Das Hjortspringboot ist ein eisenzeitliches Boot, das in die Zeit um 300 v. Chr. datiert wird und 1921 in der Nähe des Hofes Hjortspring auf der dänischen Insel Alsen gefunden wurde.
Der Fund
Hjortspring.jpg Bei Baggerarbeiten für einen Entwässerungsgraben durch ein kleines
Torfmoor im Jahr 1921 wurden mehrere Holzteile gefunden, die historisch zu sein schienen und später als Teile eines Bootes identifiziert wurden. Die Finder benachrichtigten das dänische Nationalmuseum in
Kopenhagen, welches für die Jahre 1921 und 1922 eine systematische Suche organisierte und weitere Bruchstücke eines Bootes sowie weitere Gegenstände finden konnte. Dabei handelte es sich mit acht einschneidigen
Schwertern und etwa 140
Pfeilspitzen um die ältesten bis dahin in
Skandinavien gefundenen Waffen aus
Stahl. Außerdem fand man etwa 30 Speerspitzen aus Knochenmaterial, 50 lange
Buckelschilde aus Holz, mehrere ebenfalls hölzerne Teller und Gefäße sowie
Bronzebeschläge und eine Bronzenadel.
Das Boot selbst wurde bei den Baggerarbeiten größtenteils zerstört, die verbliebenen Teile befinden sich bis heute im Museum von Kopenhagen. In den 1990er Jahren wurde eine fahrfähige Rekonstruktion angefertigt.
Literatur
- Niels Peter Fenger (und andere): Das Hjortspring-Boot. Ein skandinavisches Kriegskanu aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, vom Nachbau zur Probefahrt. Archäologisches Landesmuseum, Schleswig 2003.
- Ole Crumlin-Pedersen, Athena Trakadas (Hrsg.): Hjortspring. A a pre-roman Iron-Age warship in context. Viking Ship Museum, Roskilde 2003 (Ships and boats of the North, 5) ISBN 87-85180-52-1
Weblinks
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