf- bzw. abgebaut werden. Die Methionin-Synthase benötigt dabei das Vitamin B12 als Coenzym.
Als Zwischenprodukte dieses Biosyntheseweges entstehen FH4 (Folsäure) und Betainhomocystein, wobei Betainhomocystein durch die Betainhomocystein-Methylase zu Methionin und Dimethylglycin umgewandelt wird.
Obgleich Folsäure und B-Vitamine den Homocysteinspiegel nachweislich senken, haben sie in mehreren großen Studien bislang nicht zu einer Senkung des Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisikos geführt. Aus diesem Grunde wird die Bestimmung des Homocysteinspiegels meist nur für Patienten empfohlen, die keine anderen Risikofaktoren aufweisen. Eine Therapie wird bei Werten über 15 µmol/l überwiegend empfohlen.
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