Hirslanden ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbständige Gemeinde Hirslanden wurde 1893 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Fluntern, Hottingen und Witikon den Kreis 7.
Nach dem Quartier benannt ist auch die Klinik Hirslanden, unter der sich die Hirslanden Privatklinik Gruppe formiert hat, die inzwischen ein Dutzend weiterer Hirslanden Kliniken umfasst.
In Hirslanden bildete sich nie ein eigentliches Zentrum, die Gemeinde war eine Streusiedlung, mit kleineren Siedlungsschwerpunkten an der Landstrasse zur Forch und in der Klus. Die grössten Konzentrationen bildeten sich am Kreuzplatz, am Hegibach und beim Gemeindehaus, durch welches das Gebiet die Bezeichnung Im Dorf erhielt.
Hirslanden fiel in die Zuständigkeit des Kelnhof (Meierhof) Stadelhofen, welcher zum Fraumünster gehörte. Lehnsherrin war seit Mitte des 13. Jahrhunderts die Zürcher Familie Mülner, die 1358 ihre Rechte über Stadelhofen an die Stadt Zürich verkaufte. Die Stadt Zürich gliederte Stadelhofen samt zugehöriger Gebiete 1384 in die Obervogtei Küsnacht ein, die bis zum Zusammenbruch des Ancien Régime 1798 und der Gründung der Helvetischen Republik Bestand hatte.
Nachdem Hirslanden kirchlich Jahrzehnte lang zum Grossmünster gehört hatte, gründete es 1834 zusammen mit den Gemeinden Hottingen und Riesbach die Kirchgemeinde Neumünster, eine Aktiengesellschaft mit dem Ziel, eine eigene Kirche zu verwirklichen. Das Neumünster wurde zwischen 1836 und 1839 erstellt und liegt an der Neumünsterstrasse, die vom Hegibachplatz in Richtung Zürichsee führt. Das Gebiet gehört zu Riesbach (Quartier Weinegg), allerdings ist der Name Neumünster viel stärker verwurzelt und bezeichnet auch ein nahegelegenes Schulhaus und die Poststelle (8032), die nicht der abstrakten städtischen Einteilung folgt, sondern pragmatisch das Gebiet Neumüster bedient.
Die Einteilung der ursprünglichen fünf Stadtkreise wurde 1913 revidiert und es wurden durch die Dreiteilung des Stadtkreises III und die Zweiteilung des Stadtkreises V neu acht Stadtkreise (1 bis 8) gebildet. Dadurch wurde der Kreis V in den heutigen Stadtkreis 7 umnummeriert, während die ehemalige Gemeinde Riesbach zum neuen Stadtkreis 8 wurde. Mit der Abspaltung Riesbachs verlor Hirslanden das Gebiet Balgrist und Teile des Gebiets um den Kreuzplatz, die neu Riesbach zugeteilt wurden, um die Grösse der Kreise etwas auszugleichen.
Mit der zweiten Eingemeindung von 1934 kamen acht weitere Gemeinden zur Stadt hinzu, welche in den neuen Stadtkreisen 9 bis 11 zusammengefasst wurden, während die alten Stadtkreise bis auf zwei Ausnahmen unverändert gelassen wurden: Wipkingen wechselte in den Kreis 10, während die neue Gemeinde Witikon dem bereits bestehenden Kreis 7 zugeordnet wurde.
Letzteres hatte noch einen späten Effekt auf Hirslanden, welches nach Balgrist ein weiteres Gebiet verlor, als 1964 Eierbrecht neu Witikon zugeteilt wurde.
Während das Gebiet Eierbrecht vom übrigen Quartier relativ isoliert ist, hängt das Gebiet Balgrist eng mit Hirslanden zusammen. Es bestehen daher Bestrebungen, die Stadt dazu zu bewegen, die teilweise unsinnige Einteilung, die aus statistischen Gründen gemacht wurde, rückgängig zu machen.
Durchmischt ist das Wohnquartier mit Kleingewerbe (Quartierläden und Boutiquen) und Dienstleistungsbetrieben, die sich auf die Forchstrasse und den Klusplatz konzentrieren.
Die Forchstrasse ist auch der Hauptzubringer zur Forchautostrasse (A52), die in Zumikon beginnt und nach Hinwil führt.
Seit 1912 erschliesst auch die Forchbahn Hirslanden, welche die Gleise der VBZ mitbenutzt und von diesen verwaltet wird. 1997 wurde das Depot Burgwies stillgelegt und wird gegenwärtig umgebaut; Mitte 2006 wird darin eine Filiale der Migros und 2007 das neue Tram Museum Zürich eröffnet.
Hirslanden wird von der Tramlinie 11 und der Forchbahn (S18) erschlossen, den Klusplatz erreichen via Hottingen die Tramlinien 3, 8 und 15. Am Klusplatz besteht Anschluss an drei Regionalbuslinien und die Trolleybuslinie 34 nach Witikon. Seit 1998 verbindet die verlängerte Trolleybuslinie 33 den Klusplatz mit dem Hegibachplatz, wo seit 1979 die Trolleybuslinie 31 endet (zuvor bis Burgwies).
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