Die Berufsbezeichnung Holzblasinstrumentenmacher (Holzblasinstrumentenbauer) bezeichnet einen Hersteller und Restaurator von Holzblasinstrumenten, darunter:
Erst im Mittelalter begannen Tischler oder Holzschnitzer, sich auf den Instrumentenbau zu spezialisieren. Wie Abbildungen von Werkstätten aus dieser Zeit zeigen, stellten sie meistens auch Streich- und andere Instrumente aus Holz her.
In der Barockzeit und danach gingen große Weiterentwicklungen der Instrumententechnik von den Herstellern aus: Das Teilen des Instruments in mehrere handliche Stücke (vor allem beim Fagott), das Hinzufügen nützlicher Zusatzklappen und die Suche nach einer Form des Instruments und der Bohrung, die schönen Klang und perfekte Intonation zugleich ermöglichte. Später wurden mit den modernen Methoden der Mathematik und Akustik die Griff- und Klappensysteme reformiert: 1847 baute Theobald Böhm eine Querflöte nach einem neuen System, das bis heute verwendet wird und auch auf vielen Klarinetten angewendet wird. Auch Neuentwicklungen von Instrumenten wurden von Holzblasinstrumentenbauern durchgeführt. So gilt der Instrumentenbauer J. Denner als Erfinder der Klarinette im Jahr 1700.
Dann erst werden die Tonlöcher markiert und sorgfältig gebohrt und die Klappen angebracht. Die genaue Positionierung der Löcher und der Öffnungswinkel der Klappen ist es, was einen wahren Meister des Faches auszeichnet: Da beim Spiel von Holzblasinstrumenten die verschiedenen Töne durch etliche Kombinationen offener und geschlossener Klappen und Tonlöcher erzeugt werden, kann schon eine minimale Abweichung des Bohrwinkels fatale Folgen für die Intonation des gesamten Instruments haben.
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