Dhünntalsperre2.jpg]] Entlastung_dhünntalsperre.png (Skizze)]] Trinkwasserspeicher-Frauenau.jpg der Trinkwassertalsperre Frauenau]]
Als Hochwasserentlastung bezeichnet man im Wasserbau (Teil des Bauingenieurwesens) eine Vorrichtung zum Schutz von Absperrbauwerken (z. B. Staumauern, Staudämme) vor unerwarten hohen Wasserständen.
Die Hochwasserentlastung tritt in Funktion, wenn der Wasserpegel eines Absperrbauwerks das Stauziel – meistens bedingt durch verstärkte, außer der Reihe liegende Wassereinträge – überschreitet. Sie dient dem Schutz des Sperrwerks vor außergewöhnlicher Belastung durch den erhöhten Wasserdruck und soll das Überlaufen des Wassers über die Sperranlage verhindern, da beides im schlimmsten Fall zum Brechen des Sperrwerkes führen könnte. Die Hochwasserentlastung muss für die größtmögliche Flut (Bemessungshochwasser) ausgelegt sein.
Die Hochwasserentlastung besteht aus einem Einlauf-, einem Fortleitungs- (auch Transport-) und einem Energieumwandlungsbauwerk (meistens das Tosbecken des Hauptauslasses des Sperrwerkes).
Bei Staumauern wird das Hochwasser häufiger als bei Staudämmen über das Sperrwerk abgelassen. Das überschüssige Wasser fließt bei dieser Art der Hochwasserentlastung an genau bestimmten Stellen über die Mauerkrone und anschließend an der Luftseite hinunter. Am Fuß der Staumauer gelangt das Wasser dann in das Tosbecken.
Der Überfall kann fest oder beweglich ausgeführt sein. So kann z. B. eine Wehrklappe, mit der die Höhe des im Gesamtstauraum gestauten Wassers geregelt wird, eingebaut sein.
Überschreitet der Wasserpegel der Stauanlage das Stauziel, strömt das überschüssige Wasser in den Überlauf ein. Durch den Turm und ein anschließendes Rohr- bzw. Stollensystem wird das Wasser unter dem Staudamm hindurch in den Ablauf der Stauanlage eingeleitet.
Diese Form der Hochwasserentlastung wird meistens bei Staumauern angewandt und das Einlaufbauwerk ist häufig in das Sperrwerk integriert. Bei drohendem Hochwasser wird der Sperrschieber geöffnet und das Wasser fließt durch Rohre in der Staumauer zur Luftseite, wo es über eine Schussrinne einer anschließender Schanze zugeleitet wird. Die Schanze wirft das Wasser in hohem Bogen in das Prallbecken, aus dem es in das natürliche Gewässer weiter fließt.
Das Einlaufbauwerk kann aber auch in eine der beiden, die Stauanlage umschließenden, Talflanken eingebaut sein. In diesem Fall fließt das Wasser nach Öffnen der Sperrschieber durch Stollen auf die andere Seite der Staumauer, wo es ebenso über eine Schussrinne und eine anschließende Schanze dem natürlichen Gewässer zugeleitet wird.
Eine Beispiel für eine Hochwasserentlastung mittels einer Schanze ist die Cabora-Bassa-Talsperre in Mosambik.
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