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Holbøl (deutsch Holebüll) ist eine Kirchspielsgemeinde in Nordschleswig, Dänemark. Sie liegt wenige Kilometer nördlich von Flensburg und gehört seit 1970 zur Kommune Bau.

Gemeindegebiet


Die Landschaft des Kirchspiels, das sich von Ost nach West bis zu 12 km erstreckt, ist sehr verschiedenartig. Westlich des Kirchdorfs beginnt die Geest, während der östliche Teil hügelig ist. Zur Flensburger Förde hin ist die Gemeinde stark bewaldet. Eine Besonderheit sind die beiden Ochseninseln in der Förde, die ebenfalls zu diesem Kirchspiel gehören.

Das Kirchspiel Holebüll hat eine Fläche von 50,87 km² und etwas mehr als 2000 Einwohner. Zu ihm gehören die folgenden Wohnplätze, die in der preußischen Zeit 1867-1920 auf folgende Gemeinden verteilt waren:

  • Gehlau (dän. Gejlå)
  • Ostergeil (dän. Øster Gejl)
  • Wilsbek (dän. Vilsbæk)
  • Holebüll (dän. Holbøl)
  • Hockerup (dän. Hokkerup)
  • Kelstrupholz (dän. Kelstrupskov)
  • Hoenschnap (dän. Hønsnap)

Die Gemeinde Hoenschnap hatte schon früher zum Amt Flensburg gehört und verblieb 1867 entgegen dem Prinzip, dass die Grenzen möglichst kompatibel sein sollte, beim Kreis Flensburg.

Geschichte


Das Gebiet von Holebüll gehörte im Mittelalter zur Lundtoftharde, die zunächst von der Burg Seegaard (in der Gemeinde Klipleff) aus verwaltet wurde. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Burg zu einem adeligen Gut, dem auch ein Teil des Kirchspiels Holebüll unterstand. Die Reste der Lundtoftharde wurden trotz geringerer Distanz zu den landesherrlichen Burgen in Flensburg, Apenrade und Sonderburg dem Amt Tondern unterstellt. Nur Hoenschnap behielt über die Jahrhunderte die traditionelle Verbindung mit Flensburg bei.

1850 wurde die Lundtoftharde dem Amt Apenrade unterstellt, 1853 wurden ihr auch alle adeligen Gutsbesitzungen unterstellt. Da Hoenschnap beim Amt Flensburg blieb, blieb die Gemeinde dennoch uneinheitlich.

Die Volksabstimmung von 1920 über die staatsrechtliche Zugehörigkeit brachte eine dänische Mehrheit. Ab dem 15. Juni jenes Jahres war Holebüll dänisch und lag fortan keine 10 Kilometer von der neuen Grenze nach Deutschland entfernt.

1970 schloss sich Holebüll der Kommune Bau an, die ihrerseits 2007 Teil der RIesenkommune Apenrade wird.

Verkehr


Der Abschnitt Pattburg-Törsbüll der Eisenbahn von Flensburg nach Sonderburg wurde bereits 1936 eingestellt, so dass Holebüll seinen Bahnhof verlor. Unmittelbar nördlich der Gemeinde verläuft die Strecke Tingleff-Törsbüll-Sonderburg. Allerdings liegen die drei nahe gelegenen Bahnhöfe Lundtoft, Törsbüll und Rinkenis seit 1974 ebenfalls still, so dass die nächsten Bahnstationen Klipleff und Gravenstein sind.

Die Gemeinde wird durch die Landstraße 170 (früher A 10) von Flensburg nach Apenrade durchschnitten, die unmittelbar westlich am Kirchdorf vorbeiführt. dadurch hat Holebüll auch eine stündliche Busverbindung mit beiden Städten. Durch das südöstliche Gemeindegebiet verläuft die A 8 von Tondern nach Sonderburg. Eine weitere wichtige Verbindung ist die Fördeuferstraße.

Sehenswürdigkeiten


  • romanische Kirche in Holebüll, Fresken, freistehender Holzturm
  • Ochseninseln, die größere ist per Fährboot zu erreichen
  • Strände an der Flensburger Förde, vor allem bei Süderhaff (dän. Sønderhav)

Weblinks


//www.holboel.dk/sw173.asp Bov

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Holbøl Sogn

 

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