Das bis zu 4.620 m hohe Hochland von Abessinien (auch Hochland von Äthiopien oder Äthiopisches Hochland genannt) bedeckt als Hochgebirge Zentral- und Nord-Äthiopien und reicht mit seinen nördlichsten Ausläufern noch in das nördliche Eritrea (Ostafrika).
Aus der sich im Nordwesten an das Hochland anschließenden Nubischen Wüste im Sudan steigt das Gelände nur allmählich über Hochländer und die Landesgrenze nach Äthiopien an. Durch den Nordteil des in diesem Grenzbereich beginnenden Gebirges zieht sich die Sahelzone: Letztere kommt in dieser Gegend als etwa 100 km breiter Streifen aus Richtung Westen und knickt dann nach Norden ab, um vom Nordteil des Hochlands mit bis zu 500 km Breite entlang der Küste des Roten Meeres und damit vor allem durch das Nachbarland Eritrea nach Südosten zu führen. Im Norden herrscht einerseits die Trockensavanne vor, andererseits gibt es dort einen sumpfigen und dichten Urwald, in dem z.B. Elefanten, Raubtiere und Schlangen leben, kaum aber Menschen.
An seinem Ostrand fällt das Hochland von Abessinien steil ab, um in der westlich der Grenze zu Eritrea liegenden Koba-Senke, eine Depression, am Ufer des Karumsee sogar bis auf 116 m unter NN abzufallen; darin gibt es ein Sumpfgebiet, das von den Bach- und Flussläufen, die aus dem recht niederschlagsreichen Zentrum des Hochlands kommen, gespeist wird. Die östliche Gegend wird von Trocken- und Feuchtsavannen bestimmt, die noch weiter im Osten in den breiten Streifen des bereits erwähnten Sahels übergeht.
In Richtung Südosten, wo sich der oben genannte Grabenbruch in Nordost-Südwest-Richtung durch Äthiopien zieht, geht das Hochland von Abessinien über die Feuchtsavanne in die Dornsavanne des Grabens über; darin befinden sich viele Seen.
Das Zentrum des Gebirges wird zumeist von Grasland auf den waldlosen und felsigen Tafelbergen, die oft senkrecht abfallende Felswände aufweisen, teils aber auch vom Tropischen Regenwald bestimmt, und vom mit Nilpferden belebten Tanasee, aus dem der Blaue Nil entfließt. Die Gipfelbereiche vieler dieser eben genannten Plateaus werden bewässert, so dass sich dort eine recht üppige Vegetaion und sogar Ackerbau entwickeln konnte; außerdem wird dort Viehzucht betrieben. In den Kriegen der früheren Jahrhunderte waren diese Felsplateaus, die Amba genannt werden, oftmals uneinnehmbare Festungen.
Richtung Südwesten und Westen fällt das Gelände über die Trockensavanne allmählich zu den Tälern des Blauen- und Weißen Nils hin ab.
Die hier aufgeführte Liste der höchsten Berge im Hochland von Abessinien stellt lediglich eine Auswahl von einigen hohen Bergen dar.
Gebirge in Afrika | Geographie (Äthiopien) | Geographie (Eritrea)
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"Hochland von Abessinien".
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