| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Hockenheim.png | Karte_hockenheim_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Rhein-Neckar |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 102 m ü. NN |
| Fläche: | 34,84 km² |
| Einwohner: | 20.783 (30. Sept. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 593 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 91,5 % |
| Postleitzahlen: | 68754–68766 (alt: 6832) |
| Vorwahlen: | 06205 |
| Kfz-Kennzeichen: | HD |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 032 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 1 68766 Hockenheim |
| Offizielle Website: | www.hockenheim.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dieter Gummmer |
Im Jahr 1999 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze, seit 2001 ist Hockenheim Große Kreisstadt. Die Stadt Hockenheim hat mit den Nachbargemeinden Altlußheim, Neulußheim und Reilingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Im 17. Jahrhundert brachten die Franzosen den Tabak ins Land. Zuvor war vor allem der Hopfenanbau in der Gegend vertreten. 1803 kam die Gemeinde an Baden und wurde dem Amt Schwetzingen zugeordnet. Gleichzeitig wurde das Gemeindegebiet durch Zuordnung der Gemarkung Insultheim vergrößert.
Der Tabakanbau in der Gegend führte im 19. Jahrhundert zum Aufbau der Zigarrenindustrie ab 1860. 1879 musste die Gemeinde aufgrund der Rheinbegradigung einige Gebiete ihrer Gemarkung abgeben. Die Gemeinde wuchs weiter, so dass sie schließlich mit Wirkung vom 22. Juli 1895 durch Großherzog Friedrich I. von Baden die Stadtrechte erhielt. Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängte der Spargelanbau den Hopfen.
Nach Auflösung des Amtsbezirks Schwetzingen kam die junge Stadt 1924 zum Bezirksamt Mannheim, aus dem 1938 der Landkreis Mannheim hervorging. 1929 und 1931 wurde das Stadtgebiet durch Eingliederung unbewohnter Waldteile (insbesondere Schwetzinger Hardt) vergrößert. Am 29. Mai 1932 wurde der Hockenheimring mit einem Rennen eröffnet.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Niedergang der Zigarrenindustrie eingeläutet. Inzwischen war die Stadt aber durch den Hockenheimring bekannt geworden. Im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Mannheim aufgelöst und die Stadt Hockenheim dem neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis zugeordnet.
Im Jahre 1991 war Hockenheim Gastgeber der 11. baden-württembergischen Landesgartenschau.
Nach Überschreiten der 20.000-Einwohnergrenze wurde Hockenheim am 1. Januar 2001 zur Großen Kreisstadt erklärt.
Die Katholiken Hockenheims erhielten - wie bereits erwähnt - ab 1707 die Kirche St. Georg, die einzige Kirche der Stadt. Die Pfarrgemeinde gehörte zunächst noch zum Bistum Speyer und wurde 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg, wo sie dem Dekanat Sankt Leon zugeordnet wurde. 1899 wechselte sie zum Dekanat Philippsburg. 1906 erbaute sich die Gemeinde eine neue Kirche, die bisherige Kirche diente als Gemeindehaus. 1960 wurde das Dekanat Schwetzingen neu gegründet, zu dem fortan auch die Pfarrgemeinde St. Georg Hockenheim gehörte, doch wurde das Dekanat Schwetzingen bereits 1976 wieder aufgelöst. Seither gehört die Pfarrgemeinde St. Georg Hockenheim zum Dekanat Wiesloch. Die Pfarrgemeinde St. Georg Hockenheim bildet mit den Nachbargemeinden in Neulußheim und Reilingen die Seelsorgeeinheit Hockenheim.
Neben den beiden in Hockenheim großen Kirchen gibt es hier auch Freikirchen und weitere christliche Gemeinden und zwar eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bereits Gottesdienste in einem Gebäude in der Unteren Mühlstraße abhielt und sich 1958/59 die heutige Christuskirche erbaute sowie die Evangelische Gemeinschaft, die 1849 aus dem "Evangelischen Verein für innere Mission Augsburgischen Bekenntnisses" hervorging.
Ferner gibt es in Hockenheim auch eine Neuapostolische Kirche, die 2002 erbaut wurde. Die zugehörige Gemeinde wurde bereits 1951 gegründet.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1786 | 1.088 | - | 1825 | 1.724 | - | 1839 | 2.560 | - | 1858 | 3.217 | - | 1. Dezember 1871 | 3.753 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 4.400 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 4.966 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 5.795 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 7.094 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | ? | - | 16. Juni 1925 ¹ | 8.751 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 9.662 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 17. Mai 1939 ¹ | 10.000 | - | Dezember 1945 ¹ | 9.899 | - | 13. September 1950 ¹ | 12.183 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 13.213 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 15.542 | - | 31. Dezember 1975 | 16.890 | - | 31. Dezember 1980 | 15.997 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 16.112 | - | 31. Dezember 1990 | 17.015 | - | 31. Dezember 1995 | 18.774 | - | 31. Dezember 2000 | 20.155 | - | 31. März 2004 | 20.562 |
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Das Wappen ist dem 1609 erstmals nachweisbaren Siegel entnommen. Der Löwe ist das Wappentier der Kurpfalz, zu der Hockenheim gehörte. Die Haken leiten sich wohl vom Ortsnamen ab. Die Form der Symbole wurde mehrmals verändert und in seiner heutigen Form bei der Verleihung der Stadtrechte 1895 festgelegt.
Des Weiteren ist die Musikkapelle "Blaue Husaren" (http://www.blauehusaren.de) zu erwähnen, die seit Jahren unter der Leitung des Dirigenten Willi Benz steht und längst zu den musikalischen Highlights in Hockenheim zählt.
Der Fanfarenzug der Rennstadt Hockenheim (http://www.fz-hockenheim.de) ist schon seit über 50 Jahren ein musikalisches Aushängeschild der Stadt. Unter der Leitung von Peter Ehringer und der Stabführung von Matthias Butz glänzten die blauweißen Landsknechte schon im In- und Ausland.
Ein weiterer musikalischer Verein ist der Orchesterverein Stadtkapelle Hockenheim e.V. Der Verein besteht seit 1863 und hat in den vergangen Jahren sich neben der Unterhaltungsmusik verstärkt auf die symphonische Blasmusik konzentriert. Aus der Geschichte des Vereins heraus ist der Orchesterverein auch gleichzeitig Feuerwehrkapelle und untestüzt die örtliche Freiwillige Feuerwehr bei Umzügen, öffentlichen Anlässen oder bei Feuerwehrfesten.
2002 begann die komplette Modernisierung des Hockenheimrings, bei der auch die Strecke von rund 6,8 km Länge verändert wurde. Der Fahrbelag wurde erneuert, die Zuschauerkapazität erweitert und die Streckenführung des Grand-Prix-Kurses auf 4,8 km Länge verkürzt. Weiter wurde ein Fahrsicherheitszentrum geschaffen, das heute vom ADAC betrieben wird. Auslöser dieser Maßnahmen war Promoter Bernie Ecclestone, den man durchaus als Guru der Formel 1 bezeichnen kann. Das Land Baden-Württemberg beteiligte sich mit rund 15 Millionen Euro an den Kosten der Maßnahme; seither führt die Rennstrecke den Namen Hockenheimring Baden-Württemberg.
Im Rahmen des Formel 1-Zirkusses gastieren die Boliden, Teams und Fahrer alljährlich Ende Juli oder Anfang August in Hockenheim.
Hockenheim hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim (Rheintalbahn). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien.
Der Rhein-Neckar-Kreis ist Träger der Louise-Otto-Peters-Schule - Hauswirtschaftliche Schule Hockenheim.
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