| Wappen | Karte |
|---|---|
| Hildesheim_Wappen.gif | Hildesheim-Position.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Hildesheim |
| Gemeindeart: | Große selbstständige Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 78 m ü. NN |
| Fläche: | 92,96 km² |
| Einwohner: | 102.654 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.104 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 31101-31141 (alt: 3200) |
| Vorwahl: | 05121 |
| Kfz-Kennzeichen: | HI |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 54 021 |
| Stadtgliederung: | 19 Stadtbezirke darunter sind 9 zugleich Ortschaften |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 31134 Hildesheim |
| Website: | www.hildesheim.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Kurt Machens |
| Regierende Parteien: | CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP, BAH |
Hildesheim ist eine Stadt im Süden des Bundeslandes Niedersachsen. Die große selbständige Stadt, Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises ist eines der 8 Oberzentren des Landes. Bis 1974 war sie eine kreisfreie Stadt. Nächstgrößere Städte sind Hannover, ca. 30 km nordwestlich und Braunschweig, ca. 40 km nordöstlich von Hildesheim. Die Stadt ist katholischer Bischofssitz (Bistum Hildesheim) und Universitätsstadt.
Die Einwohnerzahl der Stadt Hildesheim überschritt 1974 durch Eingemeindung mehrerer Nachbargemeinden die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Mit ihren heutigen rund 103.000 Einwohnern ist sie die kleinste Großstadt des Landes Niedersachsen.
Harsum, Schellerten, Bad Salzdetfurth, Diekholzen, Despetal und Betheln (Samtgemeinde Gronau (Leine)), Nordstemmen und Giesen.
Die Stadtbezirke der Stadt Hildesheim mit ihren amtlichen Nummern (die Ortschaften sind durch eine Fußnote gekennzeichnet):
An der Stelle, wo der uralte West-Ost-Handelsweg Hellweg (heute etwa Bundesstraße 1) die Innerste querte, bestand vermutlich schon in vorfränkischer Zeit eine Siedlung und ein Heiligtum. Nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen wurde im Rahmen der Christianisierung im Jahre 815 das Bistum Hildesheim gegründet und unter Bischof Altfrid der erste Dom errichtet. Bischof Bernward baute den Bereich um 1000 zu einer massiven Domburg aus. Im Zuge der stadtgeschichtlichen Entwicklung wurde die sich dort bildende Handwerker-, Händler- und Bürgerstadt Hildesheim in den folgenden Jahrhunderten zu einem bedeutenden Gemeinwesen. Neben der Altstadt im Bereich der St.-Andreas-Kirche entstanden Ende des 12. Jahrhunderts im Jahre 1196 die so genannte Dammstadt, eine Gründung vom Moritzkloster aus, und dann im 13. Jahrhundert (laut Gründungsurkunde im Jahre 1220) eine dompröpstliche Neustadt – beides im Gegensatz zur Altstadt planmäßige Gründungen bzw. Ansiedlungen, deren Regelmäßigkeit man verglichen mit der Altstadt noch heute im Straßenbild erkennen kann. Während sich die Altstädter der wirtschaftlichen Konkurrenz im Westen (Dammstadt) in der Weihnachtsnacht 1332 gewaltsam entledigten, vereinigten sich nach langen, oft ebenfalls durch Konflikte geprägten Jahrhunderten Alt- und Neustadt erst 1583 zu "einer" Stadt – zumindest optisch (Niederlegung der trennenden Mauern), denn noch bis 1803 behielt die Neustadt ihren eigenen Magistrat. Bereits um 1300 hatte der Bischof seine Macht über die Stadt de facto abgeben müssen, da sich die Bürger ein eigenes Stadtrecht samt eigenem Siegel gaben. Zu diesem Zeitpunkt war die topographische Entwicklung der Stadt bereits abgeschlossen, ihre Grenzen abgesteckt und im wesentlichen befestigt. Es folgten zwei Jahrhunderte wechselhafter Beziehungen zwischen dem rechtmäßigen Stadtherren, dem Bischof, und seinen sich immer weiter emanzipierenden Untertanen, den Bürgern und ihrem Rat. 1367 trat Hildesheim der Hanse bei. 1519 verlor Hildesheim bei der sog. Hildesheimer Stiftsfehde große Teile seiner Gebiete und somit auch Macht in der Region. 1542 fand die Reformation durch den Mitstreiter Martin Luthers, Johannes Bugenhagen, Einzug in die Stadt. Doch bestand das Bistum Hildesheim sowohl als katholische Diözese wie als Reichsfürstentum (Hochstift) weiter, und der Dom sowie die Klosterkirchen (St. Michael nur teilweise) blieben katholisch. Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 wie alle geistlichen Territoriensäkularisiert, die Diözese Hildesheim 1824 neu umschrieben. Stadt und Stift kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeordnet und 1815 wurde die Stadt Sitz eines Amtes, das ab 1823 zur neu gebildeten "Landdrostei Hildesheim" gehörte. Die Stadt selbst genoss jedoch von Anfang an eine gewisse Selbständigkeit. Das Amt Hildesheim wurde mehrfach verändert, u.a. wurden 1852 Gemeinden dem benachbarten Amt Marienburg zugeschlagen, dessen Sitz sich ebenfalls in Hildesheim befand. 1859 wurden dem Amt Hildesheim 16 Gemeinden des aufgelösten Amtes Ruthe zugeordnet.
1866 kam Hildesheim mit dem gesamten Königreich Hannover wieder zu Preußen. 1885 erhielt Hildesheim den Status einer Kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Amt Hildesheim hervorgegangenen Landkreises Hildesheim sowie des aus der Landdrostei Hildesheim hervorgegangenen Regierungsbezirks Hildesheim. Der Landkreis Hildesheim wurde in der Folgezeit mehrmals verändert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Zentrum von Hildesheim am 22. März 1945 durch einem alliierten Bombenangriff fast vollständig zerstört. Die als Nürnberg des Nordens bekannte Fachwerk-Altstadt lag in Schutt und Asche.
Ab 1948 begann der Wiederaufbau der Stadt und ihrer Baudenkmäler. Zuvor 1946 wurde der 1885 entstandene Landkreis Marienburg mit dem Landkreis Hildesheim vereinigt.
1970 wurde Hildesheim Hochschulstadt, als die "Abteilung Hildesheim der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen" ihren Betrieb in Hildesheim aufnahm. Die Eingemeindungen der 1970er Jahre führten zum Anstieg der Einwohnerzahl, so dass 1974 die Großstadt-Grenze erreicht wurde.
Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde die Stadt Hildesheim dem Landkreis Hildesheim eingegliedert, der gleichzeitig um den bisherigen Landkreis Alfeld (Leine) vergrößert wurde. 1978 erfolgte schließlich die Auflösung des Regierungsbezirks Hildesheim. Bis zur Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen Ende 2004 gehörte der Landkreis Hildesheim und mit ihm die Stadt Hildesheim zum Regierungsbezirk Hannover.
2005: Auszeichnung in Silber beim kommunalen Blumenschmuckwettbewerb Unsere Stadt blüht auf.
Wuchs die Einwohnerzahl von Hildesheim im Mittelalter und am Anfang der Neuzeit auf Grund der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam, beschleunigte sich das Wachstum mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Hatte die Stadt 1803 erst 11.000 Einwohner, so waren es 1900 schon 43.000. Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl auf 72.495. Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt knapp die Hälfte seiner Bewohner (33.000 Personen). Am 1. Mai 1945 lebten noch 39.492 Menschen in Hildesheim. 1950 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht.
Am 1. März 1974 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Hildesheim durch die Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Gleichzeitig erreichte die Bevölkerungszahl mit 107.629 ihren historischen Höchststand. Ende September 2005 lebten in Hildesheim nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 102.654 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1270 | 5.000 | - | 1400 | 6.000 | - | 1450 | 8.000 | - | 1500 | 9.000 | - | 1648 | 5.500 | - | 1803 | 11.108 | - | 1817 | 11.585 | - | 1825 | 12.630 | - | 3. Dezember 1849 ¹ | 14.651 | - | 3. Dezember 1855 ¹ | 15.923 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 16.300 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 17.100 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 17.988 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 19.580 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 20.801 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 22.581 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 25.900 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 29.386 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 33.481 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 38.977 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 42.973 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 47.061 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 50.239 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 47.364 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 46.164 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 53.499 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 58.181 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 62.519 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 72.495 | - | 31. Dezember 1945 | 58.982 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 58.973 | - | 13. September 1950 ¹ | 72.292 | - | 25. September 1956 ¹ | 84.695 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 96.341 | - | 31. Dezember 1965 | 99.001 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 93.800 | - | 31. Dezember 1975 | 105.290 | - | 31. Dezember 1980 | 102.619 | - | 31. Dezember 1985 | 100.864 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 103.449 | - | 31. Dezember 1990 | 105.291 | - | 31. Dezember 1995 | 106.101 | - | 31. Dezember 2000 | 103.909 | - | 30. September 2005 | 102.654 |
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Während die Altstadt zum Archidiakonat St. Andreas gehörte, war die Neustadt wohl seit dem 12. Jahrhundert einem besonderen Archidiakonat unter dem Dompropst unterstellt. Außerdem gab es ein Archidiakonat St. Nikolai, zu dem die 1196 gegründete Dammstadt gehörte.
Ab 1300 verlor der Bischof große Teile seiner landesherrlichen Gewalt über die Stadt, da sich die Bürger ein eigenes Stadtrecht gaben. Hildesheim wurde jedoch nie freie Reichsstadt.
Gegen die Reformation hatte sich der Rat der Stadt unter Bürgermeister Wildefuer lange gewehrt. Nach dessen Tod wurde 1542 der Mitstreiter Martin Luthers Johannes Bugenhagen nach Hildesheim gerufen, der eine lutherische Kirchenordnung einführte.
Danach waren St. Andreas und St. Lamberti sowie die Klosterkirchen St. Michaelis, St. Pauli und St. Martini lutherisch, während der Dom, die Stiftskirche Heiligkreuz und die Klöster St. Godehard und St. Magdalenen katholisch blieben.
Der Bischofssitz Hildesheim ging nicht unter, sondern besteht, neben Osnabrück, als einziger in Norddeutschland seit seiner Gründung ununterbrochen fort.
Für die lutherische Bevölkerung sah sich der Magistrat der Stadt als Inhaber des landesherrlichen Kirchenregiments und "oberster Bischof" der Stadt (einschließlich der Neustadt) und setzte als Verwaltungsbehörde ein Konsistorium mit einem Stadtsuperintendenten ein.
Durch den Dom mit seinem Personal, die zahlreichen Klöster sowie den Bevölkerungsaustausch mit den umliegenden, katholisch gebliebenen Stiftsdörfern war Hildesheim eine gemischtkonfessionelle Stadt (ca. 1/3 Katholiken).
Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 säkularisiert. Erst jetzt wurden auch die Benediktinerklöster St. Michael und St. Godehard, das Mauritiusstift, das Sültekloster und andere verbliebene Ordensniederlassungen aufgelöst und ihr Grund- und Gebäudebestand der Klosterkammer zugeführt. Stadt und Stiftsgebiet kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeteilt.
Die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehören seitdem zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Stadt wurde Sitz eines Landessuperintendenten. Dessen Amtsbezirk wird heute als Sprengel bezeichnet, der aus mehreren Kirchenkreisen besteht. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Hildesheim gehören heute zum Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Innerhalb der Landeskirche gibt es auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft.
Daneben gibt es auch eine Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Hildesheim, die zur Evangelisch-reformierten Kirche gehört.
Die Grenzen des katholischen Bistums Hildesheim wurden 1824 neu festgelegt. Bis 1930 gehörte es zur Kirchenprovinz Köln, dann zum Erzbistum Paderborn und 1995 wurde es der neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) zugeordnet. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Hildesheim, das aus fünf Seelsorgeeinheiten besteht.
Ferner ist Hildesheim der Sitz des für ganz Deutschland zuständigen Bistums der Serbisch-Orthodoxen Kirche (im Stadtteil Himmelsthür).
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) eine Freie Evangelische Gemeinde (FEG), eine Gemeinde Christi und eine Pfingstgemeinde, die Freie Christengemeinde (FCG).
Darüber hinaus ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche in Hildesheim vertreten.
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.
Infolge einer Änderung der niedersächsischen Kommunalverfassung fand 2005 erstmals eine Direktwahl des Oberbürgermeisters statt, der nun hauptamtlich tätig ist und die Funktion des Oberstadtdirektors mit übernimmt. Aus der Stichwahl am 2. Oktober 2005 ging Kurt Machens als Sieger hervor. Er hat am 1. Februar 2006 sein Amt angetreten.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister 1803-1945:
Oberbürgermeister (Stadtrepräsentant) 1945 bis 2006:
Oberstadtdirektor (Verwaltungschef) 1945 bis 2006:
Oberbürgermeister (Stadtrepräsentant und Verwaltungschef) ab 2006:
Ab 2008 wird Hildesheim an das S-Bahn Netz der Stadt Hannover angeschlossen werden. Geplant ist eine Linie vom Flughafen Hannover über den Hauptbahnhof Hannover und Hannover Messe/Laatzen nach Hildesheim. Eine zweite Strecke wird vom Hauptbahnhof Hannover über Lehrte nach Hildesheim verlaufen.
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien der Stadtwerke Hildesheim AG.
Über den sog. Hildesheimer Stichkanal ist die Stadt an den Mittellandkanal angebunden und verfügt über einen kleinen Hafen samt angeschlossenem Industriegebiet. Außerdem befindet sich im Norden ein kleiner Flugplatz, der insbesondere zu Messezeiten in Hannover stark benutzt wird.
Zwischen dem 7. August 1905 und dem 22. März 1945 verkehrten in der Stadt neben der durch die ÜSTRA betriebene Überlandlinie die Straßenbahnen der Städtische Straßenbahn.
Aus Hildesheim sendet der lokale, nichtkommerzielle Bürgerfunk Radio Tonkuhle.
Im Jahr 1908 wird in Hildesheim Europas erste Telefonvermittlungsstelle mit Selbstwählsystem in Betrieb genommen. 900 Teilnehmer können sich gegenseitig anrufen, ohne die Hilfe eines Vermittlungsangestellten in Anspruch zu nehmen.
Seit 1. April 2006 hat Hildesheim ein eigenes Stadtfernsehen im Internet: „Online TV-Hildesheim“.
Knochenhaueramtshaus.jpg auf dem Marktplatz in Hildesheim um 1900]]
Das Theaterhaus Hildesheim ist die Spielstätte der überregional bekannten freien Theaterszene Hildesheims.
Am Altstädter Markt überstanden als einzige Bauten Rathaus und Tempelhaus, wenn auch erheblich beschädigt, den verheerenden Bombenhagel im März 1945. Seit in den 80er Jahren auch das berühmte Knochenhaueramtshaus und das benachbarte Bäckeramthaus (beides Fachwerkhäuser) sowie Fassaden anderer Gebäude stilgerecht rekonstruiert werden konnten, bietet der seither Historischer Marktplatz genannte touristische Mittelpunkt der Stadt wieder das geschlossene Bild des einstigen Bürger- und Handelszentrums.
Hildesheim-St Michaels Church.outside.JPG in Hildesheim – Weltkulturerbe UNESCO]] St. Michaelis wurde von Bischof Bernward zu Beginn des 11. Jahrhunderts als seine Grabeskirche begonnen und unter Bischof Godehard fertiggestellt. Das vorromanische ("ottonische") Baukonzept verbindet den Gedanken der "Gottesstadt" mit einer geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Im 12. Jahrhundert wurden bis auf 2 alle Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schließlich der Westchor erweitert sowie die bemalte Langhausdecke (Stammbaum Christi) ausgeführt (Johannes Sommer datiert in seinem Buch 1999 ISBN 3-7845-7410-6 die Westchor-Erweiterung und die Deckenmalerei in die Jahre gegen 1200 und begründet dies hauptsächlich damit, dass es nach dem 1204 resignierten Abt Theoderich II. im Kloster keine Persönlichkeit mehr gab, die zu solchen Leistungen fähig gewesen wäre). Neben dieser Deckenmalerei als bedeutendes Ausstattungsstück blieb der nördliche Teil der spätromanischen Chorschranke erhalten. Nach zahlreichen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte wurde St. Michael nach der Kriegszerstörung in der ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut und durch Glasfenster von Charles Crodel vollendet. Sie ist eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt und kann somit als städtisches Wahrzeichen bezeichnet werden. Sie ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO und dient der Stadt als Werbemotiv auf den braunen Hinweisschildern an der Autobahn A7, da sie sich durch ihre prägnante Form leichter einprägt als der Hildesheimer Dom.
Hildesheim_St_Godehard_Basilika.jpg
Die St. Godehard Basilika wurde im 12. Jahrhundert nach der Heiligsprechung des Benediktinerabts und späteren Hildesheimer Bischofs Godehard (Gotthard) als benediktinische Klosterkirche im hochromanischen Stil erbaut und ist bis heute ohne wesentliche Veränderungen erhalten (Ausmalung und Ausstattung 19. Jh.). Teile des Klausurbereichs (Ostflügel mit Kapitelsaal, Südflügel mit spätmittelalterlichen gewölbten Kellerräumen) sind erhalten, jedoch wurden die südlichen Raumteile bei einer Umbaumaßnahme in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Substanz beeinträchtigt. Die Kirche wurde 1963 zur päpstlichen Basilika minor erhoben.
St-andreas.jpg, höchster Kirchturm Niedersachsens]]
Die St. Andreaskirche, heute evangelisch-lutherisch, ist eine Markt- und Bürgerkirche im gotischen Stil. Sie wurde um 1140 als romanische Basilika erbaut, die teilweise im Mauerwerk des heutigen Turms erhalten ist. Seit etwa 1200 war sie Stiftskirche. Der gotische Bau wurde 1389-1504 errichtet. Hier führte Johannes Bugenhagen am 1. September 1542 die Reformation in Hildesheim ein. Der Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf 114,5 m gemauert, ist der höchste Kirchturm Niedersachsens und gehört damit zu den höchsten Kirchen der Welt. In der Basilika befindet sich eine der größten und schönsten Orgeln Norddeutschlands mit 63 Registern und 4734 Pfeifen, der der mächtige Kirchenraum ein ungewöhnliches Klangvolumen verleiht.
Das einzige feste Panflötenensemble Deutschlands ist in Hildesheim beheimatet. Als Ensemble-Angebot der Musikschule Hildesheim e.V. besteht das Panflötenensemble SYRINX seit 2003 mit derzeit 16 Mitgliedern.
Junge, lat dei Appels stahn,
süs packet deck dei Huckup an /
Dei Huckup is en starken Wicht,
hölt mit dei Stehldeifs bös Gericht.
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