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Die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) ist neben Albtalbahn und SWEG die größte nicht bundeseigene Eisenbahngesellschaft in Baden-Württemberg mit einem eigenen, normalspurigen Eisenbahnnetz von 108 km Länge. Hier betreibt sie seit über einhundert Jahren Personen- und Güterverkehr. Inzwischen hat sie ihr Tätigkeitsfeld aber auch auf weitere Strecken im Lande ausgedehnt.

Geschichte


Die HzL wurde 1899 als "Actiengesellschaft Hohenzollern`sche Kleinbahngesellschaft" gegründet und verfolgte den Zweck, den zur preußischen Rheinprovinz gehörenden Regierungsbezirk Sigmaringen durch Kleinbahnstrecken zu erschließen. Als Gründer des Unternehmens hatten das Land Preußen 50% sowie der Landeskommunalverband Hohenzollern und die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (WeEG) je 25% des Kapitals übernommen. Nach dem Ausscheiden der WeEG im Jahre 1929 war Preußen mit 60% der Aktien, die später auf die Bundesrepublik übergingen, neben Hohenzollern mit 40% beteiligt. Seit 1972 ist Mehrheitsaktionär das Land Baden-Württemberg mit 72%, während der Zollernalbkreis und der Landkreis Sigmaringen je 14% besitzen.

Da die Hohenzollernlande als lang gezogenes Territorium inmitten des Königreichs Württemberg lagen, hatte die Württembergische Staatsbahn mit ihren Eisenbahnlinien bis zu diesem Zeitpunkt lediglich dieses „ausländische“ Gebiet auf dem jeweils kürzesten Weg durchquert und die beiden Kreisstädte Hechingen 1869 und Sigmaringen 1878 mit dem württembergischen Eisenbahnnetz verbunden.

Von diesen Hauptstrecken aus baute die HzL zunächst Stichbahnen in das preußische Gebiet hinein. Die erste führte ab 28. März 1900 aus dem Donautal bei Sigmaringendorf im Laucherttal aufwärts, wo sich beim Fürstlichen Hüttenwerk der Güterbahnhof Laucherthal befindet, bis nach Bingen hinauf.

Im folgenden Jahr entstanden gleich drei derartige Stichbahnen: • am 18. März 1901 von Hechingen bis Burladingen, • am 7. Juni 1901 von Eyach über Haigerloch nach Stetten mit dem Salzbergwerk und • am 7. November 1901 von Kleinengstingen nach Gammertingen.

Nach einer mehrjährigen Pause, in der die Gesellschaft am 18. Juni 1907 den Namen „Hohenzollerische Landesbahn AG“ bekam, begann das Netz zusammenzuwachsen: Von Burladingen her erreichte die Bahn am 6. Dezember 1908 Gammertingen, wo sich bis heute der Betriebsmittelpunkt mit der Hauptwerkstatt befindet, und führte weiter nach Südosten über Hanfertal nach Bingen, wo der Anschluß ins Donautal erreicht wurde.

Die Abzweigung nach Sigmaringen Landesbahnhof konnte man ab 5. Oktober 1910 von Hanfertal aus befahren. Und an Weihnachten 1912 (24. Dezember) war die letzte Lücke zwischen Stetten und Haigerloch geschlossen und damit eine durchgehende Strecke von Eyach über Hechingen – Gammertingen – Hanfertal bis Sigmaringendorf von 86 km Länge geschaffen worden. Mit den Abzweigungen nach Kleinengstingen (20 km) und nach Sigmaringen (2 km) umfasste das HzL-netz eine Gesamtlänge von fast 108 km, wovon 15 km Strecken in Württemberg lagen.

Die Betriebsführung lag bis 1928 in den Händen der Betriebsabteilung Stuttgart der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft in Köln und ging dann durch deren Fusion mit der AG für Verkehrswesen auf die Vereinigten Kleinbahnen AG über. Seit 1. Juli 1933 führt die HzL ihren Betrieb selbst. Sitz der Verwaltung ist in Hechingen.

Weitere Entwicklung


Das vor fast einhundert Jahren vollendete Netz wird noch heute in vollem Umfang befahren. Auf allen Strecken besteht noch Güterverkehr. Hervorzuheben ist – neben Zügen für die Bundeswehr – vor allem der Salztransport aus dem Bergwerk von Stetten, der in Richtung Donautal teilweise mit eigenen Lokomotiven bis Ulm durchgeführt wird.

Täglicher Personenverkehr findet dagegen nur noch zwischen Hechingen und Sigmaringen statt, während er auf dem übrigen Netz in den Jahren 1968 bis 1973 abschnittweise eingestellt wurde:

  • 29. September 1968: Sigmaringendorf – Bingen – Hanfertal (Schülerzug bis 30. Mai 1991)
  • 1. Juni 1969: Kleinengstingen – Trochtelfingen
  • 28. Mai 1972: Trochtelfingen – Gammertingen
  • 1. Oktober 1972: Eyach – Haigerloch
  • 3. Juni 1973: Haigerloch - Hechingen

Allerdings wird von Gammertingen nach Kleinengstingen im Sommer noch touristischer Verkehr bedient. In den Sommerferien 2005 wurde zudem der Rad-Wander-Shuttle Sigmaringen-Gammertingen-Tübingen wegen Streckensanierung zwischen Hechingen DB und Tübingen über Hechingen Landesbahn und Eyach (planmäßig) umgeleitet.

Die übrige Personenbeförderung haben bahneigene Omnibusse übernommen, die seit 1947 im Einsatz sind und auch über das Schienennetz hinaus Linien z.B. bis nach Reutlingen befahren.

Mittlerweile hat sich das Tätigkeitsgebiet der HzL im Personenverkehr wieder erheblich erweitert. So fährt sie mittlerweile auch die Regionalbahn-Züge auf der Zollernalbbahn und betreibt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg den Ringzug. Die HzL fährt außerdem die Strecke BalingenSchömberg.

Seit 1993 führt die HzL auch den Betrieb der BOB-Bahn auf der "Geißbockbahn" AulendorfRavensburgFriedrichshafen durch.

Ab Ende 2004 betreibt die HzL ebenfalls

Bahnhöfe und Haltepunkte


Strecke Eyach-Hechingen


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Bahnhöfe und Haltepunkte Streckenkilometer
Eyach 0,0
Mühringen 3,7
Bad Imnau 6,0
Haigerloch 10,9
Stetten (bei Haigerloch) 13,3
Hart (Hohenenz) 18,1
Rangendingen 21,6
Stein (Hohenenz) 25,6
Sickingen Friedrichstraße 26,9
Hechingen Landesbahn 27,9

Strecke Hechingen-Gammertingen


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Bahnhöfe und Haltepunkte Streckenkilometer
Hechingen Landesbahn 0,0
Schlatt (Hohenz) 4,7
Jungingen (Hohenz) 7,1
Killer 9,3
Hausen-Starzeln 10,9
Burladingen West ca. 14
Burladingen 14,7
Gauselfingen 19,1
Neufra (Hohenz) 23,0
Gammertingen Europastraße ca. 26
Gammertingen 27,0

Strecke Kleinengstingen- Sigmaringen


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Bahnhöfe und Haltepunkte Streckenkilometer
Kleinengstingen 0,0
Haidkapelle 4,4
Trochtelfingen 11,6
Mägerkingen 14,7
Mariaberg 16,2
Bronnen 18,2
Gammertingen 19,7
Hettingen 24,3
Hemmingen 26,6
Veringenstadt 29,4
Veringendorf 32,3
Jungnau 35,2
Hanfertal 40,5
Sigmaringen

Strecke Sigmaringendorf-Hanfertal


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Bahnhöfe und Haltepunkte Streckenkilometer
Sigmaringendorf 0,0
Laucherthal 2,9
Bingen (Hohenenz) 5,5
Hanfertal 9,7

Weblinks


Bahngesellschaft (Deutschland) | Unternehmen (Baden-Württemberg) | Verkehr (Baden-Württemberg)

 

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