Der Hohe Meißner ist ein bis zu 753,6 m hohes Bergmassiv im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald in Nordost-Hessen, Deutschland.
Der Hohe Meißner liegt zwischen Bad Sooden-Allendorf (Nordosten), Eschwege (Osten), Waldkappel (Süden), Hessisch Lichtenau (Westen) und Großalmerode (Nordwesten). Zusammen mit großen Teilen des Kaufunger Walds und des Söhrewalds bildet er den sehr weitläufigen Naturpark Meißner-Kaufunger Wald.
Am äußerst wuchtig erscheinenden Hohen Meißner, der recht stark bewaldet, rund 10 km lang und 5 km breit ist, entspringen unter anderen der Hollenbach, ein Zufluss der Berka und der Laudenbach, ein Zufluss der Gelster.
Im Tertiär war das Gebiet durch üppigen Wald bedeckt. Aus diesem entstanden Braunkohlelager, die durch Sand und Lava bedeckt wurden. Die Basaltformationen sind durch Verwitterung erodiert und waren einst viel höher gewesen.
Der Hohe Meißner ist mit seiner 753,6 m hoch aufragenden Kasseler Kuppe nicht die höchste Erhebung in Nordhessen, auch wenn dies die landläufige und weit verbreitete Meinung ist und auch in vielen Publikationen so dargestellt wird. In Nordwest-Hessen liegen nämlich einige Berge, die noch wesentlich höher sind - siehe hierzu Upland. Daher befindet sich auf dem Hohen Meißner, der von einem großen Hochplateau gekrönt wird, das sich in Nord-Süd-Richtung erstreckt, bis 3 km lang und 1,5 km breit ist und generell über 700 m hoch ist, nur die höchste Erhebung von Nordost-Hessen - die Kasseler Kuppe.
Von verschiedenen Standorten auf dem Bergmassiv Meißner kann man herrliche Ausblicke genießen:
Der Meißner liegt auch im Land der Frau Holle am Frau-Holle-Pfad. Daher wurde nach dieser Sagengestalt auch ein dortiges, unter Naturschutz stehendes Gewässer benannt - der Frau-Holle-Teich.
Der Braunkohlebergbau begann bereits nach 1560, nachdem man in einem Bach so genannte Glanzkohlestückchen gefunden hatte, und dauerte bis 1929 ausschließlich untertage an. Die Kohle wurde beispielsweise für den Salzsiedebetrieb in Bad Sooden-Allendorf und das große Kraftwerk in Kassel gefördert.
1913 fand auf dem Hohen Meißner der Erste Freideutsche Jugendtag der Wandervogel-Bewegung statt. Erst bei diesem Treffen wurde der zuvor nur "Meißner" genannte Berg zum "Hohen Meißner" gekürt. Ein diesbezüglicher Gedenkstein ist am Parkplatz nahe dem "Meißner Haus" zu finden.
Der Hohe Meißner ist ein Wintersportgebiet. Es gibt 2 Skipisten mit Liftbetrieb für Abfahrtski sowie ausgedehnte Loipen für Skilanglauf.
Außerdem gibt es viele ausgedehnte und ausgeschilderte Wanderwege, die unter anderen über das Hochplateau des Meißners führen.
Jährlich findet bei der Hausener Hute am Hohen Meißner das Bergturnfest des Turngau Werra statt. Im Jahr 2006 wird das 100. Jubiläum gefeiert.
Der Hohe Meißner ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks für UKW, TV und Mittelwelle, wobei letzterer im Gleichwellenbetrieb mit dem Sender Weiskirchen betrieben wird.
Insgesamt existieren auf dem Hohen Meißner vier Antennenbauwerke:
Bis 1995 existierte noch ein gegen Erde isolierter, abgespannter Stahlrohrmast als Sendemast für Mittelwelle, der 1951 errichtet worden war.
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