Der Hohnsteiner Kasper ist der Name eines Figurentheaters mit Handspielpuppen aus dem Erzgebirge. Dabei handelt es sich um eine als pädagogisch wertvoll bewertete Stilrichtung, die von dem Begründer Max Jacob herausgearbeitet wurde.
1937 spielen Die Hohnsteiner auf der Weltausstellung in Paris und werden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Es folgt ein erster Kino-Vorfilm mit dem Titel "Der betrogene Räuber". Während des zweiten Weltkrieges werden die Puppenspieler zur Truppenbetreuung an der Ostfront eingesetzt.
1946 eröffnete Harald Schwarz wiederum eine Hohnsteiner Bühne in Hohnstein, während ihr ursprünglicher Begründer Max Jacob weiterhin in Hamburg ansässig war. Die dritte Bühne wurde in Zusammenarbeit mit ihm dann 1949 von Friedrich Arndt gegründet. Vier Jahre später beendet 1953 Max Jacob offiziell seine Bühnenarbeit. Von 1948 bis 1954 entstanden sieben Kurzfilme mit den Puppen für das Kino. Erste Kasper-Platten (Schallplatten) wurden ab 1958 von Friedrich Arndt bei Phillips aufgenommen.
1962 gründet auch Erich Kürschner eine eigene Hohnsteiner Bühne und zwei Jahre danach entstehen unter Mitarbeit von Friedrich Arndt beim NDR und WDR viele Fernsehsendungen mit Figuren: Kasper und Rene, Sesamstraße, Hallo Spencer. 1970 beendet auch Friedrich Arndt seine Bühnentätigkeit.
Zuletzt spielten der Hohnsteiner Kasper auf dem Figurentheater-Festival auf Gut Sandbeck im Dezember 2005 in Osterholz. Inzwischen existieren auch andere Puppenbühnen, die sich dem Hohnsteiner-Stil verschrieben haben. Dazu zählen:
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