Als Teleshopping (engl. Ferneinkaufen; auch Homeshopping engl. zu Hause einkaufen) bezeichnet man eine Verkaufsform, bei der dem Endverbraucher Produkte über das Fernsehen präsentiert werden, die er dann direkt telefonisch bestellen kann. Teleshopping ist eine Form des DRTV (Direct Response Television, dt. Direktes-Reaktions-Fernsehen). Weiterhin gehören auch Online-Shops zum Teleshopping-Sektor.
Der selbe Lowell Paxson gründete 1982 zusammen mit Roy Speer den Home Shopping Club, einen regionalen Fernsehsender. Drei Jahre danach, am 1. Juli 1985, expandierte der Sender, der nun HSN (Home Shopping Network) hieß, und strahlte als erster Shoppingkanal in den gesamten USA sein Programm aus.
Die Sender bieten ein weitgefächertes Sortiment an: Beginnend bei Kosmetik, Vitalprodukten, Körperpflege, Mode, über Schmuck, Werkzeug, Bettwaren, Küchenprodukte, Multimediaartikel und Putzmitteln bis hin zu Dekorationsartikeln und sogar Geschäftskonzepten.
Daneben gibt es auch spezialisierte Sender wie sonnenklar TV oder TV Travel Shop, die ausschließlich Urlaubsreisen verkaufen (Reiseshopping).
Andere Sender, meist klassische Privatsender, strahlen Teleshopping-Fenster aus. Dort laufen entweder Live-Sendungen der vorgenannten Anbieter (z.B. RTL Shop bei RTL) oder vorproduzierte Sendungen, so genannte Infomercials, teilweise synchronisiert aus dem Englischen, die zumeist 15 bis 30 Minuten dauern.
Bei der Sortimentsauswahl spielt die mangelnde Vergleichbarkeit von Marktpreisen durch die Zuschauer eine Rolle. So werden selten Artikel des täglichen Bedarfs verkauft, für die die Zuschauer eine ungefähre Preisvorstellung haben könnten. Häufiger werden dagegen echte oder vermeintliche Innovationen (oft exklusiv) angeboten, für die es keinen allgemein bekannten Marktpreis gibt. Eine weitere typische Produktgruppe ist Schmuck, bei dem für Laien eine Wertbeurteilung unmöglich ist. Bei der Gruppe der Kosmetikprodukten werden häufig Eigenmarken mit echten oder vermeintlichen Alleinstellungsmerkmalen verkauft, um dieses Ziel zu erreichen.
Bei den Verkauferfolgen der Sender spielt auch ein (manchmal bewusst durch die Moderatoren geförderter) Selbstbelohnungseffekt, sowie die verschiedenen anderen Methoden der Kundenbeeinflussung wie sie historisch schon von Marktschreiern und Messepropagandisten entwickelt wurden, eine Rolle. ("Wer jetzt nich kauft, ist selber schuld!", "So günstig wird es nie wieder!")
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