Hockendes_weib.jpg]]Als Hockendes Weib wird der bekannteste Teil der Sandstein-Felsformation Dörenther Klippen bezeichnet. Das Gebiet der Felsgruppe liegt südlich von Ibbenbüren auf den Höhen des Teutoburger Waldes in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Naturschutz
Das Hockende Weib ist nicht nur als
Naturdenkmal geschützt, sondern gehört als Bestandteil der Dörenther Klippen im Rahmen der
Natura 2000 auch zum
FFH-Gebiet "Sandsteinzug Teutoburger Wald" und steht damit unter striktem
Naturschutz.
Tourismus
Die gesamten Dörenther Klippen mit dem Hockenden Weib sind ein sehr beliebtes Ziel von Ausflüglern und
Wanderern. Das
Klettern in den Felsen ist mit einigen Ausnahmen zum Schutz der seltenen Felsvegetation erlaubt. Die Kletterrouten werden vom
DAV betreut. Von den Felskuppen bieten sich weite Ausblicke ins
Münsterland und über den Gebirgszug des Teutoburger Waldes. In der Nähe der Felsen verläuft der
Hermannsweg, ein beliebter Fernwanderweg.
Die Sage vom Hockenden Weib
Das "Hockende Weib" ist eines der
Wahrzeichen der Stadt Ibbenbüren, mit ihm verbindet sich eine weithin bekannte, in ähnlicher Form jedoch auch in anderen Regionen bekannte Sage. Deren Inhalt zur Folge erstarrte eine
heldenhafte Frau in Vorzeiten zu Stein, was namensgebend war.
- Diese Frau soll als Mutter mehrerer Kinder in der Nähe der Klippen gelebt haben. Damals sollen die Meeresfluten häufig bis direkt an die Berge gereicht haben. Die Frau, die ihre Kinder vor der außergewöhnlich schnell und hoch steigenden Flut retten wollte, soll sie auf ihren Schultern gehoben und sicher über die Wassermassen gehalten haben, selbst stand bzw. "hockte" sie dabei im Wasser. Nach langem Warten, Bangen und Beten soll die Flut schließlich wieder zurück gegangen sein, das "Weib" konnte sich anschließend aber nicht mehr rühren, die Kinder waren jedoch gerettet.
Seit 2002 steht vor dem Ibbenbürener Rathaus eine Sandstein-Skulptur, die diese alte Sage künstlerisch aufgreift und in moderner Fassung präsentieren soll.
Weblinks
Naturdenkmal