Hinterrhein (bündnerromanisch: Valragn) ist eine politische Gemeinde des Kreises Rheinwald im Bezirk Hinterrhein. Sie gehört zum Kanton Graubünden in der Schweiz.
Um 1270 kommen die ersten Walser vom Val Formazza über das Misox nach Hinterrhein. Damit wird Hinterrhein zur ältesten Walsersiedlung in Graubünden. 1274 unterschreiben zwei Siedler aus Hinterrhein einen Vasallenvertrag mit dem Herrn von Sax-Misox. Aber auch der mächtige Freiherr Walter IV. von Vaz, der das Schams und das noch von Romanen besiedelte Gebiet bis Splügen als bischöfliches Lehen besitzt, bemüht sich 1277 um einen Schutzvertrag mit den 'Theutunici" von Hinterrhein. 1286 übergibt das Stift von San Vittore den Kolonisten in Hinterrhein den Boden im Tal als Erblehen für einen jährlichen Zins von 16 Pfund. Diese Zinspflicht wird erst 1773 mit 100 Lire di Milano abgelöst. Dieser Erblehensvertrag nennt von 16 Kolonisten ihre Herkunft: Val Formazza (Pomatt), Simplon, Brig, Valle Maggia. Der Begriff 'Walser' tritt in dieser Gegend erstmals um 1599 auf.
Durch die Fahrbarmachung der Strasse Chur-Bellinzona 1820 und die Eröffnung der Gotthardbahn 1882 verlieren auch die Hinterrheiner die Verdienstquelle aus der viele Jahrhunderte ausgeübten Säumerei. Dank des 1967 eröffneten San Bernardino-Strassentunnels lässt sich Hinterrhein heute sowohl im Sommer wie im Winter von Norden und Süden bequem erreichen.
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