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Hodenhagen
 

Der Hoden (v. althochdt.: hodo der Verhüllende) (lat.: Testis, plur.: Testes; Testikel; griech.: Orchis) ist ein paarig angelegtes menschliches bzw. tierisches männliches Geschlechtsorgan.

Der menschliche Hoden ist etwa pflaumenförmig und hat ein Gewicht von 20-30 Gramm und ein Volumen von 15-25 ml. Die Größe kann jedoch von Haselnuss- bis Hühnereigröße variieren. Die Hoden gehören zu den druckempfindlichsten Strukturen des männlichen Körpers, doch schwankt auch die Schmerzempfindlichkeit erheblich. In den Leydig-Zellen werden die Androgene, vor allem das Testosteron gebildet.

Vorgeburtliche Entwicklung


Der Hoden bildet sich während der Embryogenese aus der Genitalleiste - sofern der Hoden-determinierende Faktor (HDF) seine Funktion entfalten kann: Denn in der 6. Embryonalwoche - mit dem Einwandern der Keimzellen in die Genitalanlage - ist noch nicht entschieden, ob sich aus der bestehenden Struktur ein Hoden oder ein Ovar (Eierstock) bilden wird, so dass von einer "indifferenten Gonadenanlage" gesprochen werden muss. Erst der auf dem Y-Chromosom liegende HDF bestimmt die weitere sexuelle Differenzierung in die männliche Richtung.

Die primären Keimstränge dringen in der Folge unter dem Einfluss des HDF in das Mark der Gonadenanlage ein und bilden letztlich Hoden- oder Markstränge (- aus denen sich erst in der Pubertät die Samenkanälchen des Hodens bilden werden.) Deren Verbindung mit der Oberfläche des Hodens geht schließlich verloren - dort bildet sich eine derbe Kapsel aus faserigem Bindegewebe, die Tunica albuginea, von der Bindegewebssepten (die Septula testis in die Tiefe Richtung Mediastinum des Hodens ziehen, die den entwickelten Hoden schließlich in ca. 200-300 Läppchen oder Lobuli testis unterteilen werden. Diese wiederum enthalten dann jeweils mehrere gewundene Samenkanälchen oder Tubuli contorti seminiferi, die im Mediastinum in das Rete testis münden.

In den Hodensträngen entstehen nun aus dem Oberflächenepithel der Gonadenanlage die Sertoli-Zelle bzw. Stützzellen, aus dem umgebenden Mesenchym die Leydig-Zellen. Über das Rete testis stehen mit dem 4. Entwicklungsmonat bzw. der 14. Entwicklungswoche die Hodenstränge beidseits mit den Urnierenkanälchen in Verbindung, die sich in der weiteren Folge zu den Ductuli efferentes weiterbilden und stehen über diese mit dem Wolff-Gang in Verbindung, der sich zum Samenleiter entwickeln wird.

Nichts mit der Gonadenanlage, geschweige denn dem Hoden selbst, hat die Entwicklung der Appendix testis (des Hodenanhängsels) zu tun: Dieses zwischen Nebenhodenanlage und Hoden liegende Rudiment bleibt als Folge der beidseitigen Rückbildung des Müller-Gangs unter dem Einfluss des Anti-Müller-Hormons bestehen.

Der Hoden wandert erst im weiteren Verlauf der Fetalzeit aus der Bauchhöhle in das Skrotum (den "Hodensack"). Dieser Vorgang wird als Descensus testis bzw. bei gestörtem Ablauf als Maldescensus testis bezeichnet. Der im Skrotum befindliche Hoden gilt als eines der Reifezeichen des Neugeborenen.

Funktion


Die wesentliche Funktionen des Hodens bestehen in der Produktion von

Verletzungen und Erkrankungen des Hodens


Die Hoden liegen zwar außerhalb des Körpers, gehören aber zu den inneren Organen und sind somit auch entsprechend verletzlich. Bei stumpfen Verletzungen z. B. Stoß können je nach Intensität Blutungen aus den Hoden in den Hodensack auftreten. Es ist somit kein Wunder, dass beispielsweise Fußballspieler nach einer stumpfen Hodenverletzung wochenlang spielunfähig sind, weil der Heilungsprozess sonst nicht voranschreitet. Eine stumpfe Hodenverletzung kann zum Verlust des Hodens führen. In den Medien gelten Schläge, Tritte, Quetschungen u.ä. der Hoden als Form von Humor und Unterhaltung.

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