| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| WappenHolungen.jpg | Karte_Holungen_in_Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Thüringen | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Eichsfeld | bgcolor="#FFFFFF" | Verwaltungsgemeinschaft: | Eichsfeld - Südharz | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | ||||||||||||||||||||
| Fläche: | 6,79 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 949 (31. Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 350 m über NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 37345 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 036077 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | EIC
| bgcolor="#FFFFFF" | Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 16 0 61 051 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Verwaltungsadresse: | Teichstraße 1 37345 Holungen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | Eichsfeld Südharz | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Benno Mumdey (CDU) |
Die preußische Herrschaft hielt nur vier Jahre und zehn Wochen, bis zu den Jahren 1806 und 1807, in denen Preußen fast völlig vernichtet wurde. Außerdem wurde ihm die Hälfte der Länder, sowie die Großmachtstellung geraubt. Im Jahre 1806 verlor man die Schlacht bei Jena und Auerstedt, wodurch Napoleon schon im Dezember des Jahres die beiden eichsfeldischen Kreise, also auch Holungen unter Besitz nahm. Friedrich Wilhelm der Dritte floh mit seiner Frau und den Prinzen nach Memel. Die Franzosen verlangten hohe Abgaben, welche die Holunger über das Kloster Gerode leisten mussten. 1807 kam dann das Eichsfeld zum Königreich Westfalen mit der Hauptstadt Kassel. Am 1. Januar 1808 trat das bürgerliche Gesetzbuch, der „Code Napoleon“, in Kraft. Die Jungmannen mussten jetzt Kriegsdienst im Heer der Franzosen leisten. In dieser Zeit marschierten viele Truppen durch das Eichsfeld und ließen sich auch in Holungen nieder. Nach den Freiheitskämpfen gehörte das Eichsfeld wieder Preußen an. Es wurden geordnete Gesetze geschaffen und Worbis erhielt ein eigenes Stadt- und Landgericht. Holungen wurde dem Gerichtsamt Gerode zugeteilt. Zu dieser Zeit hatte Holungen 650 Einwohner. 1841 erhielt Holungen seinen ersten Kaplan. Seit dem 28. Januar 1844 gab es laut der Verfassung des Kommissariats jeden Sonn- und Feiertag vollständigen Gottesdienst.
Im Jahr 1848 gab es viele Ausschreitungen im Kreis Worbis, deshalb wurden in den Dörfern Bürgerwehren geschaffen, die dem Bürgermeister unterstellt waren. Die Wehren wurden mit Piken, Säbeln und Gewehren ausgerüstet. Ein Jahr später wurde das Grundbuchamt vollständig im Amtsgericht Worbis eingerichtet. Die Cholera suchte den Kreis Worbis im Jahr 1850 heim. Die meisten Toten hatte der Nachbarort Weißenborn zu verzeichnen, Holungen war nur gering betroffen. Im September 1855 besuchte der König viele Orte im Kreis. Das Eichsfeld hatte durch die Freiheitskriege viel gelitten, es gab Missernten und viele Krankheiten. Holungen erhielt von ihm Geld für den Wiederaufbau einiger abgebrannter Häuser. Am 2. Februar 1861 starb König Friedrich Wilhelm IV., sein Bruder Wilhelm I. trat an seine Stelle. Im selben Jahr erfolgte auch die Gründung des Schützenvereins und der Ausbau der Chaussee über den Graseforst. Die Holunger waren mit diesem Ausbau unzufrieden, da eine andere Variante für den Ort günstiger gewesen wäre. Im Februar 1865 gab es deshalb einen großen Prozess der verloren wurde. Die Chaussee führte von Worbis über den Sonnenstein nach Gerode und war eine halbe Stunde weiter als der alte Weg. Holungen war dadurch fast komplett vom Fremdenverkehr abgeschlossen.
Am 1. April 1876 wurde Rektor Friedrich Polak aus Nordhausen zum Schulinspektor ernannt. Holungen bekam einen zweiten Lehrer und eine neue Schule wurde gebaut. Im März des Jahres 1871 wurden die Grundstücke in der gesamten Flur vermessen. Durch die verschiedenen Höhenlagen war es zwar möglich, dass es Differenzen in den Messungen gab, aber in 232 Fällen wurde die zulässige Differenz überschritten. In 100 Fällen betrug sie sogar das Doppelte des Zulässigen. Die Besitzer gaben das Land in das Separationsverfahren und ließen es sich hinterher zurückgeben, dadurch wurde die Flur verkleinert. 1906 kam heraus, dass Holungen 180 Äcker Fläche fehlten, die im Grundbuch eigentlich eingetragen waren. 1925 wurde das Land doppelt verbucht, einmal für den Forstfiskus und zum anderen für die Gemeinde Weißenborn. Holungen erhob Einspruch, jedoch ohne Erfolg.
Im Juni 1890 gründete man in Holungen einen Kirchenbau-Verein, ein Jahr später wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Steine dafür wurden in einem nahegelegen Steinbruch (Wehnberg) gebrochen. Ein Lehrer aus Holungen übte mit den jungen Menschen Theaterstücke ein und spielte auf den Nachbardörfern für den Aufbau der Kirche. Am 20. Juni 1893 wurde sie von Weihbischof Dr. Augustinus Gockel eingeweiht. Ein Jahr danach kam das Standesamt von Bischofferode nach Holungen. 1895 wurde die Straße in Richtung Bischofferode gebaut, Holungen erhielt Unterstützung von der Landesbauinspektion Mühlhausen. Im Jahr 1896 erhielt der Ort eine neue Kirchenorgel. Ein Jahr später schlug der Blitz in den Kirchturm ein, der daraufhin repariert werden musste zur gleichen Zeit erhielt Holungen eine neue Kirchenglocke, weil die alte beim Läuten gesprungen war. Im Jahre 1899 wurde der Holunger Gesangsverein gegründet. 1908 begann man mit der Abteufung des Kalischachtes I für das Kaliwerk „Thomas Müntzer“.
Im II. Weltkrieg kämpften die Holungen Männer unter anderem in Polen, Frankreich und Russland. Insgesamt starben im II. Weltkrieg 47 Männer aus Holungen. Das Dorf an sich spürte die Auswirkungen des Krieges erst gegen Ende. In der Nähe wurde eine große Luftmine abgeworfen und einige Flieger von der Luftwaffe abgeschossen. Holungen blieb von feindlichen Fliegerangriffen weitestgehend verschont. Einige Bürger mussten Strafe zahlen, weil sie ihre Fenster nicht genug verdunkelt hatten. Im Frühjahr 1945 zogen sich die deutschen Truppen zurück. Und Holungen bekam am 14. März 1945 viele Soldaten der Flak und Infanterie zur Einquartierung. Ab jetzt kam die Gemeinde in die Kampfzone. In der Nacht vom 9. zum 10. April kam es gegen 11.00 Uhr zum Gefecht. Flak-Geschütze schossen ca. 3 Stunden mit längeren Unterbrechungen auf feindliche Flieger. Die Bewohner Holungens und ihre Häuser, blieben unbeschädigt. Am 11. April begann der Vormarsch der amerikanischen Truppen auf Holungen. Einen Tag zuvor flüchteten die deutschen Truppen. Als die Nachricht vom Vormarsch der Amerikaner bekannt wurde, gingen der Bürgermeister und der Pfarrvikar den anrückenden Truppen entgegen. Beim Annähern des ersten Fahrzeuges gingen beide Männer auf die amerikanischen Soldaten zu und baten, Holungen zu verschonen. Sie erklärten, dass keine deutschen Soldaten mehr im Dorf waren und dass ein Widerstand Holungens nicht vorlag. Am Kirchturm hatten die Bürger eine weiße Fahne mit rotem Kreuz wehen lassen.
Der Truppenbewegung der Amerikaner dauerte bis zum 18. April an. In den ersten 3 Tagen fuhren die Panzer ununterbrochen. Die Bewohner durften nur mittags von 12.00 Uhr – 13.00 Uhr die Hauptstraße benutzen, alle Straßen in Holungen wurden vollständig zerstört. Am 4. Juli 1945 kamen dann die russischen Soldaten nach Holungen. 10 km entfernt war die Grenze zu den Amerikaner und Engländern. Am 20. August zog der Großteil der russischen Soldaten wieder ab und es blieb nur eine kleine Besatzung.
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Das heutige Kaliwerk „Thomas Müntzer“ war in der Zeit der DDR der wichtigste Arbeitgeber in der Region. Von 1955 bis 1961 stieg die Zahl der Werktätigen von 25 auf fast 300. Noch 1939 war das Kaliwerk Zulieferer für die deutsche Kriegswirtschaft und war damit der „Rüstungsindustriestufe SS“ gleichgesetzt. Es war das einzige Werk, welches 98 bis 99 %-iges Chlorkalium mit höchstem Reinheitsgrad lieferte. Mit diesen Salzen konnten Sprengstoffe und andere für den Krieg wichtige Materialien produziert werden. 1977 bekam das Kalisalz für seine gleich bleibende Güte den K1-Preiszuschlag, zwei Jahre später bekam man das Gütezeichen „Q“. Ab 1985 war das Werk der alleinige Hersteller von Lehnenverstellern für den Wartburg. Außerdem wurden Dachfenster und Kalidüngemittel hergestellt. 1993 wurde der Betrieb im Kaliwerk beendet. Die Schließung des Kaliwerkes sorgte damals bundesweit für Aufsehen da die Kalikumpel mit vielen Aktionen (Hungerstreiks, Marsch nach Berlin,....) und der Parole „Bischofferode ist überall“ auf sich aufmerksam machten. Das Kaliwerk war von großer Bedeutung für die anliegenden Dörfer und stellte mittlerweile Arbeitsplätze für über 1000 Menschen zur Verfügung. Die Wirtschaft der Region erholte sich nur langsam von diesem „Schock“. Auch wenn das Kaliwerk mehr mit Bischofferode in Verbindung gebracht wird befand sich ein Großteil des Betriebsgeländes auf dem Gebiet der Gemeinde Holungen.
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In Holungen wurden nach der Wende einige Straßen saniert. Viele Haushalte bekamen Telefon- und Gasanschluss, etc. Im Jahr 1995 wurde das II. Eichfelder Trachtenfest in Holungen gefeiert. Dieses Fest brachte für Holungen diverse Verschönerungen, zum Beispiel wurden der Platz um den Teich und das Feuerwehrhaus neu gestaltet.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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wohnhaft in Holungen:
Erfolge konnte der Sportverein im Faustball verbuchen. Hier wurde man mit einer Mädchenmannschaft 2 mal DDR-Meister. In dieser Sportart gibt es aber keine Aktivitäten mehr. Im Fußballbereich spielt die Männermannschft in der 2. Kreisklasse. Auch hier kann im Jugendbereich auf einige Titel (Kreismeister, Kreispokalsieger, Hallenkreismeister) zurück geblickt werden. Aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge geht man im Moment aber Spielgemeinschaften mit anderen Dörfern (JSG Bodetal) ein.
1864 wurde in Holungen der Schützenverein gegründet. Eine Neugründung nach den Weltkriegen blieb aber aus. Trotzdem besitzt Holungen noch eine Schützenstraße. Ähnliches gilt für die regional bekannte Laienspielgruppe, die zwar nach der Wiedervereinigung Deutschlands noch ein paar Aufführungen hatte, anschließend aber nicht mehr auftrat.
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