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Daten 1939
Sitz Regierungspräsident: Sigmaringen
Fläche: 1142 km²
Einwohner: 74.151
Bevölkerungsdichte: 64,9 Einwohner/km²
Kfz-Kennzeichen: I L
Karte
Karte-Hohenzollern.png

Mit dem Begriff Hohenzollernsche Lande (seit dem 19. November 1928 als „Hohenzollerische Lande“ bezeichnet) wurde der Regierungsbezirk Sigmaringen des Staates Preußen bezeichnet, der bis zur Auflösung des Staates Preußen nach dem Zweiten Weltkrieg bestand. Fast alle Rechte, die eine Provinz besaß (inklusive der Vertretung im Preußischen Staatsrat) waren den Hohenzollernschen Landen übertragen worden, so daß sie faktisch die Rechte einer Provinz besaßen. Allein die Militärangelegenheiten wurden vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz wahrgenommen.

Seinen Namen hatte das Gebiet nach der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz dieses Herrscherhauses in der Nähe von Hechingen auf der Schwäbischen Alb im heutigen Baden-Württemberg.

Geschichte


Gebildet wurde der "Regierungsbezirk Sigmaringen" im Jahre 1850, als die beiden ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen an den Staat Preußen fielen. Zuvor hatten die beiden Fürsten am 7. Dezember 1849 abgedankt. Beide Herrscherhäuser hatten seit 1695/1707 Erbschaftsverträge mit Preußen, weshalb die Gebiete an Preußen gelangten. Dieses fügte die beiden Fürstentümer zu einem Regierungsbezirk mit Sitz in Sigmaringen zusammen.

Verwaltungsmäßig war der Regierungsbezirk Sigmaringen zunächst in die sieben Oberamtsbezirke Gammertingen, Haigerloch, Hechingen, Ostrach, Sigmaringen, Trochtelfingen und Wald gegliedert. Seit 1925 wurden die zu dieser Zeit noch bestehenden Oberamtsbezirke Gammertingen, Haigerloch, Hechingen und Sigmaringen zu den beiden neuen Kreisen Hechingen und Sigmaringen zusammengefasst. Der Regierungsbezirk Sigmaringen hatte 1939 73.844 Einwohner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet Bestandteil der französischen Besatzungszone. Die Franzosen vereinigten es 1946 mit dem südlichen Teil des ehemaligen Landes Württemberg zum Land Württemberg-Hohenzollern (Hauptstadt Tübingen), welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Bei der Gebietsreform 1973 wurden die Grenzen Hohenzollerns endgültig verwischt; das Gebiet gehört heute im wesentlichen zu den Kreisen Sigmaringen und Zollernalbkreis, die auch nichthohenzollersche Gebiete umfassen.

Politik


Regierungspräsidenten

(mit den Befugnissen eines Oberpräsidenten)

Kommunallandtag

1925: Zentrum 68,4% - 17 Sitze | Bürgerpartei/Bauernbund 16,7% - 4 Sitze | DDP 9,3% - 3 Sitze
1929: Zentrum 61,3% - 15 Sitze | Hohenzollernscher Bauernbund 15,4% - 4 Sitze | FWV 10,7% - 3 Sitze | SPD 8,3% - 2 Sitze
1933: Zentrum 50,2% - 12 Sitze | NSDAP 38,1% - 9 Sitze | DNVP 6,0% - 2 Sitze
An 100% fehlende Sitze = Nicht im Provinziallandtag vertretenden Wahlvorschläge.

Weblink

Hohenzollernsche Lande (Oberämter und Gemeinden) 1910

Preußische Provinz | Landkreis Sigmaringen | Ehemaliger Regierungsbezirk (Baden-Württemberg)

Province of Hohenzollern | Hohenzollernsche Lande

 

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