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Die Stadt Hollfeld, ein staatlich anerkannter Erholungsort liegt 25 Kilometer westlich von Bayreuth und 35 Kilometer östlich von Bamberg im nördlichen Teil der Fränkischen Schweiz.
Geografie
Ortsteile
Hollfeld (etwa 5.250 Einwohner, in der Stadt Hollfeld 2.650 Einwohner, in den Ortsteilen 2.600 Einwohner) bildet seit 1972 zusammen mit der Gemeinde
Aufseß (1400 Einwohner) und der Gemeinde
Plankenfels (950 Einwohner) die
Verwaltungsgemeinschaft Hollfeld.
Von der Gesamtfläche von 81 Quadratkilometern entfallen 12 Quadratkilometer auf Hollfeld, auf die Ortsteile 69 Quadratkilometer.
DrosendorfAnDer Aufsees.jpg
- Drosendorf an der Aufseß
- Fernreuth
- Freienfels mit Schloss bzw. Burg Freienfels
- Gottelhof
- Hainbach
- Höfen
- Kainach mit dem 1682 bis 1690 erbauten Schloss
- Krögelstein mit Felsengebilde "Alter Fritz" und Kaiserbachtal
- Loch
- Moggendorf
- Neidenstein
- Pilgerndorf
- Schönfeld
- Stechendorf
- Tiefenlesau
- Treppendorf
- Weiher
- Welkendorf
- Wiesentfels
- Wohnsdorf
In der Nähe der Stadt Hollfeld befindet sich der Felsengarten Sanspareil.
Geschichte
Hollfeld blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Es wird im Jahr 1017 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als der Bischof von Würzburg die Kirchen-
Zehnten der einst zu Hollfeld gehörigen Dörfer an den Bamberger Bischof abtritt.
Der Burg- und Siedlungskern ist bereits in früh- und vorgeschichtlicher Zeit belegt. Hollfeld besitzt noch heute die Siedlungsstruktur einer Spornsiedlung, was auf auf eine Kernsiedlung nach Art der Markgrafen von Schweinfurt schließen lässt. Stellvertreter dieser Markgrafen war die Walpoten-Familie. Nachdem die Markgrafenfamilie 1057 ausstarb, verschenkte Reginolt Walpoto im Jahr 1059 seine Güter in Hollfeld und Umgebung zur Ausstattung des von ihm mitbegründeten Stifts St. Gangolf in Bamberg. Bis zum Ende des Hochstifts Bamberg verwaltete ein Vogt von St. Gangolf die Hollfelder Propstei.
Alte Straßen- und Flurnamen
In der Türkei
Ein Straßennamen in der Unterstadt weist zurück bis ins 17. Jahrhundert, als
Osmanen als Kriegsgefangene bis nach Hollfeld verschleppt wurden. Die Muslime wurden meist getauft und haben sich später assimiliert.
Chronologie
- 1017 Erste unrkundliche Erwähnung
- 1329 Erwähnung des "oppidum holuelt" als Stadt
- 1348 Bezeichnung "castrum" als bischöfliche Landesburg
- 1419 Erwähnung als bedeutender Straßenknotenpunkt
- 1417 – 1432 Erwähnung von Liegenschaften um und von Hollfeld im "Liber freudalis ecclesiae St. Gangolphi", dem Lehnsbuch des Stiftes St. Gangolf in Bamberg
- 1430 Brandschatzung im Hussitenkrieg
- 1553 und 1554: Brandschatzung im Markgräflerkrieg
- 1632 Brandschatzung durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg
- 1634 Pest-Epidemie
- 1724 Großer Stadtbrand
- 1804 Landgericht Hollfeld
- 1812 Kaiser Napoleon über Hollfeld zum Russlandfeldzug, Einquartierung von Soldaten bis 1823
- 1904 Einweihung der Eisenbahn Bayreuth-Hollfeld
- 1945 Stadtpfarrer Kurt Weirather rettet die Stadt vor der Zerstörung durch US-amerikanische Soldaten
- 1964 Auflösung des Amtsgerichts
- 1971 Errichtung der Gesamtschule
- 1972 Auflösung des Landkreises Ebermannstadt und Eingliederung in den Landkreis Bayreuth
Politik
Wappen
In Gold ein mit einem langen, roten Mantel bekleideter Kaiser, eine goldene Krone auf dem Haupt und ein goldenes Lilienszepter in der Rechten, reitet auf einem rot gezäumten silbernen Pferd auf grünem Boden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Bange-Verlag
- Hollfelder KünstlerStadl
- Kunst & Museum
- Ideenhaus
- ein Kino - Kintopp Hollfeld
- Jugendblaskapelle Hollfeld *
- Museumsscheune Fränkische Schweiz: Stadtgeschichte mit alter Handwerkstradition
- Kunst- und Kulturzentrum St. Gangolf
- Theatersommer Fränkische Schweiz
- In Hollfeld befindet sich eine von drei Gesamtschulen des Landes Bayern
Bauwerke
Aus einer frühmittelalterlichen Burganlage entstanden, hat die Stadt ihre historische Altstadt fast vollständig erhalten. Sehenswert sind die Gangolfskirche, das renovierte "Alte Rathaus", das Wittauerhaus, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die Fischmühle aus dem Jahr 1715, die Wallfahrtskirche St. Salvator, die Museumsscheune und das Kunst-Museum.
Kirchen
Mariä Himmelfahrt
Pfarrkirche_Mariä_Himmelfahrt.JPG
Die frühklassizistische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat ihre barocke Innenausstattung aus dem
säkularisierten Dominikanerkirche in
Bamberg.
Gangolfskirche
Die Gangolfskirche steht am höchsten Punkt der Stadt Hollfeld. Sie geht auf die
Bamberger
Gangolfskirche zurück, deren Lehnsleute auf Stiftsgütern in der Unter- und Oberstadt von Hollfeld saßen.
Salvatorkirche
Die Geschichte der Hollfelder Salvatorkirche reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Damals gehörte der Ort noch zur Urpfarre
Königsfeld und zum
Bistum Würzburg. Eine eigene Hollfelder Pfarrei wurde im Jahr 1007 gegründet. Die heutige Wallfahrtskirche wurde im Jahr 1704 unter dem Architekten
Johann Leonhard Dientzenhofer erbaut.
Die Wallfahrt zur Hollfelder Salvatorkirche (lateinisch: Salvator = Erlöser) ist die einzige Salvator-Wallfahrt im Erzbistum Bamberg.
Einer Legende zufolge habe sich ein Mann unter einer Eiche ausgeruht, die an der Stelle der heutigen Kirche stand über sein Schicksal geklagt. Da erschien ihm Christus mit Kreuz und Dornenkrone und sprach zu ihm:
- "Du beklagst dich über dein Kreuz und glaubst es sei schwer. Siehe! Ich trage deinetwegen nun schon lange mein Kreuz. Trage das deinige mit Geduld, denn ich nehme dich bald zu mir."
Spitalkirche
Die Kapelle des 1464 vom Regensburger Domherrn Werner von Aufseß gestifteten Spitals wurde 1709 errichtet. Sie zeigt im Innern eine barocke Kreuzgruppe, eine gotische Madonna, den heiligen Otto und anderes
Friedenskirche
Historische Altstadt
Rathaus, Wittauerhaus, Ziehbrunnen, Marienstatue.JPG
Kern der historischen Altstadt ist der Marienplatz auf einer Anhöhe über der Stadt. Vom Oberen Tor steht die barocke Nepomuk-Kapelle aus dem Jahr 1734.
Auf dem Marktplatz, dem Marienplatz, wurden in vergangenen Jahrhunderten Viehmärkte und Jahrmärkte abgehalten. Heute finden hier ein Bauernmarkt, der Palmmarkt, der Herbstmarkt und der Weihnachtsmarkt statt.
In der Mitte des Marienplatzes befindet sich ein 38 Meter tiefer Ziehbrunnen, der bereits im Jahr 1435 erwähnt wurde. Der Sage nach wurde dieser Brunnen von Kriegsgefangenen gegraben. Im 17. Jahrhundert wurde der Brunnen zugeschüttet und erst im Jahr 1856 wieder geöffnet, doch bald darauf wieder zugemauert. In seiner jetzigen Form wurde er erst im Jahr 1936 wieder aufgebaut.
Terrassengärten
In den Terrassengärten wachsen seltene und besondere Pflanzen, darunter mehrere heimische Orchideen der Fränkischen Schweiz.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Von 1904-1974 war Hollfeld Endbahnhof der
Lokalbahn Bayreuth-Hollfeld.
Bildergalerie
Bild:Bartholomäusspital.JPG|Bartholomäusspital
Bild:Gangolfskirche.JPG|Gangolfsturm
Bild:Nepomukkapelle.JPG|Nepomukkapelle
Bild:Oberes Tor.JPG|Oberes Tor
Weblinks
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