Als Hinterbänkler (engl.: Backbencher) werden Abgeordnete bezeichnet, die innerhalb des Parlaments weniger herausgehobene Funktionen besitzen. Solche Abgeordneten sitzen auf den hinteren Bänken, oder in den hinteren Reihen. Der Begriff wurde abgeleitet aus der Praxis des britischen Unterhauses, das bis heute mit Bänken (engl.: Benches) ausgestattet ist: Auf den jeweils vorderen Bänken sitzen sich dort die Regierungsmitglieder und Oppositionsführer gegenüber, die Vorderbänkler (engl.: Frontbencher); jeweils dahinter, auf den hinteren Bänken sitzen die übrigen, weniger bedeutenden Parlamentarier.
Die abfällige Konnotation des deutschen Begriffs (Hinterbänkler als vermeintlich faule Abgeordnete) übersieht häufig, dass das Hinterbänkler-Dasein nicht ausschließt, dass in diesen Reihen Politiker sitzen, die sich auf die Arbeit in Arbeitskreisen und Bundestagsausschüssen konzentrieren, ohne Wert auf öffentliche Profilierung im Plenum zu legen.
Im Deutschen Bundestag wird die Hierarchie zum Beispiel auch dadurch verdeutlicht, dass nur die Abgeordneten in den vorderen Sitzreihen eigene Tische an ihren Plätzen im Plenarsaal haben. Dort sitzen stets die Vorsitzenden der Fraktionen. Jedoch hat jeder Hinterbänkler selbstverständlich die gleichen Rechte wie alle anderen Abgeordneten auch.
Inzwischen wird der Begriff Hinterbänkler auch übertragen auf Sportler, Manager oder Vereinsmitglieder, die nicht im Rampenlicht stehen, sondern im Hintergrund wirken.
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