Köln st ursula schutzmantelheilige.jpg]] Die Heilige Ursula von Köln soll im 4. Jahrhundert nach Christus gelebt haben. Da ihr Leben jedoch nicht in zeitgenössischen Quellen bezeugt ist, sondern nur in wesentlich später entstandenen Legenden, gilt sie heute allgemein als reine Legendenfigur ohne historische Existenz.
Zu ihren Begleiterinnen zählt die heilige Cordula, die sich beim Angriff der Hunnen zunächst versteckt, sich dann jedoch auch dem Martyrium stellt.
Die Zahl "11.000" geht vermutlich auf einen Lesefehler zurück. In frühen Quellen ist zugleich auch von nur 11 Jungfrauen die Rede. Wahrscheinlich wurde die Angabe "XI.M.V." statt als "11 martyres virgines" fälschlich als "11 milia virgines" gelesen.
Im 12. Jahrhundert wurden zahlreiche Namen der Jungfrauen hinzuerfunden. Vor den Toren der Stadt Köln hatte man ein ehemaliges römisches Gräberfeld entdeckt, das man für den so genannten Ager Ursulanus (lat. = Ursula-Feld) hielt. Die ausgegrabenen Knochen wurden den 11.000 Jungfrauen zugeschrieben und als Reliquien verkauft.
Mittelalterliche Darstellungen zeigen Ursula als Schutzmantelfigur, die die Jungfrauen unter ihrem Mantel beherbergt.
Die Vita der Hl. Ursula wurde in der bildenden Kunst u.a. von Tommaso da Modena, Hans Memling (Ursula-Schrein in Brügge), Carpaccio, Caravaggio und Lodovico Carracci dargestellt. Häufig ist hier die Form des Zyklus, in dem mehrere wichtige Stationen des Lebens der Heiligen dargestellt sind.
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