Ein Hilfsmotor ist ein Motor, der nicht für den dauerhaften, sondern nur für den zeitweisen Einsatz als Antrieb eines Fahrzeugs vorgesehen ist. Das Fahrzeug kann auch ohne den Motor bestimmungsgemäß eingesetzt werden.
Ein bekanntes Beispiel für das Konzept eines Fahrrades mit Hilfsmotor ist die Vélosolex.
Der größte Hersteller von Hilfsmotoren für Fahrräder war die Firma Garelli. Ihr Mosquito Motor war der erfolgreichste Hilfsmotor aller Zeiten.
Relativ neu ist das elektrische System, das bei sogenannten Pedelecs zum Einsatz kommt.
Der Hilfmotor in einem Segelflugzeug (umgangssprachlich unter Segelfliegern als Turbo bezeichnet) ist meist ein Zweitaktmotor. Selten wird auch ein Viertaktmotor oder eine kleine Turbine verwendet, es gibt aber auch schon Projekte, bei denen ein Elektromotor eingesetzt werden soll. Die Leistung des Motors liegt je nach Größe des Flugzeugs zwischen 10 und 30 kW und reicht für Steigwerte von ca. 0,5 bis 1,5 m/s. Ein Eigenstartauf dem Flugplatz ist somit nicht erlaubt; der Motor wird nur eingesetzt, um bei fehlender Thermik eine Außenlandung zu vermeiden. Die Reichweite beträgt je nach Flugzeugtyp im Sägezahnflug zwischen 200 und 600 km.
Ventus.jpg Es gibt solche Triebwerke mit faltbarer (z.B. die Schempp-Hirth T-Modelle, siehe Bild) und starrer Luftschraube (z.B. LS8t, DG-1000). Viele von diesen Triebwerken haben keinen Anlasser, sondern starten den Motor nach dem Ausklappen durch den Windmühleneffekt.
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