| Wappen | Karte |
|---|---|
| Hollingstedt(treene)-wappen.png | Karte Hollingstedt (Treene) Schleswig-Holstein.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Kreis: | Schleswig-Flensburg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 4 m ü. NN |
| Fläche: | 17,51 km² |
| Einwohner: | 1.006 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 24876 |
| Vorwahl: | 04627 |
| Kfz-Kennzeichen: | SL |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 59 039 |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Amt Silberstedt Hauptstr. 41 24887 Silberstedt |
| Offizielle Website: | www.amt-silberstedt.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Holger Knutzen |
| Lage der Gemeinde Hollingstedt im Kreis Schleswig-Flensburg | |
| Hollingstedt in SL.PNG | |
1153 Hugstaeth, 1285 huglaestath, 1436/62 Hollingstedte (aus der Kurzform des altnord. PN. Hugleikr und stedt. Das Gebiet des Kirchenspiels schliesst an das Ostufer der mittleren Treene und breitet sich beiderseits der unteren Rheider AU, die hier in die Treene mündet, und nach Süden bis an den ehem. Börmer See (Börmerkoog) aus. Das Kirchendorf liegt auf einer Altmoräne nördlich der Rheider Au, die eine Sanzunge bis an die Treene heranscchiebt. Hier der Treeneübergang eines alten West-Ostweges (jetzt Strasse Husum-Ostenfeld-Schleswig), den seinerseits auf dem Ostufer der von N nach S führende Stapelholmer Weg kreuzt, der dann weiter südlich auf dem Sandhügel "Hü" die Rheider AU überschreitet.
Die erwähnte Sandzunge erstreckte sich von der Hollingstedter Kirche ein kurzes Stück nach S. Hier lag, wohl vom 9.Jh. ab (vielleicht schon vorher in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten), der Hafenplatz Huglaestath, gewissermiaßen der Nordseehafen Haithabu-Schleswigs und der westliche Endpunkt des kurzen Überlandweges im Ost-West-Seeverkehr der Wikingerzeit. Die heute etwas weiter westlich fließende Treene reichte damals bis an den flachen Rücken heran und bildete ein Hafenbecken, aus dem bei Baggerarbeiten zahlreiche Funde geborgen wurden. Dieser Hafenplatz war offenbar in das Befestigungssystem des Danewerks einbezogen (Reste eines Grabens 1933 in der Nähe der Hollingstedter Mühle entdeckt), dessen westlicher, noch erhaltener Teil, der sog. Krumme Wall, längs des Nordufers der Rheider Au von Osten her kommend, heute bis auf 2,5 km an Hollingstedt heranführt.
Zwei Schiffsanleger aus der Wikingerzeit wurden bei archäologischen Grabungen entdeckt. Der Hollingstedter Hafen wurde offenbar sowohl von Wikingerschiffen nordischer Bauart als auch von frühen Koggen angefahren. Waren aus der Ostseeregion dürften vor allem Felle, Wachs und Honig gewesen sein, während Wein, Kleidung, Waffen und später auch Tuffstein aus anderen Regionen importiert wurden.
Das Danewerk, das die Dänen vor ihren südlichen Nachbarn schützen sollte, verlief vom Hollingstedter Hafen südlich direkt hinter der Hollingstedter Kirche nach Haithabu. Von der Hollingstedter Kirche verlief der Verteidigungswall, der bisweilen auch durchgehend mit Palisaden befestigt war inmitten der heutigen Strasse namens "Schlott" am Sportplatz vorbei weiter in Richtung Matzenkamp. Der Name Schlott steht übersetzt für "abgeschlossen" und damit für die damalige Verteidigunslinie. Direkt hinter der Hollingstedter Mühle weiter über das Sportplatzgelände fällt der Boden zudem steil ab gen Süden. Dies ist ebenso noch ein Relikt des Walls wie man sie auch hinter der Hollingstedter Kirche heute noch beobachten kann. Der Weg hinter der Kirche zum Gemeindehaus fällt ebenfalls in südlicher Richtung steil bergab.
Hollingstedt liegt am Ochsenweg und so hat auch Bischof Ansgar auf einer Missionsreise 849 hier Halt gemacht. Diese Behauptung stützt sich auf eine Publikation des Hollingstedter Pastors Petersen aus dem Jahr 1890, die sich anhand von Kirchenbücher Hollingstedts belegen liess.
Im Schulhaus werden seit 1965 landeskundliche Materialien für den Unterricht gesammelt. Im Laufe der Zeit ist daraus eine einmalige Sammlung entstanden. Auch König Sven III von Dänemark hat den Ort besucht, als er 1153 Schiffe in Hollingstedt zu Wasser ließ. Saxo Grammaticus beschreibt in seiner "Danmarkshistorie" lediglich einen Transport von Schleswig zur Eider. Hollingstedt spielte im Zusammenhang mit Schleswig vom 9. bis zum 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle als westlicher Brückenkopf Schleswigs. Ein weiterer berühmter Gast war Zar Peter der Große, der 1713 in Hollingstedt übernachtet hat.
Das Museum Hollinghuus stellt die Geschichte der Gemeinde vor.
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"Hollingstedt (Treene)".
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