| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Hochtaunuskreis.png Kreiswappen | Lage des Hochtaunuskreises in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Verwaltungssitz: | Bad Homburg v.d. Höhe |
| Fläche: | 482,03 km² |
| Einwohner: | 227.691 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 472 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 06 4 34 |
| Kfz-Kennzeichen: | HG |
| Kreisgliederung: | 13 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Ludwig-Erhard-Anlage 1-4 61352 Bad Homburg vor der Höhe |
| Website: | www.hochtaunuskreis.de |
| Politik | |
| Landrat: | Ulrich Krebs (CDU) |
| Karte | |
| Hesse hg.png | |
Der Hochtaunuskreis besitzt die höchste Kaufkraft der Bundesrepublik, viele Wohlhabende haben in und um Bad Homburg ihr Heim gefunden. Das gesamte Kreisgebiet weist sehr hohe Bodenpreise auf und zeichnet sich durch ein allgemein sehr hohes Mietniveau aus. Bundesweit auf Platz zwei folgt der bayerische Landkreis Starnberg und den dritten Platz belegt der benachbarte Main-Taunus-Kreis, in dem vor allem Bad Soden am Taunus als teure Lage gilt.
Die Homburger Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete ihre Strecke am 10. September 1860, die in Frankfurt vom Main-Weser-Bahnhof ausging. Obwohl sie den kurhessischen Ort Bockenheim umfuhr, brauchte sie für ihre Trasse über Rödelheim – Oberursel nach Homburg vor der Höhe, der damaligen Residenz einer kleinen Landgrafschaft und heutigen Kreisstadt des Hochtaunuskreises, die Konzession von vier souveränen Staaten!
In Rödelheim zweigte ab 1. November 1874 eine Stichstrecke der Cronberger Eisenbahn-Gesellschaft zu dem malerischen Taunusstädtchen Kronberg ab. Dessen Nachbarstadt Königstein im Taunus wurde ab 24. Februar 1902 durch die Kleinbahn AG Höchst – Königstein erschlossen, die heute ein Teil der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) ist. Inzwischen beginnen die Züge aller drei Bahnen im Zentrum Frankfurts.
Zusätzlich verband ab Mai 1910 die Frankfurter Lokalbahn AG Bad Homburg und Oberursel-Hohemark durch zwei elektrische Vorortbahnen mit der Großstadt, die heute Teil des Frankfurter Stadtbahnnetzes sind. Schon seit 1899 gab es in Homburg vor der Höhe eine elektrische Straßenbahn, die bis 1935 auch eine Linie zum Römerkastell Saalburg betrieb.
Das strahlenförmig von Frankfurt ausgehende Schienennetz im Vordertaunus wurde 1895 über den Gebirgskamm hinüber verlängert durch die Bahnlinien Homburg – Friedrichsdorf – Usingen, die 1909 ihre Fortsetzung über Grävenwiesbach nach Weilburg an der Lahn fand. Seit 1912 führte von Grävenwiesbach auch noch eine Zweigbahn durch das Solmstal nach Wetzlar. Diese ist die Grundlage der heutigen kommunalen Taunusbahn, die heute allerdings schon in Brandoberndorf im Lahn-Dill-Kreis endet.
Von Friedrichsdorf gibt es seit dem 15. Juli 1901 eine Verbindung zur Main-Weser-Bahn nach Friedberg, die im Zuge der Bäderbahn Bad Nauheim – Bad Homburg – Wiesbaden jahrelang auch von Schnellzügen befahren wurde.
Dem ÖPNV auf der Schiene dienen heute die S-Bahnlinien S 4 (Frankfurt–Kronberg) und S 5 (Frankfurt–Bad Homburg–Friedrichsdorf), sowie die von der HLB betriebenen Strecken Frankfurt–Königstein (RB 12, Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn) und Bad Homburg–Usingen–Grävenwiesbach–Brandoberndorf (RB 15, Taunusbahn). Von Friedrichsdorf fährt die RB 16 (Butzbach-Licher Eisenbahn) nach Friedberg.
An das Frankfurter U-Bahnnetz angeschlossen sind die Städte Bad Homburg (Linie U 2/Endstation Bad Homburg-Gonzenheim) und Oberursel (Linie U 3/Oberursel-Hohemark).
1919 wurde der französisch besetzte Teil des Obertaunuskreises - das ehemals nassauische »Amt Königstein« - herausgebrochen und als »Hilfskreis Königstein« etabliert. Erst am 1. Oktober 1928 - nach dem Abzug der französischen Besatzungstruppen - kehrte er zum Obertaunuskreis zurück.
Auf Grund der preußischen Sparverordnungen wurde am 1. August 1932 der Kreis Usingen aufgelöst. Teile des Kreises fielen an die benachbarten Landkreise Wetzlar, Oberlahn und Untertaunus, der Löwenanteil jedoch an den Obertaunuskreis. Schon ein Jahr später (1. Oktober 1933) wurde auf Betreiben der örtlichen NSDAP der Kreis Usingen wieder hergestellt.
Auf Dauer waren die beiden flächenkleinsten Kreise Hessens nicht zu halten und wurden im Rahmen der Kreisreform mit Wirkung vom 1. August 1972 zum neuen Hochtaunuskreis vereinigt.
Der aktuelle Kreistag des Hochtaunuskreises wurde am 26. März 2006 gewählt. Die 71 Abgeordneten gehören allen sieben zur Wahl angetretenen Parteien und Wählergemeinschaften an bzw. sind von ihnen aufgestellt worden.
Sitzverteilung Hochtaunuskreis 2006.png
| Parteien und Wählergemeinschaften | Anteil in % | Sitze | CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 45,8 | 32 | SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 23,3 | 17 | GRÜNE | BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 11,0 | 8 | FDP | Freie Demokratische Partei | 9,5 | 7 | FWG-HOCHTAUNUS | FREIE WÄHLERGEMEINSCHAFT HOCHTAUNUSKREIS | 5,7 | 4 | REP | DIE REPUBLIKANER | 2,0 | 1 | Die Linke.WASG | Die Linke.WASG-Hochtaunus | 2,7 | 2 | gesamt | 100,0 | 71 |
| Städte | Gemeinden |
Chronik der Kreisreformen in Deutschland
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