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Wikipedia:Qualitätssicherung Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherung/7. Juli 2006# statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Informationen aus den zur Löschung beantragten Artikeln gymnasiale Oberstufe, Abschluss der gymnasialen Oberstufe und die bereits gelöschte Punktesystem der gymnasialen Oberstufe (die ich Warhog/Punktesystem der gymnasialen Oberstufe gesichert habe) müssen in diesen Artikel eingearbeitet werden. Die ganze Struktur ist zu überdenken und allgemeine Informationen aus den Abitur in Bundesland XY Informationen müssen hierhin, nicht in die einzelnen Bundesland XY-Artikel. Dort gehören nur die spezifischen Merkmale hinein. Warhog 01:07, 7. Jul 2006 (CEST)


Das Abitur (von lateinisch abire = davongehen; daraus neulateinisch abiturire = abgehen werden, abituriens = Abiturient, abiturium = Abitur) ist in Deutschland der höchste erreichbare Schulabschluss und zugleich Hochschulzugangsberechtigung. Das Abitur meint die allgemeine Hochschulreife bzw. die erworbene Reife und Befähigung (Reifezeugnis, Abiturzeugnis) zu einem Studium an einer Hochschule. Dem Abitur voraus geht eine höhere Schulausbildung, an deren Ende die Reifeprüfung (sprich Matura, v. lat. maturitas = die Reife) steht. Von daher wird der höchste erreichbare Schulabschluss in großen Teilen des übrigen deutschen Sprachraums (Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Südtirol) auch allein als Matura bezeichnet.

Zu unterscheiden ist das Abitur als allgemeine Hochschulreife (uneingeschränkte Studienberechtigung) von der fachgebundenen Hochschulreife (eingeschränkte Studienberechtigung für bestimmte Fächer).

Neben der allgemeinen und der fachgebundenen Hochschulreife gibt es noch die Fachhochschulreife für ein Studium an einer Fachhochschule oder dem entsprechenden Studiengang an einer Gesamthochschule.

Die Reifeprüfungen werden aufgrund der Kulturhoheit der Bundesländer durch Landesrecht geregelt, werden aber bundesweit als Hochschulzugangsberechtigungen anerkannt (siehe auch Kultusministerkonferenz).

Wege zum Abitur


Allgemeinbildende Schulen

Gymnasium und Gesamtschule bereiten mit ihrer zwei oder drei Jahre dauernden Oberstufe auf das Abitur vor. In der Regel dauerte die Schule 13 Jahre: Primarstufe Klasse 1-4, Sekundarstufe I Kl. 5-10 und Sekundarstufe II Kl. 11-13 (siehe Abschluss der gymnasialen Oberstufe); in den meisten Ländern ist mittlerweile aber die Einführung des Achtjährigen Gymnasiums beschlossen (u.a. in Sachsen, Thüringen und ab dem Schuljahr 06/07 in Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern).

Berufsbildende Schulen

Das Abitur kann auch an bestimmten berufsbildenden Schulen bzw. Berufskollegs mit gymnasialer Oberstufe (Höhere Berufsfachschule und Jahrgangsstufe 13 einer Fachoberschule) erworben werden; in manchen Schulformen auch in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Ohne eine zweite Fremdsprache führt die Schulausbildung zu einem fachgebundenen Abitur.

Zweiter Bildungsweg und Abitur (online)

Ein weiterer Weg zum Abitur führt über staatliche und private Schulen des Zweiten Bildungsweges.

Erwachsene mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder gleichzusetzenden Tätigkeiten und Zeiten können an Abendgymnasien oder an Kollegs, in einigen Regionen auch an Volkshochschulen, ihr Abitur nachholen und dort auch direkt die staatliche Prüfung ablegen.

In diesem Zusammenhang wird in einigen Bundesländern an ausgesuchten Schulen das sogenannte Abitur (online) angeboten. Bei dieser Art der Lehrstoffvermittlung besucht der Schüler nur an zwei Abenden die Schule und wird an den übrigen Abenden per Internet (online) unterrichtet. Tagsüber geht er seinen üblichen beruflichen Tätigkeiten nach.

Privatschulen

Waldorfschulen führen in 12 Schuljahren zu einem eigenen Abschluss, dem Waldorfschulabschluss, mit starkem Gewicht auf künstlerischen Fächern und sozialen Kompetenzen. Der Waldorfabschluss kann als gleichwertig mit einem staatlichen Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss anerkannt werden. Auf das Abitur bereiten die Waldorfschulen in einem zusätzlichen 13. Schuljahr vor, auf das Fachabitur (Fachhochschulreife) wird in der 12 Klasse vorbereitet, wobei dann der künstlerische Abschluss wegfällt; an einigen Waldorfschulen kann dies mit einem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf verbunden werden.

Private Schulen mit einem Oberstufenzweig bereiten ebenfalls - in Tages- oder Abendform - auf das Abitur vor, das dann allerdings erst nach einer externen staatlichen Prüfung (so genannte „Nichtschülerabiturprüfung“, „Schulfremdenreifeprüfung“ oder auch „Schulfremdenprüfung“) zuerkannt wird.

Man kann sich sogar nach selbst organisierter Vorbereitung für eine 'Nichtschülerreifeprüfung' anmelden, um das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife zu erwerben.

Fernlehrgänge

Auch Fernschulen (wie zum Beispiel ILS, SGD oder HAF) bereiten in ca. 30 bis 42 Monaten - je nach Vorkenntnissen - auf die staatliche Externenprüfung zum Abitur vor. Dieser Weg wird vor allem von Erwachsenen genutzt, die parallel zu ihrem Berufsalltag ihr Abitur nachholen möchten.

Hochschulabschluss

Mit einem Hochschulabschluss an einer universitären Hochschule (Uni, TH, GH, usw.), allgemeinen Fachhochschule (FH, GH) oder bestandenen Anstellungsprüfung für den gehobenen nichttechnischen Dienst an einer Beamtenfachhochschule oder Fachhochschule für öffentliche Verwaltung - ohne vorherigen Erwerb der allgemeinen Hochschulreife - wird ebenfalls die Allgemeine Hochschulreife erworben.

Nichtschülerprüfung

Bei einer Nichtschülerprüfung, auch Nichtschülerabitur genannt, kann man sein Abitur außerhalb der Schule (extern) erwerben. Dabei muss man sich autodidaktisch vorbereiten und nur zu den Prüfungen erscheinen.

Da die Abiturprüfung extern geprüft wird, ist diese Prüfung, im Vergleich zu einem normalen Abitur, erheblich schwieriger. In Nordrhein-Westfalen z. B. werden die Nichtschüler in 8 Fächern geprüft: 4 davon schriftlich und 4 davon mündlich. Erfahrungsgemäß sind die Nichtschülerabiturienten nicht in der Lage, mit normalen Abiturienten bei NC-Verfahren zu konkurrieren.

Abiturprüfung


In den sogenannten Abitur- oder Reifeprüfungen wird das vermittelte Schulwissen der Oberstufe nur in bestimmten Fächern geprüft. Die Prüfungsnoten fließen in die Abschlussnoten des Reifezeugnisses mit ein. In neun von 16 Bundesländern wird ein sogenanntes Zentralabitur abgelegt, in weiteren fünf ist die Einführung bereits beschlossen.

Die Abiturprüfungen werden in schriftlicher Form abgehalten. Die Abschlussarbeiten werden von einem Erst- und einem Zweitkorrektor bewertet. Bei minimalen Abweichungen wird der gerundete Mittelwert als Endnote festgesetzt. Bei stark abweichenden Benotungen führt ein Drittkorrektor eine weitere Korrektur durch und legt dann die Note fest.

Die Prüfungsvornote wird durch die gemittelten und gerundeten Kurssemesterleistungen bestimmt.

Weicht nun die schriftliche Prüfungsnote von den Semesterleistungen ab, so das ein Schüler zwischen zwei Noten steht, kann auf Antrag eine zusätzliche mündliche Prüfung stattfinden. Mit diesem gegebenenfalls optionalen mündlichen Prüfungsergebnis wird meist in einzahligen Verhältnissen zu der Prüfungs- und Vornote das arithmetische Mittel gebildet. Die mündliche Prüfung wird von einer staatlich eingesetzten Prüfungskommission, bestehend aus drei Lehrern, abgenommen.

Meistens wird nicht in allen schriftlichen Prüfungsfächern und insbesondere in den nichtschriftlichen Prüfungsfächern eine Benotungsentscheidung über eine zusätzliche mündliche Prüfung geregelt, da die Anzahl der mündlichen Prüfungsversuche meist kleiner der Anzahl der den NC (Numerus Clausus) bildenden Fächer ist. Daher haben die Lehrkräfte die Möglichkeit die Unterrichtsleistungen des Schülers bei der Bildung der fachlichen Gesamtnote zu berücksichtigen.

Besondere Lernleistungen, beispielsweise die Teilnahme an einem Bundeswettbewerb, Seminarkurs oder eine Facharbeit (Jahresarbeit) werden meistens in die jeweilige Fachabschlussnote mit einbezogen. In Baden-Württemberg können solche Leistungen je nach Schulart das vierte oder fünfte Prüfungsfach ersetzen; in Hessen ausschließlich das fünfte.

Für die Numerus-Clausus-Bildung wird nun der arithmetische Mittelwert aller schriftlichen und mündlichen Prüfungsfächer gebildet.

Geschichte


Im 18. Jahrhundert bestimmten die Universitäten noch alleine über die Aufnahme von Studenten. Als erster deutscher Staat regelte Preußen die Hochschulzugangsberechtigung mit dem Abiturreglement von 1788. Johann Wilhelm Süvern versuchte die Vereinheitlichung der allgemeinverbindlichen Reifeprüfung, diese konnte in Preußen jedoch noch bis 1834 durch Eingangsprüfungen der Universitäten umgangen werden.

Abitur-Bräuche


Das Abitur (kurz Abi) geht seit Jahrzehnten einher mit diversen Bräuchen, die zum Teil regional unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Oft erfolgt etwa die Übergabe der Zeugnisse im Rahmen eines festlichen Abi-Balls.

Abiturientenzahl steigt


2005 erwarben knapp 400.000 Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife, verglichen mit 2000 fast 15 Prozent mehr. (3,2 plus seit 2004). (Statistisches Bundesamt, Wiesbaden).

Unterschiede im Abitur in den Bundesländern


Da die Bildung in Deutschland Sache der Länder ist, gibt es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede im Abitur.

Siehe auch:

Siehe auch


Zum Abitur als Motiv in der Literatur, siehe auch Mobbing in der Schule.

Weblinks


Abschlüsse und Zertifikate

Abitur | Abiturientti | Abitur | アビトゥア資格 | Abitur

 

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