SchlossSolitude.jpg]] Die Hohe Karlsschule in Stuttgart (auch "Carlsschule Stuttgart") wurde 1745 von Herzog Karl Eugen (Württemberg) als militärische Pflanzschule gegründet und befand sich anfangs im herzoglichen Lustschloss Solitude. 1795 kam sie in den Bereich hinter dem Neuen Schloß. Das Gelände ist auf einer Schautafel neben dem Akademiebrunnen dargestellt. Ab 1781 war sie "Karls Hohe Schule" und wurde 1794 von Herzog Ludwig Eugen wieder geschlossen. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und war als Eliteschule für Söhne aus angesehenen württembergischen Familien gedacht, um sie in unbedingtem Gehorsam an den Hof zu binden und zur Führungselite heranzubilden.
Berüchtigt war sie für ihre autoritären Erziehungsmethoden, die den Widerstand mancher Schüler provozierten. Für die Zöglinge herrschte Uniformzwang. Perückentragen war Vorschrift. Nach den überlieferten Dokumenten lässt sich für die Schüler auf Solitude folgender Tagesablauf rekonstruieren:
1775 wurde die Schule nach Stuttgart verlegt, 1781 von Kaiser Joseph II. zur Universität ernannt, aber nach dem Tod Herzog Karl Eugens von dessen Bruder und Nachfolger Ludwig Eugen (Württemberg) 1794 aufgelöst. Das hinter dem Neuen Schloss gelegene Schulgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg größtenteils von Bomben zerstört und 1959 restlos abgerissen, heute steht dort das Landtagsgebäude.
Zu den Schülern der Hohen Karlsschule zählten außer Friedrich Schiller der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker (der auch als Professor an der Karlsschule lehrte), der Maler Joseph Anton Koch und der Arzt und politische Publizist Johann Georg Kerner.
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