| Hirohito-1926.jpg | Nixon-Hirohito.jpg, Hirohito und Richard Nixon 1971 in Alaska]] |
Er besuchte von 1908 bis 1914 die Gakushuin-Adelsschule, danach übernahm eine spezielle Institution für den Kronprinzen (Tōgū-gogakumonsho) von 1914 bis 1921 seine weitere Ausbildung. Am 29. November 1921 wurde er in Vertretung seines kranken Vaters Regent von Japan. 1922 bereiste Prinzregent Hirohito sechs Monate lang Großbritannien, Frankreich, Italien, den Vatikanstaat, die Niederlande und Belgien; damit wurde er zum ersten japanischen Kronprinzen, der jemals ins Ausland reiste.
Ihre Ehe hatte sieben Kinder:
Ein bemerkenswerter Fall war die Ermordung des gemäßigten Premierministers Inukai Tsuyoshi im Jahre 1932, die das Ende jeder wirklichen zivilen Kontrolle des Militärs markiert. Es folgte der gescheiterte Putschversuch vom 26. Februar 1936 durch niederrangige Armeeoffiziere, der Wahlverluste der militaristischen Fraktion im Japanischen Parlament zum Anlass hatte. Während des Putsches wurde eine Anzahl hochrangiger Regierungsbeamte und Armeeoffiziere ermordet. Dieser wurde schließlich niedergeschlagen, wobei Hirohito eine wichtige Rolle spielte.
Von den 1930ern hatte die Militärclique dennoch nahezu die gesamte politische Macht in Japan in ihren Händen und verfolgte eine Politik, die Japan schließlich in den zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg und den Zweiten Weltkrieg führte, der mit der Kapitulation Japans endete.
Viele Menschen in China, Taiwan, Korea und Südostasien sehen Hirohito als Asiens Hitler, und einige meinen, dass er wegen Kriegsverbrechen hätte vor Gericht gestellt werden sollen. Deshalb haben viele Asiaten in den damals japanisch besetzten Gebieten bis heute eine feindliche Einstellung zum Japanischen Kaiserhaus. Die zentrale Frage bleibt aber, wie viel Kontrolle Hirohito wirklich über das japanische Militär in den zwei Kriegen hatte. Die sowohl vom Kaiserpalast und den Amerikanischen Okkupationskräften direkt nach dem II. Weltkrieg vertretene Ansicht war, dass sich Hirohito strikt nach Protokoll zu verhalten und Abstand zu den Entscheidungsprozessen zu halten hatte. Auf der anderen Seite hat der Autor und Historiker Herbert P. Bix in der letzten Zeit Hinweise darauf gefunden, die zeigen, dass der Kaiser durch Mittelsmänner einen hohen Grad an Kontrolle über das Militär ausübte und dass er sogar die Haupttriebkraft hinter den Ereignissen der zwei Kriege sein könnte.
Am 4. September 1941 traf sich das Japanische Kabinett, um die vom Kaiserlichen Generalhauptquartier vorbereiteten Kriegspläne zu erörtern und beschloss:
Die zu erreichenden Ziele waren klar definiert: Freie Hand bei der Eroberung von China und Südostasien, keine Verstärkung US-amerikanischer oder britischer Militärkräfte in der Region und Kooperation des Westens "bei dem Erwerb der von unserem Reich benötigten Güter".
Am 5. September übergab Premierminister Konoe dem Kaiser informell den Entwurf der Entschließung dem Kaiser, nur einen Tag vor der Kaiserlichen Konferenz, auf der sie formell in Kraft gesetzt werden würde. Entsprechend der traditionellen Ansichten (wiederum aber in Widerspruch zur Forschung von Blix) war Hirohito von der Entscheidung "Kriegsvorbereitungen den diplomatischen Verhandlungen vorzuziehen" tief betroffen und er kündigte seine Absicht an, mit dem jahrhundertealten Protokoll zu brechen und bei der Kaiserlichen Konferenz am folgenden Tag die Chefs der Generalstäbe von Armee und Marine direkt zu befragen - ein Vorgehen ohne Präzedenzfall in der japanischen Geschichte der letzten Jáhrhunderte. Konoe überzeugte Hirohito rasch, sie statt dessen für eine private Konferenz zusammenzurufen, auf der der Kaiser deutlich machte, daß eine friedliche Lösung "bis zum Letzten" zu verfolgen sei. Der Chef des Generalstabs der Marine, Admiral Osami Nagano, früherer Marineminister und sehr erfahren, sagte später zu einem vertrauten Kollegen: "Ich habe den Kaiser und noch niemals in solch einer Weise zurechtweisen gesehen, sein Gesicht rot und seine Stimme erhoben."
Dennoch waren sich alle Sprecher auf der Kaiserlichen Konferenz darin einig, dass sie Krieg der Diplomatie vorzogen. Baron Yoshimichi Hara, Präsident des Kaiserlichen Rates und Vertreter des Kaisers, befragte sie eingehend und bekam von einigen Antworten, daß Krieg nur als letztes Mittel betrachtet würde, andere schwiegen.
An diesem Punkt erstaunte der Kaiser alle Anwesenden, indem er sich direkt an die Konferenz wandte und damit die Tradition des kaiserlichen Schweigens brach. Dies hinterließ seine Berater "starr vor Schreck" (so Premierminister Konoes Beschreibung des Ereignisses). Kaiser Hirohito betonte die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung internationaler Probleme, drückte Bedauern darüber aus, dass seine Minister Baron Haras Befragungen nicht beantworteten und rezitierte ein Gedicht seines Großvaters Kaiser Meiji, das er, so sagte er, "wieder und wieder gelesen" habe.
Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hatten, beeilten sich die Minister ihren tiefen Wunsch auszudrücken, alle möglichen friedlichen Mittel zu versuchen.
Die Kriegsvorbereitungen wurden jedoch ohne die geringste Änderung fortgesetzt und innerhalb von Wochen ersetzte das Kabinett den nicht ausreichend kriegswilligen Konoe mit dem Hardliner General Hideki Tojo, formell durch Hirohito im Rahmen der Verfassung gewählt. Es ist jedoch umstritten, ob er tatsächlich von Hirohito favorisiert wurde. Am 8. Dezember (7. Dezember in Hawaii) 1941 griffen die japanischen Streitkräfte in gleichzeitigen Angriffen die US-Flotte in Pearl Harbor an und begannen die Invasion Südostasiens. Von da an gab es kein Zurück.
Wie auch immer seine Beteiligung an den Ereignissen, die zu den ersten Feindseligkeiten führten war -- sobald die Nation sich voll dem Krieg gewidmet hatte, zeigte Hirohito großes Interesse an militärischen Fortschritten und suchte die Moral zu stärken, genau wie es George VI. zur gleichen Zeit in Großbritannien machte. Zu Beginn gab es nur gute Nachrichten. Als sich das Blatt im späten 1942 und frühen 1943 langsam zu wenden begann, so behaupten einige, habe der Informationsfluss in den Palast immer weniger mit der Realität zu tun gehabt. Andere meinen, dass der Kaiser eng mit Premierminister Tojo zusammengearbeitet habe, weiterhin gut und zutreffend informiert worden sein und Japans militärische Lage bis zum Zeitpunkt der Kapitulation exakt kannte. In den ersten sechs Monaten des Krieges waren alle größeren Gefechte Siege. In den nächsten Jahren wurde die Reihe unentschiedener und dann eindeutig verlorener Begegnungen der Öffentlichkeit als Serie großer Siege verkauft. Nur langsam wurde es den Menschen auf den japanischen Inseln klar, dass die Situation sehr schlecht war. Der Beginn von US-Luftangriffen auf japanische Städte ab 1944 machte die endlosen Erzählungen von Siegen endgültig unglaubwürdig. Später in diesem Jahr wurden nach dem Fall der Regierung Tojo zwei andere Premierminister ernannt, um den Krieg fortzusetzen, Koiso Kuniaki und Suzuki Kantaro -- wiederum mit zumindest formeller Zustimmung von Hirohito. Ob er jedoch mit ihrer Politik übereinstimmte, ist umstritten. Beide waren erfolglos und Japan näherte sich der Niederlage.
Während täglich Tausende Menschen starben, erfand Stalin protokollarische Ausreden und schob die Weiterleitung der Nachricht von Hirohito bis zum 18. Juli 1945 auf. Allerdings hatte man in Washington den vorausgegangenen Funkspruch des japanischen Aussenministeriums schon längst entziffert und wusste von den Bemühungen des liberal eingestellten Hirohito. Auf der Potsdamer Konferenz am 18. Juli erhielt der amerikanische Präsident Truman von Stalin persönlich eine Kopie des Vermittlungsversuches des Tenno mit dem Bemerken, es sei nicht ernst zu nehmen.
Truman, der über den Funkspruch und die Friedensmissionen japanischer Diplomaten in Bern und Stockholm ausreichend informiert war, hatte den Abwurf der ersten Atombombe für den 3. August geplant und bereits am 11. Februar 1945 während der Konferenz von Jalta mit Stalin vereinbart, dass die Sowjetunion, ganz entgegen ihres Neutralitätsabkommens mit Japan, zwei bis drei Monate nach der deutschen Niederlage in den Pazifischen Krieg eintreten werde, und auch reiche Beute versprochen (In dem Geheimabkommen des elften Februars heißt es unter anderem:
In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli erhielt Japan dann die lang ersehnte Antwort in Form eines von Truman, Churchill und im Auftrag von Marschall Chiang Kai-shek gezeichneten Ultimatums, in dem es unter anderem hieß:
Japan hatte während des Krieges schließlich auch streng darauf geachtet, Deutschland während seines Krieges gegen die UdSSR keinesfalls zu unterstützen und ist dem Neutralitätsabkommen bis zu jenem Tage treu geblieben. So gingen Telegramme zwischen Außenminister Togo und dem Botschafter Naotake Sato hin und her, jedes einzelne wurde aufgefangen, entziffert und der amerikanischen Staatsführung vorgelegt, sodass man sich dort im Klaren war, dass die japanische Kapitulation einzig und allein von dem Fortbestand der kaiserlichen Dynastie abhängig war. Konzessionen an den Feind hätten aber nach amerikanischer Sicht keinem totalen Sieg entsprochen und überzeugte Republikaner bestanden auf dem Kopf des Tenno als Unterzeichner der Kriegserklärung. Nach tagelangen Beratungen gebrauchte Premierminister Suzuki das japanische Wort mokusatsu als Antwort, wie auf das Ultimatum zu reagieren sei. Gemeint war „Antwort zurückhalten“, weil man noch Stalin um Verhandlungen bitten wollte, von der Firma Domei jedoch wurde es für Radiosendungen ins Ausland mit reject, also „ablehnen“ übersetzt, der negativsten Bedeutung des Wortes. Vieles spricht dafür, dass dieses Missverständnis den Tod von Hundertausenden von Zivilisten verschuldet hat. So wurde als "Demonstration der vollen Anwendung der militärischen Möglichkeiten" die erste Atombombe ohne Vorwarnung am 6. August 1945 über der besonders bevölkerungsreichen Stadt Hiroshima abgeworfen. Noch am selben Tag fielen die sibirischen Truppen Stalins in Mandschukuo ein und fanden nur geringen Widerstand, da die Besatzungstruppen im Vorfeld an andere Fronten verlagert werden mussten. „Wir müssen uns dem Unvermeidlichen beugen! Ganz gleich, was mir geschehen wird, darf sich eine Tragödie wie in Hiroshima nicht mehr wiederholen!“ erklärte Hirohito, doch viele Fanatiker wollten weiterkämpfen und so gingen die Beratungen drei Tage und drei Nächte ununterbrochen weiter, bis am 9. August 1945 die zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki gezündet wurde. Mit den Worten „Ich kann nicht mitansehen, dass mein unschuldiges Volk noch länger leidet! Die Zeit ist gekommen, das Untragbare zu ertragen!“ verkündete der Tenno seinen Ministern, dass er sich gegen Militär und Regierung dafür entschied, seine nahezu unbegrenzten Vollmachten einzusetzen und Japan und seine Einwohner vor der endgültigen Vernichtung zu retten.
Die Amerikaner besetzten Japan ohne dass sich jemand gegen die bedingungslose Kapitulation wehrte. Die von den Alliierten befürchteten Anschläge auf die Besatzer und die Millionen Selbstmorde blieben aus. General MacArthur, der nun das japanische Volk regierte, nannte dann für die neue Verfassung seine Richtlinien der neuen Regierungsform: „Der Kaiser soll das Symbol des Staates und der Einheit des Volkes sein. Seine Stellung ist abhängig vom Willen des Volkes, welches die souveräne Macht besitzt.“ Nachdem sich zunächst gespenstische Stille in ganz Japan breit gemacht hatte, stritten die Alliierten wieder darum, ob Hirohito nun nicht doch als Kriegsverbrecher besser an den Galgen gehört. Am 26. September 1945 stattete Hirohito zum Erstaunen der Alliierten deren Oberkommandierendem MacArthur einen überraschenden Besuch ab. In Hemdsärmeln empfing er den Tenno, um so recht zu zeigen, wie wenig ihm die japanische Majestät in Cutaway und Zylinder imponierte, von der ganz Amerika wie selbstverständlich erwartete, dass sie um ihr Schicksal besorgt sei und darlegen wolle, wie er nach besten Kräften bemüht gewesen war, die japanische Aggression zu verhindern, da es ja um sein Leben ging. Aber es kam vollkommen anders, als es die USA und MacArthur je erwartet haben, so sprach Hirohito nach MacArthurs Bericht (Außer einem Dolmetscher wohnte kein Zeuge dem Gespräch bei) ohne den sonst üblichen Austausch von Höflichkeiten: „Ich komme zu Ihnen, General, um mich dem Urteil der Mächte, die Sie repräsentieren, auszuliefern. Ich allein trage die Verantwortung für jede militärische und politische Entscheidung, ebenso für alle Aktionen meiner Untertanen während des Kriegsverlaufs“, woraufhin MacArthur fortfährt zu berichten, das ihn „tiefste Bewegung“ überkam. Die Übernahme aller Schuld, den inzwischen bekannt gewordenen Tatsachen völlig widersprechend, hätte für den Tenno in einem Kriegsverbrecherprozess zweifellos das Todesurteil bedeutet. So musste MacArthur feststellen: „Er war ein Kaiser von Geburt, aber noch mehr, wie ich nun erkannte, nämlich der feinste Gentleman in Japan.“ und ließ am selben Tage noch seine Regierung wissen, dass eine Anklage gegen Hirohito unmöglich und der Tenno für Japan nicht zu entbehren sei. Die Gegner Hirohitos in der neuen amerikanischen Regierung zwangen darauf die japanische Presse jenes bekannte Foto zu veröffentlichen, welches Hirohito im offiziellen Dress neben dem hemdsärmeligen MacArthur zeigt, der ihn um eine Haupteslänge überragt und schief stehend die Hände in den Hosentaschen verbirgt, während sein gelangweilter Blick der Kamera ausweicht. Gedacht war dieses Foto eigentlich, um das Ansehen des Tenno zu senken, ihn klein und bescheiden darzustellen, und MacArthur zum großen Beherrscher der Nation zu erheben. Allerdings fasste es die japanische Bevölkerung genau anders herum auf, und so hängt jenes Foto aus der Zeitung ausgeschnitten sorgfältig gepflegt noch heute in einigen japanischen Wohnungen an einem Ehrenplatz oder gar in der Tokonoma. Hirohito 1983.jpg Als bekannt wurde, dass die kaiserlichen Gärten verwilderten (Hirohito konnte keine Gärtner mehr entlohnen, da sein Vermögen von der neuen Regierung konfisziert worden war), meldeten sich innerhalb weniger Tage 20.000 Männer und Frauen aller Altersklassen, um die Arbeit kostenlos zu übernehmen. Die Polizei musste einschreiten, sonst hätten sich jene vor den Toren gegenseitig erdrückt. Da die Amerikaner immernoch der Ansicht waren, dass der Tenno zu hohes Ansehen genieße, forderten sie ihn dazu auf, öffentlich zu bekennen, dass er kein Gott und ein Mensch wie jeder andere auch sei. Da niemals ein Tenno behauptet hatte, er wäre ein göttliches Wesen, erklärte Hirohito in seiner üblichen Neujahrsbotschaft einfach: „Jene Bande, die mich und mein Volk umschließen, beruhen nicht auf der falschen Vorstellung, dass der Tenno göttlich sei.“ Was für die Japaner nichts an der uralten Überlieferung änderte, dass seine Vorfahren von der Sonnengöttin Amaterasu abstammten.
Hirohito spielte auch eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau von Japans diplomatischer Stellung im Ausland. Auf Auslandsreisen traf er sich mit vielen ausländischen Führern, einschließlich dem US-Präsidenten und Königin Elizabeth II.
Hirohito war stark an Meeresbiologie interessiert und der Kaiserliche Palast beherbergte ein Laboratorium. Hirohito veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Arbeiten zur Meeresbiologie.
Mann | Kaiser (Japan) | Pazifikkrieg | Geboren 1901 | Gestorben 1989
هيروهيتو | Хирохито | Hiro Hito I | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Shōwa | הירוהיטו | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Showa keisari | Hirohito imperatore del Giappone | 昭和天皇 | ჰიროჰიტო | 쇼와 천황 | Hirohitus | Hirohito | Hirohito | Hirohito av Japan | Hirohito av Japan | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Хирохито | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Hirohito | Хирохито | Showa | Hirohito | 昭和天皇
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Hirohito".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world