| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Hof.jpg | Karte_hof_in_deutschland.png |
| Hof - In Bayern ganz oben. | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Deutschland |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 58,02 km² |
| Einwohner: | 50.150 (1. Januar 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 852 Einwohner je km² |
| Höhe: | 470 - 600 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 95001 - 95032 (alt 8670) |
| Vorwahl: | 09281 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | HO |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 64 000 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Klosterstr. 1 95028 Hof |
| Offizielle Website: | www.hof.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Harald Fichtner (CSU) |
Hof ist eine kreisfreie Stadt im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken. Sie liegt an der sächsischen Saale zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald. Zur Unterscheidung von anderen Orten mit gleichem Namen wird die Stadt meist Hof an der Saale oder Hof in Bayern genannt. Die Stadt ist Oberzentrum und gehört zum Netz der Metropolregion Nürnberg.
1430 wird Hof von den Hussiten erobert und schwer zerstört. Um gegen derartige Angriffe zukünftig geschützt zu sein wurde 1432 eine Schützengilde gegründet. Aus den jährlichen Schießübungen der Gilde entwickelte sich der Hofer Nationalfeiertag, der Schlappentag. Das Hofer Gymnasium wird 1546 durch Markgraf Albrecht den Jüngeren von Brandenburg-Kulmbach gegründet. Das Gymnasium heißt heute Jean-Paul-Gymnasium und ist eines der ältesten Gymnasien in Oberfranken. 1792 kam Hof mit dem Markgraftum Brandenburg-Bayreuth zu Preußen. 1806 wurde Hof von französischen Truppen besetzt und ging 1810 an Bayern über.
1823 wurde der Großteil der „Neustadt“ bei einem verheerenden Brand zerstört. Ende des 19. Jahrhundert wurde die Altstadt weitgehend neu bebaut, so daß sie heute neuer wirkt als die „Neustadt“. Schon 1848 wurde Hof an die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn und die Sächsisch-Bayrische Eisenbahn angebunden. Der erste Hofer Bahnhof - ein Kopfbahnhof - lag nahe an der Stadt an der Stelle der heutigen Stadtpost. 1880 wurde weit vor den Toren der Stadt der neue Hofer Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof errichtet. Von 1901 bis zum Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts fuhr eine Straßenbahnlinie zwischen Stadt und Hauptbahnhof. Die Straßenbahn wurde später durch Stadtbusse ersetzt. Als Grenzbahnhöfe zwischen Bayern und Sachsen waren die Hofer Bahnhöfe jeweils entsprechend aufwändig angelegt.
1945 wurde Hof von einem Luftangriff heimgesucht, der auch Opfer unter der Zivilbevölkerung forderte. Durch die deutsche Teilung nach dem Krieg geriet die Stadt in eine extreme Randlage (Zonenrandgebiet). Die guten Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen wurden unterbrochen. Im Stadtteil Moschendorf wurde zum Kriegsende ein Flüchtlingslager eingerichtet. Die Bevölkerung wuchs aufgrund des Zuzuges von Heimatvertriebenen stark an. In Hof und Umgebung entstanden viele neue Wohnungen. Nach Grenzöffnung 1989 und Deutscher Wiedervereinigung 1990 konnten viele der alten Verbindungen wieder aufgebaut werden - wenn auch oft in veränderter Form.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1818: | 4.667 |
| 1840: | 7.985 |
| 1880: | 21.000 |
| 1900: | 32.781 |
| 1920: | 40.785 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1939: | 44.878 |
| 1945: | 55.405 |
| 1950: | 61.033 |
| 1955: | 58.005 |
| 1960: | 57.414 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1965: | 55.810 |
| 1970: | 54.424 |
| 1975: | 54.644 |
| 1980: | 53.180 |
| 1985: | 51.275 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1990: | 53.095 |
| 1995: | 52.531 |
| 2003: | 49.804 |
| 2004: | 49.424 |
| 2006: | 50.150 |
| 1818-1846 | Georg Friedrich Samuel von Oerthel |
| 1847 | Johann Adam Laubmann |
| 1848-1849 | Christoph Theodor Schroen |
| 1849-1857 | Moritz Ernst Freiherr von Waldenfels |
| 1857-1882 | Hermann von Münch |
| 1883-1903 | Carl von Mann |
| 1904-1916 | Paul Bräuninger |
| 1916-1919 | Heinrich Neupert |
| 1919-1933 | Dr. Karl Buhl |
| 1933-1941 | Dr. Richard Wendler |
| 1945-1946 | Dr. Oskar Weinauer |
| 1946-1948 | Hans Bechert |
| 1948-1949 | Dr. Kurt Schröter |
| 1950-1970 | Hans Högn (SPD) |
| 1970-1988 | Dr. Hans Heun (CSU) |
| 1988-2006 | Dieter Döhla (SPD) |
| 2006- | Dr. Harald Fichtner (CSU) |
Ein wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Ein wichtiger Vertreter ist die Textilgruppe Hof AG.
Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen (Viessmann Kältetechnik AG), Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.
In Hof war die Zentrale der privaten Regionalbank SchmidtBank angesiedelt. Das vorhandene Know-How nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Fachhochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet.
Seit der Wende 1990 verstärkte Ansiedlung von Logistikunternehmen. Zuletzt entstand der Automobilzuliefererpark "Pole Position" in Hof und Gattendorf, der momentan erweitert wird.
Wichtigste Arbeitgeber (gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) ist der Einzelhandel, gefolgt vom Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen (Quelle: www.bayreuth.ihk.de).
Die Hofer Brodwärschd sind feiner und vor allem viel magerer als ihre direkten Nachbarn (Thüringer, Coburger und fränkische). Da sich die regionalen Verordnungen an den Coburger und Bamberger Bratwürsten orientieren, wurden kürzlich einige Hofer Metzger abgemahnt, weil ihre Bratwürste laut Bestimmung zu mager sind. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der sogenannte Hofer „Wärschtlamo“ (= Hofer Würstchenmann), der traditionell in der Hofer Altstadt steht und aus einem typischen Kessel seine Ware verkauft. Neben „Bauern“ (Bauernwürstchen), „Knackern“ (Knackwürsten) und Weißwürsten gibt es beim „Wärschtlamo“ die berühmten „Wienerla“ (Wiener Würstchen). Wer einmal nach Hof kommt, beispielsweise zu den Hofer Filmtagen, sollte nicht versäumen, ein paar heiße „Wienerla mit Senft“ (Wiener Würstchen mit Senf) zu probieren. Ehemalige Einwohner von Hof trauern weniger der Stadt, aber um so mehr den Wurst- und Bierspezialitäten hinterher. Neben der Bratwurst ist auch die Hofer Rindfleischwurst und der echte fränkische Leberkäse zu empfehlen.
Hof ist in der weiteren Umgebung für gutes Bier (z. B. Bürgerbräu, Falter, Meinel-Bräu, Scherdel, Zeltbräu) bekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien: "Bavaria" (Laubmann), "Bürgerbräu" (Ried), "Deininger-Kronenbräu" (A.G.), "Löwenbräu" (A.G.), Gg. Meinel, Karl Militzer, Joh. Richter, B. Scherdel, Schmidt's Erben, Karl Schuster (Weizenbier), Gg. Weidner und Karl Zelt.
Typische Gerichte in Hof sind weiterhin die Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner Eintopf zu vergleichen ist. Der Name „Schnitz“ kommt daher, dass alle Zutaten geschnitten werden. Ein Pilzgericht trägt den Namen Schwammaschnitz, ebenfalls ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma (Pilzen, in Oberbayern Schwammerl, im sächsischen Vogtland und Erzgebirge Schwämmeln genannt). Der typische Ur-Hofer geht alleine oder mit seiner Frau „in die Schwamma“, bevor diese zu Hause geputzt und gekocht werden. Somit ist für die Zubereitung dieses delikaten Gerichts der komplette Vormittag notwendig.
Ort in Bayern | Frankenwald | Vogtland | Hof
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"Hof (Saale)".
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